Deutsche Tageszeitung - Nachwuchs beschäftigt Bradl: "Wird eine Megaflaute geben"

Nachwuchs beschäftigt Bradl: "Wird eine Megaflaute geben"


Nachwuchs beschäftigt Bradl: "Wird eine Megaflaute geben"
Nachwuchs beschäftigt Bradl: "Wird eine Megaflaute geben" / Foto: © SID

Der frühere Weltmeister Stefan Bradl (Zahling) macht sich weiter große Sorgen um den deutschen Motorrad-Nachwuchs und zeichnet ein düsteres Bild. "Es wird so schnell nicht mehr passieren, dass ein Deutscher im Grand Prix in der MotoGP am Start steht", sagte der 32-Jährige dem Sport-Informations-Dienst (SID) vor seinem Einsatz am Wochenende auf dem Sachsenring, "in Zukunft wird es da eine Megaflaute geben, wenn man es realistisch sieht."

Textgröße ändern:

Bradl, Moto2-Champion von 2011, ist am Sonntag (14.00 Uhr/ServusTV und DAZN) in der Königsklasse als Ersatzmann für den Spanier Marc Marquez dabei, der erneut wegen einer Oberarm-OP fehlt. Zweiter deutscher Pilot beim Heimrennen ist Marcel Schrötter (Moto2). Der Vilgertshofener tritt in dieser Saison erneut als einziger WM-Fixstarter mit deutschem Pass an.

Um etwas zu ändern, hat Bradl ein Nachwuchsprojekt ins Leben gerufen. "Ich versuche, etwas möglich zu machen und dem Motorsport etwas zurückzugeben", erklärte der Honda-Fahrer. Man solle "nicht aufgeben mit dem deutschen Nachwuchs. Es gibt nicht viele Leute, die wissen, wie der Weg nach oben funktionieren kann. Aber ich bin definitiv einer davon".

Grundsätzlich ist es laut Bradl eben "nicht so, dass wir in Deutschland jede Menge Ressourcen in der Pipeline haben. Wir müssen das zusammenzukratzen, was irgendwie möglich ist. Das versuche ich mithilfe meiner Sponsoren".

Allerdings sei es bis zum WM-Aufstieg "noch ein ganz, ganz weiter Weg. Die Jungs und Mädels, die wir gescoutet haben, sind noch ganz am Anfang und sehr jung", sagte Bradl: "Es sind ein paar Kandidaten dabei, die ganz ordentlich sind, aber der Weg nach oben ist extrem steinig."

(Y.Leyard--DTZ)

Empfohlen

Gladbacher Matchwinner Mohya: "Top, top, top"

Im Mittelpunkt des Gladbacher Jubels über den erhofften Befreiungsschlag stand ein 17-Jähriger: Wael Mohya war nach dem 3:2 (1:1) der Borussia beim VfB Stuttgart mit einem Tor und einer Vorlage der Mann des Abends.

Rummenigge über Kane: "Alle lieben Harry"

Karl-Heinz Rummenigge hat sich in die große Riege der "Fans" von Harry Kane eingereiht und den Topfavoriten auf den Ballon d'Or schon vor der Vergabe des Goldenen Balles als würdigen Preisträger geadelt. Kane überzeuge nicht nur mit herausragenden Statistiken und als "Quarterback" auf dem Platz, sondern auch als "Gegenentwurf" des modernen, viel zu oft auf bloße Inszenierung bedachten Fußballers, schrieb der frühere Bayern-Boss in Münchner Merkur/tz.

Formel 1: Antonelli Zweiter im Training von Austin

WM-Spitzenreiter Kimi Antonelli kann trotz eines nicht perfekten Auftakts in Austin auf den entscheidenden Schritt in Richtung Titelgewinn in der Formel 1 hoffen. Am Trainingsfreitag in Texas belegte der 20-jährige Italiener den zweiten Platz hinter Charles Leclerc (1:35,291 Minuten) und war dabei nur 42 Tausendstelsekunden langsamer als der Ferrari-Pilot.

Gladbach wendet historischen Fehlstart ab

Borussia Mönchengladbach hat einen historischen Bundesliga-Fehlstart abgewendet. Die arg gebeutelte Mannschaft von Trainer Alexander Blessin siegte überraschend, aber verdient beim VfB Stuttgart mit 3:2 (1:1) und holte nach sechs Niederlagen seit Saisonstart die ersten Punkte.

Textgröße ändern: