Deutsche Tageszeitung - Invictus Games: Prinz Harry lobt ukrainisches Team

Invictus Games: Prinz Harry lobt ukrainisches Team


Invictus Games: Prinz Harry lobt ukrainisches Team
Invictus Games: Prinz Harry lobt ukrainisches Team / Foto: © SID

Der britische Prinz Harry (37) hat bei der Eröffnungsfeier der Invictus Games, der Spiele der Kriegsversehrten, den Mut des ukrainischen Teams hervorgehoben. "Eure Tapferkeit und eure Entscheidung, hierher zu kommen und heute Abend hier zu sein, kann nicht hoch genug eingeschätzt werden", sagte der Herzog von Sussex bei der Zeremonie im niederländischen Den Haag.

Textgröße ändern:

Seine Frau Meghan fügte auf Ukrainisch hinzu: "Ruhm für die Ukraine". Weiter wandte sich die 40-Jährige an die ukrainische Mannschaft, die trotz des von Russland am 24. Februar angeordneten Einmarsches zu den Spielen gereist war.

Prinz Harry ergänzte, die ukrainische Mannschaft habe ihm vom Wunsch erzählt, "trotz aller Widrigkeiten teilzunehmen. Nicht nur, um eure Stärke zu zeigen, sondern um eure Wahrheit zu sagen. Die Wahrheit über das, was in eurem Land geschieht. Ihr wisst, dass wir an eurer Seite stehen. Die Welt ist mit euch vereint."

Der niederländische Premierminister Mark Rutte erklärte bei der Zeremonie, dass einige Mitglieder des ukrainischen Teams nicht an den Spielen teilnehmen könnten, da sie "an der Front kämpfen".

"Natürlich denken wir an die Ukrainer in der Invictus-Gemeinschaft, die den höchsten Preis für ihren Kampf im Krieg bezahlt haben. Wir stehen alle hinter euch", sagte er. Nach Angaben des Teams der Ukraine sind seit 2014 mindestens vier Mitglieder der dortigen Invictus-Gemeinschaft bei Kämpfen in der Heimat ums Leben gekommen.

Harry, der selbst als Soldat in Afghanistan war, hatte die Invictus Games 2014 ins Leben gerufen. Die vergangenen zwei Jahre hatten die Spiele coronabedingt nicht stattfinden können. Die Wettkämpfe laufen bis zum kommenden Freitag. Auch Deutschland, Gastgeber vom 9. bis 16. September 2023 in Düsseldorf, ist in Den Haag vertreten.

(S.A.Dudajev--DTZ)

Empfohlen

Tischtennis-EM: Kaufmann, Mittelham und Qiu sichern Medaillen

Annett Kaufmann, Nina Mittelham und Dang Qiu haben dem Deutschen Tischtennis-Bund (DTTB) bei den Europameisterschaften in Ljubljana drei Medaillen im Einzel gesichert. Während Junioren-Weltmeisterin Kaufmann im rein deutschen Viertelfinale gegen die erfahrene Defensivspezialistin Han Ying überraschend deutlich mit 4:0 triumphierte, entthronte Ex-Europameister Qiu den französischen Titelverteidiger Alexis Lebrun mit 4:1. Die beiden haben damit bereits ebenso Bronze sicher wie Mittelham, die nach ihrem 4:1 gegen die Rumänin Bernadette Szöcs im Halbfinale am Sonntag (13.00) auf Kaufmann trifft. Die Siegerin hat Silber sicher.

Vier Elfmeter: Elversberg rettet wilden Sieg gegen Augsburg

Mit teilweise berauschendem Vollgasfußball ist Bundesliga-Neuling SV Elversberg in einem wilden Spiel zum nächsten Sieg gestürmt, hat am Ende aber kräftig zittern müssen. Die Saarländer gewannen am Samstagnachmittag gegen den FC Augsburg in einer Partie mit insgesamt vier Elfmetern mit 4:3 (3:1) und sorgten nach ihrem Traumstart zu Saisonbeginn damit erneut für Furore. Für Elversberg, mit 13.000 Einwohnern der kleinste Standort der Ligahistorie, war es im sechsten Spiel bereits der dritte Erfolg.

Nach Königsklassen-Pleite: BVB strauchelt bei Union

Borussia Dortmund ist nach dem Rückschlag in der Champions League erneut in der Fußball-Bundesliga gestrauchelt. Die Mannschaft von Trainer Niko Kovac kam drei Tage nach der Pleite bei FK Bodö/Glimt (0:1) nicht über ein 0:0 bei Union Berlin hinaus. Dennoch thront der BVB vorerst an der Tabellenspitze, die unmittelbaren Konkurrenten könnten die Dortmunder jedoch schnell wieder stürzen.

Hamburg setzt Siegesserie fort

Riesenjubel im Norden, Tristesse bei den Europa-Experten aus dem Schwabenland: Der Hamburger SV hat die "Liga-Krise" des VfB Stuttgart verschärft und den dritten Bundesligasieg in Folge gefeiert. Nach einer hochintensiven Partie gewann der HSV mit 1:0 (0:0) - für den favorisierten VfB bedeutet dies vor dem Duell mit Atlético Madrid in der Champions League am Dienstag den nächsten Dämpfer.

Textgröße ändern: