Deutsche Tageszeitung - RB Leipzig kämpft sich ins Pokalfinale

RB Leipzig kämpft sich ins Pokalfinale


RB Leipzig kämpft sich ins Pokalfinale
RB Leipzig kämpft sich ins Pokalfinale / Foto: © SID

RB Leipzigs Double-Jäger sind nach hartem Kampf zum dritten Mal ins DFB-Pokalfinale eingezogen und haben im Berliner Olympiastadion ein Rendezvous mit der Geschichte. Trotz Rückstand rang der klare Favorit ein leidenschaftliches Union Berlin im Halbfinale mit 2:1 (0:1) nieder. Am 21. Mai soll nun im Endspiel gegen den SC Freiburg der erste Titel der jungen Vereinsgeschichte her.

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Andre Silva (61./Foulelfmeter nach Videobeweis) und der eingewechselte Emil Forsberg (90.+2) schossen den Bundesliga-Vizemeister in die Hauptstadt, nachdem Sheraldo Becker den Underdog (25.) im ersten Durchgang in Führung gebracht hatte. Durch den dritten Finaleinzug nach 2019 und 2021 wahrte RB auch die Chance auf das Titel-Doppel. Die Sachsen können neben dem Pokal auch noch die Europa League gewinnen, wo sie im Halbfinale (28. April/5. Mai) die Glasgow Rangers auf dem Weg ins Endspiel von Sevilla (18. Mai) ausschalten müssen.

Für Union Berlin ist indessen der Traum vom Pokal-Triumph im Stadion des Stadtrivalen Hertha BSC geplatzt. 21 Jahre, nachdem der damalige Drittligist im Finale 0:2 gegen Schalke 04 verloren hatte, hätte Union wieder ins Endspiel einziehen können. Somit datiert der einzige Titel der Köpenicker weiterhin aus dem Jahr 1968, als sie in der DDR den FDGB-Pokal im Finale gegen Carl Zeiss Jena geholt hatten.

"Wir brauchen ein optimales Spiel, um für eine Überraschung zu sorgen", hatte Fischer vor der Partie gesagt. Doch auf Chancen musste er zu Beginn einer intensiven Begegnung mit vielen Zweikämpfen warten. Union ließ die Leipziger erwartungsgemäß oft anlaufen, wobei die Gastgeber nur mit Mühe durch die Reihen kamen. Auch die Gäste taten sich im Spielaufbau schwer.

Kein Wunder, dass die erste Gelegenheit der Gäste einem Eckball folgte. Grischa Prömel (14.) scheiterte nach Hereingabe von Christopher Trimmel mit einem abgefälschten Schuss erst an RB-Torwart Peter Gulacsi und dann am Außennetz. Unmittelbar danach begannen die 6700 Union-Fans ihre Mannschaft lautstark anzufeuern, nachdem sie die ersten 15 Minuten aus Protest gegen RB geschwiegen hatten.

Leipzig hatte Probleme mit den laufstarken Köpenickern, die besonders im Eins-gegen-Eins giftig waren. Und offensiv wurden sie mutiger: Nach Ablage von Taiwo Awoniyi zirkelte Trimmel den Ball von rechts auf den zweiten Pfosten, wo Becker eiskalt ins lange Eck abschloss. Richtig gefährlich wurde RB erst gegen Ende der ersten Halbzeit. Nach starker Kombination über mehrere Stationen zielte Silva (37.) nur wenige Meter rechts neben das Tor.

Nach der Pause machte Leipzig Druck, wirklich zwingend wurden die Angriffe zuerst jedoch nicht. Vielmehr verpasste Union das zweite Tor, weil Awoniyi (57.) nach Pass von Becker am Ball vorbeirutschte. RB kam erst wieder zurück ins Spiel, als Unions Paul Jaeckel Christopher Nkunku im Strafraum von den Beinen holte und Schiedsrichter Felix Brych nach Ansicht der Videobilder auf den Punkt zeigte - Silva verwandelte sicher. Leipzig drängte im Anschluss auf die Entscheidung und wurde durch Forsbergs Kopfball spät belohnt.

(V.Sørensen--DTZ)

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