Deutsche Tageszeitung - Kanuslalom-WM: Herzog und Tasiadis holen Gold im Canadier

Kanuslalom-WM: Herzog und Tasiadis holen Gold im Canadier


Kanuslalom-WM: Herzog und Tasiadis holen Gold im Canadier
Kanuslalom-WM: Herzog und Tasiadis holen Gold im Canadier / Foto: © Thomas Lohnes/Thomas Lohnes

Die Tokio-Dritten Andrea Herzog und Sideris Tasiadis haben bei der Heim-WM in Augsburg die Titel im Canadier gewonnen. Die 22-Jährige aus Leipzig drehte im Eiskanal im letzten Teil des Laufs auf und triumphierte trotz Stangenberührung mit einem Vorsprung von 0,92 Sekunden auf Topfavoritin Jessica Fox aus Australien. Für sie war es der zweite Titel bei Weltmeisterschaften nach 2019.

Textgröße ändern:

"Es ist unfassbar. Ich kann gar nicht glauben, dass es passiert ist", sagte Herzog: "Vor dem eigenen Publikum eine Medaille zu gewinnen, ist schon krass." Der Augsburger Tasiadis setzte sich nach einem risikoreichen Lauf mit 1,18 Sekunden Vorsprung vor dem Slowaken Alexander Slafkovsky durch und holte sich auf der Heimstrecke sein erstes WM-Gold. Ex-Weltmeister Franz Anton gewann mit 1,61 Sekunden Rückstand Bronze.

Bei den Frauen war Titelverteidigerin Elena Lilik einen Tag nach der Bronzemedaille im Kajak als 16. des Halbfinals überraschend gescheitert. "Ich bin irgendwie nicht richtig reingekommen", sagte Lilik: "Ich weiß auch nicht, warum, aber es war schwer nach Samstag. Powermäßig hatte ich mich nicht so scheiße gefühlt, konzentrationsmäßig hatte ich Probleme. Aber ich hatte ja meinen magischen Moment."

Am Samstag war Lilik beim Triumph ihrer Teamkollegin Ricarda Funk Dritte geworden. Generell waren es erfolgreiche Titelkämpfe für den Deutschen Kanu-Verband (DKV): Am Mittwoch hatte Funk das Kajak-Team mit Lilik und Jasmin Schornberg im ersten Wettbewerb zur Goldmedaille geführt. Die Kajak-Herren um den Olympiadritten Hannes Aigner sicherten sich den Sieg ebenfalls fehlerfrei. Dazu gab es Silber für die Canadierfrauen um Herzog und Lilik.

Die erste Heim-Weltmeisterschaft seit 19 Jahren hatte wegen Niedrigwasser zwischenzeitlich auf der Kippe gestanden, erst kurzfristige Baumaßnahmen sorgten auf der Olympiastrecke von 1972 für Entspannung.

(V.Sørensen--DTZ)

Empfohlen

Nach Dopingsperre: Carl will "zweite Chance" nutzen

Skilanglauf-Olympiasiegerin Victoria Carl hofft kurz vor dem Ende ihrer Dopingsperre auf eine zweite Chance. "Jeder Mensch macht Fehler, und wir sind keine Maschinen. Jeder hat eine zweite Chance verdient, und ich möchte diese nutzen. Darauf trainiere ich hin", sagte die 31-Jährige am Mittwoch in einer Medienrunde.

Struff gewinnt deutsches Duell - nun gegen Djokovic?

Auch Davis-Cup-Kumpel Yannick Hanfmann kann den guten Lauf von Jan-Lennard Struff nicht stoppen. Wenige Tage nach seinem Finaleinzug in Brüssel hat Struff das deutsche Duell beim ATP-Turnier in Basel für sich entschieden. Dank des 6:4, 6:3 steht der Warsteiner im Achtelfinale - wo ein Highlightmatch gegen den Grand-Slam-Rekordsieger Novak Djokovic warten könnte.

Auch Real entschuldigt sich bei China für Mbappé-Kommentar

Nach dem Wirbel um einen mutmaßlichen Scherz von Fußball-Superstar Kylian Mbappé über Chinas Staatsgründer Mao Zedong hat sich nun auch Real Madrid offiziell entschuldigt. Der Klub wolle sich "beim chinesischen Volk für die Verstimmung entschuldigen, die durch die jüngsten Äußerungen unseres Spielers Kylian Mbappé möglicherweise entstanden ist", teilte der spanische Rekordmeister am Mittwoch mit.

Klaveness: FIFA-Kandidatur "kein wirkliches Thema" für mich

Norwegens Fußball-Verbandschefin Lise Klaveness (45) hat die Hoffnung der Europäer auf eine Alternative zu FIFA-Chef Gianni Infantino unterstrichen und vereinzelte Rufe nach einer eigenen Kandidatur zurückgewiesen. Ihr Verband habe international "eine Rolle gespielt, die nicht der effizienteste Weg ist, um Stimmen zu gewinnen", sagte Klaveness dem britischen Guardian: "Ich denke, wir haben uns sehr deutlich geäußert, deshalb glaube ich nicht, dass das diesmal für mich in Frage kommt, und es war auch kein wirkliches Thema für mich."

Textgröße ändern: