Deutsche Tageszeitung - Nachfolger von Todt: Ben Sulayem zum FIA-Präsidenten gewählt

Nachfolger von Todt: Ben Sulayem zum FIA-Präsidenten gewählt


Nachfolger von Todt: Ben Sulayem zum FIA-Präsidenten gewählt
Nachfolger von Todt: Ben Sulayem zum FIA-Präsidenten gewählt / Foto: ©

Der langjährige Rallye-Pilot Mohammed Ben Sulayem ist zum neuen Präsidenten des Automobil-Weltverbands FIA gewählt worden und tritt damit die Nachfolge von Jean Todt an. Der 60-Jährige aus den Vereinigten Arabischen Emiraten setzte sich am Freitag bei der Wahl in Paris mit gut 60 Prozent der Stimmen gegen den Briten Graham Stoker durch. Ben Sulayem ist damit der erste Nicht-Europäer an der Spitze der FIA.

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Todt, einstiger Ferrari-Teamchef und langjähriger Weggefährte von Formel-1-Rekordweltmeister Michael Schumacher, stand zwölf Jahre lang an der Spitze des Weltverbandes. Stoker arbeitete eng mit dem Franzosen zusammen und sollte dessen Weg fortführen, der Brite hätte bei einem Wahlsieg auch den langjährigen ADAC-Sport-Präsidenten Hermann Tomczyk als Vizepräsidenten für Europa bestätigt.

Ben Sulayem hatte im Wahlkampf für mehr Transparenz und Demokratie geworben und zudem eine Verbesserung der Zugänglichkeit des Motorsports in Aussicht gestellt, sowohl mit Blick auf die finanziellen Hürden als auch auf die weltweite Verbreitung. "Ich möchte bessere und erschwingliche Wege für junge Fahrer schaffen", sagte er dem Fachmagazin Autosport: "Das ist der Wandel. Man kann nicht einfach wiederholen, was der vorherige Präsident getan hat, das funktioniert nicht. Es gibt ja neue Herausforderungen."

Ben Sulayem war seit den 1980er-Jahren bester Rallye-Fahrer aus dem arabischen Raum, gewann 14 Meistertitel in der FIA Middle East Championship und startete auch in der Rallye-WM. In seiner anschließenden Karriere als Funktionär wurde er als erster Araber in den Motorsport-Weltrat der FIA gewählt und war seit 2008 einer der FIA-Vizepräsidenten.

Zu seinem Kabinett gehören nun zahlreiche erfahrene Größen aus dem Bereich des Motorsports, etwa der einstige britische Rallye-Fahrer Robert Reid als Stellvertreter. Überraschend kam die Nominierung von Fabiana Ecclestone. Die Ehefrau des langjährigen Formel-1-Chefs Bernie Ecclestone soll als Vizepräsidentin Sport für Südamerika zuständig sein.

(T.W.Lukyanenko--DTZ)

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