Deutsche Tageszeitung - Nach Klage gegen die NFL: Flores "weiß um das Risiko"

Nach Klage gegen die NFL: Flores "weiß um das Risiko"


Nach Klage gegen die NFL: Flores "weiß um das Risiko"
Nach Klage gegen die NFL: Flores "weiß um das Risiko" / Foto: ©

Der bei den Miami Dolphins entlassene Football-Coach Brian Flores ist sich nach seiner Klage gegen die NFL und drei Teams der Gefahr für seine Trainerkarriere bewusst. "Ich weiß um das Risiko, und ja, es war eine schwierige Entscheidung. Ich habe lange gezögert", sagte er am Mittwoch in einem Interview mit CBS.

Textgröße ändern:

Auch wenn er das Coaching liebe und jungen Menschen dabei helfen wolle, "ihr Potenzial auszuschöpfen und bestmögliche Spieler zu werden", sei ihm seine Klage ein wichtiges Anliegen gewesen. "Wir stehen an einem Scheideweg. Entweder wir machen so weiter, oder wir schlagen eine andere Richtung ein und nehmen echte Veränderungen vor", sagte er weiter.

Flores (40) hatte am Dienstag seine Klage an einem Bezirksgericht im Bundesstaat New York eingereicht. Die Liga sei "in gewisser Weise rassistisch getrennt und wird wie eine Plantage geführt", hieß es in der Anklageschrift: "Die 32 Teambesitzer - keiner von ihnen schwarz - profitieren erheblich von der Arbeit der NFL-Spieler, von denen 70 Prozent Schwarze sind."

Auch hatte Flores behauptet, dass ihm Dolphins-Besitzer Stephen Ross in der Saison 2019/20 100.000 Dollar für jede Niederlage geboten habe. Eine schlechtere Bilanz verbessert die Ausgangsposition im Draft. Ross wies dies scharf zurück. "Seine Behauptungen sind falsch, böswillig und verleumderisch", teilte der Unternehmer mit. Er könne die Vorwürfe als "integrer Mann nicht stehen lassen, ohne zu antworten". Der Klub werde bei der Aufklärung "uneingeschränkt" mit der NFL kooperieren.

Der schwarze Coach Flores nimmt sich neben seinem Ex-Klub auch die New York Giants und die Denver Broncos vor, bei denen er als Kandidat gehandelt worden war, den Job aber nicht bekam. Angelegt ist der Fall als Sammelklage. Die NFL wehrte sich umgehend gegen die "unbegründeten" Vorwürfe des langjährigen Scouts der New England Patriots.

(B.Izyumov--DTZ)

Empfohlen

WM-Bewerbung: DFB will Ende des FIFA-Machtkampfs abwarten

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) will mit Blick auf seine anvisierte Bewerbung um die Ausrichtung der WM-Endrunde 2038 oder 2042 das Ende des Machtkampfs um Präsident Gianni Infantino beim Weltverband FIFA abwarten. Bemühungen in diese Richtung ergäben erst nach der Wahl eines neuen FIFA-Präsidenten Sinn, sagte DFB-Vizepräsident Hansa-Joachim Watzke im Deutschlandfunk.

Premier League gibt fünfmal so viel wie Bundesliga aus

Völlig losgelöst: Die englische Premiere League schwebt finanziell weiterhin in schwindelerregenden Dimensionen. Die schwerreichen Klubs von der Insel gaben in diesem Transfersommer unfassbare 4,12 Milliarden Euro für neue Spieler aus - mehr als fünfmal so viel wie die Bundesliga. Allein neun der zehn teuersten Einkäufe tätigten Manchester City, Liverpool und Co.

Nach Tour-Sturz: Lipowitz vor Comeback

Radprofi Florian Lipowitz gibt rund sieben Wochen nach seinem schweren Sturz bei der Tour de France sein Comeback. Wie sein Team Red Bull-Bora-hansgrohe am Mittwoch bekannt gab, soll der 25-Jährige am 9. September beim Giro della Toscana in Italien an den Start gehen.

Carro über FIFA-Präsidentschaft: "Führen Kampf gegen Infantino"

Bayer Leverkusens Geschäftsführer Fernando Carro hat sich mit deutlichen Worten in der Debatte um Gianni Infantino gegen den umstrittenen FIFA-Präsidenten geäußert. "Wir führen jetzt einen Kampf gegen Infantino - und den müssen wir gewinnen", betonte der 62-Jährige in der Sport Bild.

Textgröße ändern: