Deutsche Tageszeitung - Skispringerinnen dürfen erstmals fliegen

Skispringerinnen dürfen erstmals fliegen


Skispringerinnen dürfen erstmals fliegen
Skispringerinnen dürfen erstmals fliegen / Foto: © SID

Die Skispringerinnen haben einen großen Erfolg im Kampf um "Schanzengleichheit" gefeiert und dürfen in der kommenden Saison ihren ersten Wettkampf im Skifliegen austragen. Wie das zuständige Unterkomitee des Weltverbandes FIS am Mittwoch einstimmig beschloss, soll auf der größten Schanze der Welt, dem "Monsterbakken" im norwegischen Vikersund, eine Frauen-Konkurrenz stattfinden.

Textgröße ändern:

"Wir sind darüber einig gewesen, den Frauen diese Tür zu öffnen", hieß es in einer Mitteilung des Komitees: "Es gibt immer noch viele Bedenken und Ängste hinsichtlich der Sicherheit und weiterer Aspekte, aber der Zeitpunkt ist der richtige, um die Frauen von einer Skiflugschanze starten zu lassen."

Der Wettbewerb soll nicht zum Weltcup zählen, da nur Springerinnen über 18 Jahre zur Teilnahme zugelassen sind. Geplant ist, dass die 15 besten volljährigen Athletinnen des Weltcups im Rahmen der Raw-Air-Tour voraussichtlich im März teilnehmen sollen. Das übergeordnete Skisprung-Komitee muss die Entscheidung am 9. Mai noch absegnen.

Bislang durften Frauen nur mit Sondererlaubnis im Rahmenprogramm von Männer-Wettbewerben einzelne Probeflüge absolvieren. Den Weltrekord hält seit 2003 die Österreicherin Daniela Iraschko-Stolz mit am Kulm in Bad Mitterndorf erzielten 200 m. Seit langem hatten die Springerinnen um die Aufnahme von Flug-Wettbewerben in ihren Wettkampf-Kalender gerungen.

Auf die Skisprung-Männer wartet die längste Weltcup-Saison der Geschichte. Diese beginnt am 5. November 2022 in polnischen Wisla und endet fünf Monate später am 2. April 2023 im slowenischen Planica. Dies geht aus dem vorläufigen Kalender hervor, den das FIS-Komitee ebenfalls am Mittwoch verabschiedete.

In Deutschland springen die Männer in Titisee-Neustadt (10./11. Dezember), bei der Vierschanzentournee in Oberstdorf (29. Dezember) und Garmisch-Partenkirchen (1. Januar) sowie in Willingen (3. bis 5. Februar).

Bei den Frauen wird die "Silvestertournee" als Pendant zur Vierschanzentournee ausgedehnt und beinhaltet jetzt vier Springen in Villach/Österreich und Ljubno/Slowenien. Der Weltcup beginnt am 3. Dezember 2022 in Lillehammer/Norwegen und endet am 24. März in Lahti/Finnland.

Deutsche Stationen sind Titisee-Neustadt (9./10. Dezember), Hinterzarten (28./29. Januar) und Willingen (3. bis 5. Februar). Saisonhöhepunkt bei Männern und Frauen ist die Nordische Ski-WM in Planica (21. Februar bis 5. März).

(U.Stolizkaya--DTZ)

Empfohlen

Überraschung in Shanghai: Müder Zverev verpasst Finale

Kalte Dusche in der Sauna von Shanghai: Alexander Zverev hat beim ATP-Masters in der chinesischen Megametropole den Einzug ins Endspiel verpasst. In einem lange Zeit engen Halbfinale unterlag die designierte Nummer eins der Welt dem zähen Spanier Alejandro Davidovich Fokina 7:5, 4:6, 3:6 und wirkte in der entscheidenden Phase gegen den Weltranglisten-26. ausgelaugt.

Tischtennis-EM: Qiu entthront Titelverteidiger Lebrun

Dang Qiu hat bei der Tischtennis-Europameisterschaft in Ljubljana ein Ausrufezeichen gesetzt und dem Deutschen Tischtennis-Bund (DTTB) die erste Einzelmedaille gesichert. Der Europameister von 2022 entthronte im Viertelfinale den französischen Titelverteidiger Alexis Lebrun mit einer bärenstarken Vorstellung und zog durch ein souveränes 4:1 ins Halbfinale ein. Damit hat der 29-Jährige mindestens Bronze sicher.

Bahnrad-WM: Grabosch gewinnt Zeitfahr-Gold

Sprinterin Pauline Grabosch hat bei der Bahnrad-WM in Shanghai die Goldmedaille im Zeitfahren gewonnen. Die 28-Jährige aus Magdeburg war am vorletzten Wettkampftag im Finale über die 1000 m in 1:04,572 Minuten nicht zu schlagen und bescherte dem deutschen Verband German Cycling in China den ersten Titel.

Bahnrad-WM: Grabosch auf Goldkurs - Klein fährt um Bronze

Sprinterin Pauline Grabosch greift bei der Bahnrad-WM in Shanghai nach der Goldmedaille, Lisa Klein fährt um Bronze. Die Magdeburgerin Grabosch setzte am vorletzten Wettkampftag in der Qualifikation im Zeitfahren über die 1000 m in 1:03,804 Minuten die klare Bestzeit. Der Saarbrückerin Klein gelang in der Einerverfolgung der Sprung ins kleine Finale.

Textgröße ändern: