Deutsche Tageszeitung - Klopp und Liverpool träumen vom Quadruple

Klopp und Liverpool träumen vom Quadruple


Klopp und Liverpool träumen vom Quadruple
Klopp und Liverpool träumen vom Quadruple / Foto: © SID

Jubel bei Jürgen Klopp: Der FC Liverpool träumt weiter vom historischen Quadruple. Die nervenstarken Reds zogen durch ein 3:2 (0:2) beim Bayern-Schreck FC Villarreal ins Finale der Champions League ein und treffen am 28. Mai im Stade de France auf Manchester City oder Real Madrid. Für Teammanager Klopp ist es nach der Niederlage 2018 und dem Triumph 2019 bereits die dritte Königsklassen-Endspielteilnahme mit Liverpool.

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Fabinho (62.), der starke Joker Luis Diaz (67.) und Sadio Mane (74.) erzielten in der überzeugenden zweiten Halbzeit der Gäste die erlösenden Treffer im Estadio de la Ceramica. Villarreal hoffte nach dem 0:2 im Hinspiel an der Anfield Road und den Toren von Boulaye Dia (3.) und Francis Coquelin (41.) am Ende vergeblich auf ein Wunder. Die letzten Minuten bestritten die Gastgeber nach Gelb-Rot gegen Etienne Capoue (86., wiederholtes Foulspiel) in Unterzahl.

Der Europa-League-Sieger darf dennoch mit Stolz auf die Saison in der Königsklasse zurückblicken. Vor dem FC Bayern hatte die Mannschaft von Trainer Unai Emery im Achtelfinale den italienischen Fußball-Rekordmeister Juventus Turin ausgeschaltet.

Liverpool, das erst eine Niederlage in diesem Jahr kassierte, hat das Quadruple derweil weiter im Blick: Bereits im Februar hat der Traditionsklub den Ligapokal gewonnen. Im FA Cup wartet im Endspiel am 14. Mai der FC Chelsea, in der Premier League liegen die Reds nur einen Punkt hinter Tabellenführer Manchester City.

Klopp hatte vor dem Anpfiff im mit 23.500 Zuschauern ausverkauften Hexenkessel in Villarreal vor Hochmut gewarnt. "Wir ignorieren das Hinspiel-Ergebnis. Wir wissen, dass sie alles geben werden, was sie haben", sagte der 54-Jährige, der seinen Vertrag erst nach dem Hinspiel bis 2026 verlängert hatte.

Der ehemalige Dortmunder Meistermacher sah sich schnell bestätigt. Das "Gelbe U-Boot" tauchte schon in der Anfangsphase öfters im Liverpooler Strafraum auf als im gesamten ersten Duell. Die Gastgeber belohnten sich durch Dia schnell für ihren mutigen Auftritt, Emery jubelte ausgelassen.

Liverpool schien überrascht und tat sich mit dem Pressing des Außenseiters schwer. Das gefürchtete Tempo- und Kombinationsspiel der Gäste, die mit der makellosen Bilanz von fünf Siegen in fünf Auswärtsspielen in dieser Königsklassen-Saison angereist waren, kam in der ersten Halbzeit überhaupt nicht in Schwung.

Klopp war sichtlich unzufrieden und ruderte an der Seitenlinie wild mit den Armen. Es half nichts. Villarreal blieb das gefährlichere Team. Reds-Torhüter Alisson Becker riskierte gegen den durchgebrochenen Giovani Lo Celso Kopf und Kragen (37.). Fünf Minuten später war er gegen den Kopfball von Coquelin aber machtlos.

Klopp reagierte und brachte nach dem Wechsel Diaz für Diogo Jota - eine gute Entscheidung. Liverpool wurde dominanter, Villarreal zog sich mehr zurück. Ein abgefälschter Distanzschuss von Trent Alexander-Arnold klatschte auf die Latte (55.). Die Gäste erhöhten nun den Druck und belohnten sich durch Fabinho. Torhüter Geronimo Rulli sah dabei unglücklich aus. Diaz sorgte per Kopf für den Ausgleich, Mane machte danach alles klar. Dabei patzte Rulli erneut.

(T.W.Lukyanenko--DTZ)

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