Deutsche Tageszeitung - Final-Chaos: UEFA entschuldigt sich bei den Zuschauern

Final-Chaos: UEFA entschuldigt sich bei den Zuschauern


Final-Chaos: UEFA entschuldigt sich bei den Zuschauern
Final-Chaos: UEFA entschuldigt sich bei den Zuschauern / Foto: © SID

Sechs Tage nach dem Chaos beim Finale der Champions League hat sich die Europäische Fußball-Union (UEFA) bei den Zuschauern entschuldigt. "Kein Fußballfan sollte in eine solche Situation gebracht werden, und es darf nicht wieder passieren", hieß es in einer Erklärung, die der Kontinentalverband am Freitagabend veröffentlichte. Darin wurden die Fans angesprochen, die "beängstigende und erschreckende Ereignisse" vor dem Endspiel am vergangenen Samstag in Paris "erleben oder beobachten mussten".

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Die UEFA betonte noch einmal, dass sie eine unabhängige Untersuchung der Vorfälle unter Leitung des ehemaligen portugiesischen Umweltministers Tiago Brandao Rodrigues eingeleitet habe. Sie soll "Mängel und Verantwortlichkeiten aller an der Organisation des Endspiels beteiligten Stellen ermitteln".

Zuvor hatte Champions-League-Sieger Real Madrid seine Fans verteidigt und eine Aufklärung der Ereignisse gefordert. "Wir möchten Antworten und Erklärungen, wer dafür verantwortlich ist, dass die Fans hilflos und schutzlos zurückgelassen wurden", teilte der spanische Rekordmeister am Freitag in einer Stellungnahme mit.

Anstelle eines Fußballfests sei das Endspiel der Königsklasse, das die Königlichen gegen den FC Liverpool 1:0 am vergangenen Samstag gewonnen hatten, für viele Fans zu einem "unglücklichen Ereignis" geworden, das "weltweit für tiefe Empörung" gesorgt habe. Das Finale im Stade de France von St. Denis war erst mit 37 Minuten Verspätung angepfiffen worden, nachdem es chaotische Szenen rund um das Stadion gegeben hatte.

Vor den Eingängen hatten sich lange Schlangen gebildet, es kam zu großem Gedränge, die Polizei schritt dabei auch mit Tränengas ein.

Aufnahmen hätten gezeigt, dass "viele der Fans gewalttätig angegriffen, belästigt und ausgeraubt" worden seien, schrieben die Madrilenen: "Der Fußball hat der Welt ein Bild vermittelt, das weit entfernt ist von den Werten und Zielen, die er immer verfolgen muss."

Bei den Vorfällen am Samstag hatte es insgesamt 238 Verletzte und 105 Festnahmen gegeben, rund 2700 Fans mit gültigem Ticket konnten das Stadion nicht betreten. Nach Erkenntnissen der französischen Regierung hatte ein gewaltiger Betrug mit Eintrittskarten zu den Schwierigkeiten am Stade de France geführt.

(M.Travkina--DTZ)

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