Deutsche Tageszeitung - Trotz Schick-Doppelpack: Leverkusen verspielt erneut 2:0-Führung

Trotz Schick-Doppelpack: Leverkusen verspielt erneut 2:0-Führung


Trotz Schick-Doppelpack: Leverkusen verspielt erneut 2:0-Führung
Trotz Schick-Doppelpack: Leverkusen verspielt erneut 2:0-Führung / Foto: ©

Bayer Leverkusen hat zum zweiten Mal binnen drei Tagen eine 2:0-Führung leichtfertig verspielt und wichtige Punkte im Kampf um die Champions League fahrlässig liegen gelassen. Die Werkself kam trotz eines erneuten Doppelpacks von Top-Torjäger Patrik Schick (37./63.) im Verfolgerduell der Fußball-Bundesliga gegen die TSG Hoffenheim aufgrund zweier später Gegentore nur zu einem 2:2 (1:0).

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Nach Schicks Saisontreffern 15 und 16 bescherten Angelo Stiller (80.) und Munas Dabbur (83.) den bis dato enttäuschenden Hoffenheimern mit ihrem Doppelschlag den Punkt aus dem Nichts. Leverkusen, das Moussa Diaby (90.+2) spät mit einer Gelb-Roten Karte verlor und das bereits am Sonntag in Frankfurt eine 2:0-Führung verspielt hatte, bleibt mit 28 Punkten Dritter, die TSG lauert mit einem Zähler weniger dahinter auf Platz vier.

Dass Leverkusen zuletzt in Frankfurt einen 2:0-Vorsprung verspielte und noch unterging, ließ bei Trainer Gerardo Seoane vor der Partie keine Panik aufkommen: "Es ist nichts anderes als normal, dass Höhen und Tiefen dazugehören. Der Durchschnitt muss stimmen - und der stimmt", sagte der Schweizer.

Hoffenheim verteidigte zu Beginn sehr hoch, was sich Leverkusen zu nutzen machte und erste, hochkarätige Chancen herausspielte. Erst vertändelte Top-Torjäger Schick bereits nach 86 Sekunden völlig freistehend vor Oliver Baumann den Ball. Dann erzielte Jung-Nationalspieler Florian Wirtz, der am Mittwoch mit 18 Jahren und 226 Tagen Giovanni Reyna als jüngsten Bundesligaspieler mit 50 Einsätzen ablöste, aus einer Abseitsposition heraus die vermeintliche Führung (5.).

Bayer versuchte die Gäste vor 13.272 Zuschauern in der BayArena auch in der Folge immer wieder mit Pässen in die Tiefe zu überspielen, ohne dabei zunächst für weitere Torgefahr zu sorgen. Mitte der ersten Halbzeit hatte Piero Hincapie Pech, als er den Pfosten traf (28.). Mit Schicks Kopfball hatte Baumann wenige Minuten später keine Probleme.

Hoffenheim fiel bis zu diesem Zeitpunkt nur durch viele Nickligkeiten und einige Diskussionen mit Schiedsrichter Tobias Stieler auf. Die erste gute Möglichkeit der Gäste köpfte Christopher Richards an die Latte (35.).

Im Gegenzug netzte Schick dann technisch versiert per Direktabnahme zur völlig verdienten Führung ein. Vor der Pause verhinderte Baumann, mit weitem Abstand Hoffenheims bester Akteur, mit aufeinanderfolgenden Paraden gegen Schick und Wirtz Schlimmeres.

Nach dem Seitenwechsel hatte Leverkusen etwas Glück und Hradecky, der gegen Andrej Kramaric zur Stelle war (50.). Baumann parierte gegen Karim Bellarabi auf der Gegenseite (59.). Dann machte es Schick mit einem Kopfball deutlich besser.

Der ebenfalls glänzend aufspielende Wirtz (69.) und Moussa Diaby (72.) ließen weitere Chancen liegen. Zwischenzeitlich hatte Kramaric das Lattenkreuz getroffen, ehe Stiller und Dabbur die TSG zurück ins Spiel brachten.

(T.W.Lukyanenko--DTZ)

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