Deutsche Tageszeitung - Deutschland Tour: Ewan gewinnt erste Etappe - Kanter Dritter

Deutschland Tour: Ewan gewinnt erste Etappe - Kanter Dritter


Deutschland Tour: Ewan gewinnt erste Etappe - Kanter Dritter
Deutschland Tour: Ewan gewinnt erste Etappe - Kanter Dritter / Foto: © SID

Der australische Radprofi Caleb Ewan vom Team Lotto Soudal hat die erste Etappe der 34. Deutschland Tour gewonnen. Der 28 Jahre alte Sprinter setzte sich nach 171,7 km von Weimar nach Meiningen im Massensprint vor dem Italiener Jonathan Milan (Bahrain Victorious) durch. Der Cottbuser Max Kanter (Movistar) wurde als bester Deutscher Dritter.

Textgröße ändern:

Felix Groß (Feuchtwangen/UAE Team Emirates) als Vierter, Tim Torn Teutenberg (Mettmann/Nationalteam) auf Platz acht und Marius Mayrhofer (Tübingen/DSM) auf Rang zehn rundeten das starke deutsche Ergebnis als weitere Fahrer in den Top 10 ab. Zeitfahr-Weltmeister Filippo Ganna, der den Prolog am Mittwoch in Weimar gewonnen hatte, verteidigte das Rote Trikot des Gesamtführenden erfolgreich.

"Wir haben uns lange zurückgehalten, um ihn am Ende bestmöglich zu unterstützen. Er saß lange am Hinterrad und hat dann gewonnen", sagte Ewans deutscher Teamkollege Roger Kluge in der ARD: "Wir haben unser Ziel erreicht, Etappensieg."

Titelverteidiger Nils Politt (Köln), der beim Auftakt in Weimar als Dritter einen Tageserfolg knapp verpasst hatte, rollte am Donnerstag als 24. ins Ziel. Der frühere Tour-de-France-Vierte Emanuel Buchmann (Ravensburg), der die parallel laufende Vuelta wegen einer Harnwegsinfektion verpasst hatte, belegte den 71. Rang.

Simon Geschke, bei der Tour de France bis zur letzten Bergetappe im Trikot des besten Kletterers, landete auf Platz 65. Geschke fährt bei der Deutschland Tour für eine deutsche Nationalmannschaft, da sein französisches Cofidis-Team nicht gemeldet hat. "Man muss sich ein bisschen finden. Nach dem Sturz lief es ein bisschen zäh noch", sagte der Berliner, der sich vor dem Prolog bei einem Trainingssturz leichte Schürfwunden zugezogen hatte.

Das anspruchsvolle Profil nutzten drei Fahrer, um eine Fluchtgruppe zu bilden. Das Unterfangen war knapp 13 Kilometer vor dem Ziel jedoch beendet, als der Deutsche Roman Duckert als letzter Fahrer des Trios eingeholt wurde. Im Peloton wurde in der Folge hektisch der Massensprint vorbereitet, den Ewan abgezockt für sich entschied.

Phil Bauhaus (Bocholt) hatte seinen Start beim Heimspiel aufgrund eines positiven Coronatests am Mittwoch absagen müssen. Bereits am Montag hatte Bora-hansgrohe bekannt gegeben, dass es ohne seine Topfahrer Lennard Kämna (Wedel) und Maximilian Schachmann (Berlin) antreten wird. Beide fehlen gesundheitlich angeschlagen.

Die Deutschland Tour führt an fünf Renntagen bis zum Sonntag über rund 700 km mit 11.000 Höhenmetern von Weimar bis nach Stuttgart, ein Höhepunkt ist die Bergankunft am Schauinsland bei Freiburg am Samstag. Die Deutschland Tour wird mit diversen Unterbrechungen seit 1911 ausgetragen, seit 2018 gibt es eine Neuauflage.

(W.Uljanov--DTZ)

Empfohlen

Antonelli wieder fit - nur Leclerc ist schneller

Kimi Antonelli ist am wichtigsten Wochenende seiner Formel-1-Karriere rechtzeitig fit geworden - und hat gleich Schwung für seine Fahrt zum ersten WM-Titel aufgenommen. Der Mercedes-Pilot belegte im ersten freien Training zum Großen Preis von Mexiko den zweiten Platz, im Rennen am Sonntag (21.00 Uhr MEZ/Sky) genügt ihm Rang neun für die sichere Krönung. Am Freitag war nur Ferrari-Pilot Charles Leclerc schneller als der Italiener.

Wie eine Nummer eins: Zverev spaziert ins Halbfinale

Mit dem großen Selbstvertrauen eines Weltranglistenersten ist Alexander Zverev ins Halbfinale des ATP-Turniers von Wien spaziert. Der Hamburger, der ab Montag erstmals als Nummer eins geführt werden wird, setzte sich in der Runde der letzten acht mühelos 6:0, 6:2 gegen den Briten Arthur Fery durch.

Regionalliga: DFB-Präsidium einigt sich auf Kompassmodell

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) setzt sich im Ringen um eine Reform der Regionalliga für das sogenannte Kompassmodell ein. Wie der DFB bekannt gab, einigte sich das Präsidium des Verbandes bei seiner Sitzung am Freitag darauf, beim Außerordentlichen DFB-Bundestag am 18. Dezember einen Antrag auf Einführung des Reformvorschlags zu stellen.

DHB: Mit 14 Vize-Weltmeisterinnen zur EM - Smits als Edeljoker

Keine Experimente: Bundestrainer Markus Gaugisch startet mit 16 Spielerinnen in die Medaillenmission bei der Handball-EM und verzichtet dabei vorerst auf Xenia Smits. Die Rückraumspielerin, die erst im August ein Kind zur Welt brachte, steht nicht im Aufgebot von Deutschlands Handballerinnen für den Saison-Höhepunkt im Dezember, unter den Auserwählten sind aber auch ohne Smits noch 14 Vize-Weltmeisterinnen aus dem vergangenen Jahr.

Textgröße ändern: