Deutsche Tageszeitung - Franzose schafft Weltumsegelung in vier Meter langem selbstgebautem Segelboot

Franzose schafft Weltumsegelung in vier Meter langem selbstgebautem Segelboot


Franzose schafft Weltumsegelung in vier Meter langem selbstgebautem Segelboot
Franzose schafft Weltumsegelung in vier Meter langem selbstgebautem Segelboot / Foto: © AFP

In einem nur vier Meter langen selbstgebauten Segelboot hat der Franzose Yann Quénet die Erde umsegelt. Am Dienstagabend beendete Quénet in der nordwestfranzösischen Bretagne seine dreijährige Weltreise an Bord der "Baluchon", die er für nur 4000 Euro gebaut hatte. "Es war ein alter Traum, und ich habe meinen Traum wahr gemacht", sagte der 53-Jährige nach seiner Ankunft im Hafen der Gemeinde Trébeurden.

Textgröße ändern:

Auf seinen letzten Metern wurde die "Baluchon" von etwa 20 Schiffen eskortiert. Schließlich ging Quénet von Bord und betrat barfuß feste Erde. Es sei "ein wenig traurig", dass die Weltreise jetzt zu Ende sei, sagte er der Nachrichtenagentur AFP. Er sei aber "gleichzeitig glücklich", seine Familie wiederzusehen. Außerdem werde er sich jetzt mit "neuen Projekten" beschäftigen.

Quénet hatte sein motorloses Boot in 400 Stunden Arbeit fertiggestellt. Im Frühjahr 2019 brach er auf und überquerte zunächst den Atlantik. Er segelte dann mit der "Baluchon" über den Pazifik zu den Marquesas-Inseln in Französisch-Polynesien. Nach Tahiti und Neukaledonien wollte der Franzose eigentlich Stationen in Neuseeland und Australien einlegen. Wegen der Corona-bedingten Schließung der Grenzen der beiden Länder musste er aber umdisponieren.

Er segelte deswegen in 77 Tagen von Neukaledoniens Hauptstadt Nouméa direkt zur nahe Madagaskar gelegenen französischen Insel La Réunion. Eine große Herausforderung waren dabei seine Vorräte an Wasser und Lebensmitteln.

Bei jedem Ablegen aus einem Hafen war das kleine Segelboot gefüllt mit Wasserkanistern, zwischen denen Quénet kaum Platz hatte, sich hinzulegen. Weil er keine Entsalzungsanlage gehabt habe, habe er seinen Wasserverbrauch trotz der Anstrengungen an Bord "auf zwei Liter pro Tag rationiert", erzählte Quénet.

Für den Bretonen geht es nun noch in seinen Heimathafen Saint-Brieuc im Nordosten der Bretagne, wo er voraussichtlich am Samstagnachmittag eintrifft. Dort endet seine Weltumsegelung dann endgültig.

(U.Kabuchyn--DTZ)

Empfohlen

Drohne, Rot, Elfer-Drama: Arsenal blamiert sich bei Viertligist

Drohne, Rote Karte, Elfer-Drama: Der englische Meister FC Arsenal hat sich in einem wilden Pokalkrimi blamiert. Nach einem 1:1 (0:1) nach 90 Minuten verlor die Mannschaft um Nationalspieler Kai Havertz beim Tabellen-18. der vierten englischen Liga im Achtelfinale des League Cup 3:5 im Elfmeterschießen. Havertz traf vom Punkt, doch der Brasilianer Bruno Guimaraes vergab als vierter Arsenal-Schütze. Beim Außenseiter waren alle fünf angetretenen Spieler erfolgreich.

Trotz Füllkrug-Doppelpack: BVB besiegt Werder

Niclas Füllkrug ärgerte seinen Ex-Klub schon wieder, doch Borussia Dortmund beendete mit einem Kraftakt die schwarze Pokalserie gegen Werder Bremen - rechtzeitig vor dem Bundesliga-Gipfel beim FC Bayern. Trotz eines Doppelpacks des eingewechselten Torjägers setzte sich der BVB im Zweitrundenspiel des DFB-Pokals mit 3:2 (2:0) nach drei Pleiten in Folge erstmals seit Januar 2008 wieder gegen die Norddeutschen durch.

Zverev übersteht Krimi zum Auftakt - der Nummer eins ganz nah

Nur noch ein Schritt bis zur Eins: Alexander Zverev ist dem schnellen Sprung an die Spitze der Weltrangliste ganz nah. Der zweimalige Grand-Slam-Sieger überstand beim ATP-Turnier in Wien einen echten Krimi zum Auftakt gegen den jungen Spanier Martín Landaluce und setzte sich nach mehr als drei Stunden Spielzeit 7:5, 3:6, 7:6 (13:11) durch.

Hessischer Jubel an der Elbe: Frankfurt stürmt ins Achtelfinale

Hessischer Jubel an der Elbe: Eintracht Frankfurt hat bravourös das Achtelfinale im DFB-Pokal erreicht. Die Mannschaft von Trainer Adi Hütter gewann das Erstliga-Duell beim Hamburger SV mit 3:1 (0:0) und darf in schwierigen Wochen ganz leise vom sechsten Cupgewinn der Klubhistorie träumen.

Textgröße ändern: