Deutsche Tageszeitung - DFB verzichtet auf Marketingslogan "Die Mannschaft"

DFB verzichtet auf Marketingslogan "Die Mannschaft"


DFB verzichtet auf Marketingslogan "Die Mannschaft"
DFB verzichtet auf Marketingslogan "Die Mannschaft" / Foto: © SID

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) wird den Marketingslogan "Die Mannschaft" für das Nationalteam künftig nicht mehr nutzen. Das beschlossen Aufsichtsrat und Gesellschafterversammlung auf dem DFB-Campus in Frankfurt einstimmig. Die Marke war seit 2015 verwendet worden. Allerdings wird der Slogan nicht sofort entfernt, so wird er bei der WM in Katar auf den Trikots noch zu sehen sein.

Textgröße ändern:

"Umfragen und Analysen haben ergeben, dass der Name 'Die Mannschaft' einen hohen Bekanntheitsgrad hat und besonders im Ausland Anerkennung findet. Da steht er für Werte wie Teamgeist und Erfolg", sagte DFB-Präsident Bernd Neuendorf: "Fakt ist aber auch, dass er in Fankreisen hierzulande mitunter kritisch gesehen und emotional diskutiert wird. Bedeutender als der Name ist aber ohnehin das Auftreten der Nationalmannschaft."

Grundlage der Entscheidung war laut DFB eine Analyse, "die unter anderem auf Auswertungen früherer und aktueller repräsentativer Umfragen sowie ausgewählten Expert*innen-Interviews basierte". Die Ergebnisse hätten "ein zuletzt gestiegenes Interesse an der Mannschaft und eine größere Zufriedenheit mit ihren Auftritten ebenso wie steigende Sympathiewerte für 'Die Mannschaft' belegt". Es habe sich "allerdings vor allem mit Blick auf die weitere Nutzung des Namens kein einheitliches Bild" ergeben.

Neuendorf hatte zuletzt angekündigt, bis Ende Juli über die Marke entscheiden zu wollen ("Ich bin kein Freund endloser Geschichten"). Oliver Bierhoff, DFB-Geschäftsführer Nationalmannschaften und Akademie, hatte sich offen für die Abschaffung des Begriffs gezeigt. Falls sich das Verbandspräsidium dafür entscheiden werde, könne er "damit leben", sagte Bierhoff, der als Schöpfer der Bezeichnung gilt.

(U.Beriyev--DTZ)

Empfohlen

Einspruch: Fall Ansah geht vors deutsche Sportschiedsgericht

Deutschlands Top-Sprinter Owen Ansah (Hamburg) hat bei der Nationalen Anti Doping Agentur (NADA) fristgerecht Einspruch gegen seine drohende Sperre von vier Jahren eingelegt. Damit geht der Fall des 200-m-Europameisters vor das deutsche Sportschiedsgericht (DIS).

Terzic nach Fehlstart mit Bilbao: "Trage die Verantwortung"

Edin Terzic hat nach dem Fehlstart von Athletic Bilbao in La Liga die Verantwortung für die ausbleibenden Ergebnisse übernommen. Nach dem 0:2 beim FC Barcelona und der zweiten Niederlage im zweiten Spiel hob der deutsche Trainer zugleich positive Ansätze seiner Mannschaft hervor.

Schröder zur Frauen-WM: "Natürlich drücken wir die Daumen"

Wenn die deutschen Basketballerinnen kommende Woche bei ihrer Heim-WM in Berlin auflaufen, ist ihnen die Unterstützung durch die Weltmeister sicher. "Natürlich drücken wir die Daumen", sagte Kapitän Dennis Schröder nach dem Doppelspieltag in Köln, wo am Donnerstag beide Nationalteams angetreten waren.

Frischer Impuls aus der Heimat: Messi kriegt neuen Trainer

Superstar Lionel Messi bekommt bei Inter Miami in der nordamerikanischen Profiliga MLS einen neuen Cheftrainer. Wie der amtierende Meister mitteilte, übernimmt Messis Landsmann Cristian "Kily" González das Amt vom bisherigen Interimscoach Guillermo Hoyos. Miami war zuletzt sportlich in eine Krise geraten, verlor vier der vergangenen fünf Ligaspiele. Der Rückstand des Tabellenzweiten auf Spitzenreiter Nashville wuchs in der Eastern Conference dadurch auf zehn Punkte an.

Textgröße ändern: