Deutsche Tageszeitung - Zuschauer: Politik sieht vorerst keine Öffnungen - Watzke moniert "Symbolpolitik"

Zuschauer: Politik sieht vorerst keine Öffnungen - Watzke moniert "Symbolpolitik"


Zuschauer: Politik sieht vorerst keine Öffnungen - Watzke moniert "Symbolpolitik"
Zuschauer: Politik sieht vorerst keine Öffnungen - Watzke moniert "Symbolpolitik" / Foto: ©

Vorerst keine Öffnungen für Zuschauer - und viel Unverständnis aus dem Profifußball: Bund und Länder haben sich am Montag mit Blick auf überregionale Großveranstaltungen auf eine "konsequente" Fortführung der bestehenden Maßnahmen geeinigt. Damit werden die Fußball-Bundesliga und weitere deutsche Profiligen vorerst weiterhin vor wenigen bis gar keinen Zuschauern spielen.

Textgröße ändern:

"Es wurde immer geklagt, der Fußball bekomme in Deutschland Sonderrechte", sagte Borussia Dortmunds Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke noch am Montagabend der Bild-Zeitung: "Das Gegenteil ist gerade der Fall. Der Fußball wird zum Opfer von Symbolpolitik." Es sei bitter, dass "die Mehrheit der MPK-Teilnehmer nach zwei Jahren nur an Verbote denkt und nicht auch an ein Mindestmaß an Möglichkeiten und logischen Entscheidungen. Wir werden uns die Beschlüsse des Landes NRW genau anschauen und prüfen, ob wir sie im Eilverfahren kontrollieren lassen."

Auch die Deutsche Fußball Liga (DFL) als Interessenvertretung der Profiklubs zeigt wenig Verständnis für die Zurückhaltung der Politik in dieser Frage. Es sei "weiterhin nicht nachvollziehbar, dass der Profisport aktuell an vielen Stellen objektiv schlechter gestellt ist als andere Lebensbereiche", ließ DFL-Geschäftsführerin Donata Hopfen mitteilen.

Die Eindämmung der Pandemie genieße "selbstredend Priorität, erst recht angesichts der Omikron-Welle", so Hopfen: "Im Sinne des gesamten Profisports wäre es dennoch wichtig gewesen, schon jetzt mit Blick auf die Zulassung von Fans Einigkeit über differenzierte Szenarien zu erzielen, die sich an der jeweiligen Pandemie-Lage orientieren. Klubs und Ligen hätten auf diese Weise zumindest etwas Planungssicherheit."

Einigkeit erzielten Bund und Länder darüber, dass "es bei der Durchführung von Großveranstaltungen einer Vereinheitlichung der bestehenden Regelungen bedarf". Eine solche soll nun bis zum 9. Februar erarbeitet und vereinbart werden. Derzeit gelten in den Bundesländern unterschiedliche Höchstgrenzen für die Zuschauerzulassung.

(M.Travkina--DTZ)

Empfohlen

Nach Krösche-Gerüchten: Frankfurt betont "Geschlossenheit"

Alles wie gehabt bei Eintracht Frankfurt? Der große Knall ist bei der Aufsichtsratssitzung des Fußball-Bundesligisten am Mittwoch jedenfalls ausgeblieben, Markus Krösche bekleidet weiter das Amt des Sportvorstandes. "Veränderungen in der Vorstandsstruktur oder sonstige Personalthemen waren nicht Gegenstand der Sitzung", teilte die Eintracht mit.

Basketball: Nyara Sabally im deutschen WM-Kader

Gute Nachricht für die deutschen Basketballerinnen: WNBA-Profi Nyara Sabally steht im Kader für die anstehende Heim-WM in Berlin. Die 26-Jährige, die zuletzt von einer Wadenverletzung geplagt war, wurde am Mittwoch von Bundestrainer Olaf Lange in das zwölfköpfige Aufgebot für das Turnier (4. bis 13. September) berufen. Als letzte Spielerin wurde Patricia Broßmann aus dem Kader gestrichen.

Medien: DFB will Kompass-Modell durchsetzen

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hat die Regionalliga-Reform offenbar zur Chefsache erklärt. Wie Bild und kicker am Mittwoch berichteten, will der Dachverband auf seinem im Herbst stattfindenden Bundestag das Kompass-Modell beschließen und damit die festgefahrene Causa klären. Auf SID-Anfrage erklärte der DFB, man strebe eine "zeitnahe Lösung des Problems" an, zunächst werde Präsident Bernd Neuendorf aber "interne Gespräche" führen.

Ellbogenbruch: Golfprofi Schmid fällt lange aus

Für den deutschen Golfprofi Matti Schmid ist das erfolgreichste Jahr seiner Karriere wohl vorzeitig beendet. Der 28-Jährige aus Herzogenaurach hat sich bei einem Sturz den Ellbogen gebrochen und fällt mehrere Monate aus. Dies teilte Schmid bei Instagram mit.

Textgröße ändern: