Deutsche Tageszeitung - Europas Klubs verweigern Spielerfreigabe für Afrika-Cup

Europas Klubs verweigern Spielerfreigabe für Afrika-Cup


Europas Klubs verweigern Spielerfreigabe für Afrika-Cup
Europas Klubs verweigern Spielerfreigabe für Afrika-Cup / Foto: ©

Die in der Europäischen Klubvereinigung ECA organisierten Vereine verweigern ihren Spielern die Freigabe für den Afrika-Cup in Kamerun. Hintergrund ist das aus Sicht der Klubs unzureichende Corona-Protokoll beim Kontinentalturnier (9. Januar bis 6. Februar).

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Das geht aus einem Schreiben der ECA mit Vorstandsmitglied Oliver Kahn von Bayern München an den Weltverband FIFA hervor, das der französischen Nachrichtenagentur AFP vorliegt. Aus Sicht der ECA habe der afrikanische Kontinentalverband CAF bislang "kein ausreichendes" Protokoll vorgelegt, heißt es darin. Daher sehen sich die Vereine "nicht dazu in der Lage, Spieler für das Turnier abzustellen".

Die Bayern sind von dieser Entscheidung direkt betroffen: Ihr Stürmer Eric Maxim Choupo-Moting steht im vorläufigen Aufgebot von Gastgeber Kamerun.

Das Turnier mitten in der Saison ist vielen europäischen Klubs ohnehin ein Dorn im Auge. Vor allem in der englischen Premier League, die bis zu 40 Profis abstellen könnte, regt sich Widerstand. Der FC Liverpool von Teammanager Jürgen Klopp etwa müsste im schlimmsten Fall in bis zu fünf Ligaspielen auf seine Stars Mo Salah, Sadio Mane und Naby Keita verzichten.

Medienberichte, wonach das Turnier erneut verschoben werden könnte, wiesen die Organisatoren zurück. Die 33. Auflage des alle zwei Jahre ausgetragenen Afrika-Cups sollte eigentlich bereits 2021 stattfinden, wurde wegen der Pandemie aber um zwölf Monate verlegt. Titelverteidiger ist Algerien.

(T.W.Lukyanenko--DTZ)

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