Deutsche Tageszeitung - Tuchel-Nachfolger Potter verpasst Auftaktsieg

Tuchel-Nachfolger Potter verpasst Auftaktsieg


Tuchel-Nachfolger Potter verpasst Auftaktsieg
Tuchel-Nachfolger Potter verpasst Auftaktsieg / Foto: © SID

Lauter Applaus für Thomas Tuchel - und ein durchwachsener Einstand für Nachfolger Graham Potter: Der FC Chelsea hat beim Debüt des neuen Teammanagers seinen ersten Sieg in der Champions-League-Saison verpasst. Gegen Red Bull Salzburg kamen die Londoner trotz Führung nur zu einem 1:1 (0:0) und sind nun nach der peinlichen Auftaktpleite bei Außenseiter Dinamo Zagreb, in dessen Folge Tuchel entlassen worden war, unter Druck.

Textgröße ändern:

Noch vor dem Führungstreffer durch Raheem Sterling (48.) wurde es an der Stamford Bridge emotional. Die Chelsea-Fans erhoben sich in der 21. Minute und applaudierten für Tuchel - in Erinnerung an das sehr erfolgreiche Jahr 2021, in dem der deutsche Teammanager mit den Blues unter anderem die Champions League gewonnen hatte. Noah Okafor (75.) wurde mit seinem späten Ausgleich zum Spielverderber.

Derweil erreichte Lionel Messi einen weiteren Meilenstein in seiner glanzvollen Karriere. Beim 3:1 (1:1) von Paris St. Germain beim Underdog Maccabi Haifa erzielte der argentinische Superstar den Ausgleich (37.) - und war damit in der 18. Saison nacheinander in der Königsklasse erfolgreich. Den Treffer durch Kylian Mbappe (69.) bereitete Messi vor. Auch Neymar (88.) traf.

Der deutsche Trainer Roger Schmidt durfte mit Benfica Lissabon über den zweiten Sieg im zweiten Spiel jubeln: Bei Italiens Rekordmeister Juventus Turin drehte Lissabon dabei einen 0:1-Rückstand in ein 2:1 (1:1). Joao Mario (43./Foulelfmeter) und David Neres (55.) trafen, nachdem der frühere Bundesligastürmer Arkadiusz Milik (4.) die Gastgeber früh in Führung gebracht hatte.

Der italienische Spitzenklub SSC Neapel verbuchte beim 3:0 (0:0) bei den Glasgow Rangers ebenfalls seinen zweiten Sieg. Neapel, das zum Auftakt Jürgen Klopps FC Liverpool 4:1 bezwungen hatte, hatte mit den bissigen Schotten einige Mühe. Matteo Politano (68.) per Foulelfmeter, Giacomo Raspadori (85.) und Tanguy Ndombele (90.+1) trafen in Überzahl entscheidend. Glasgows James Sands (56.) hatte zuvor Gelb-Rot gesehen.

(P.Tomczyk--DTZ)

Empfohlen

Hamilton holt Pole in Mexiko - Antonelli klar geschlagen

Rekordweltmeister Lewis Hamilton hat vor dem Großen Preis von Mexiko einen überraschenden Coup gelandet und WM-Spitzenreiter Kimi Antonelli den Weg zur vorzeitigen Krönung zumindest ein wenig erschwert. Der Ferrari-Pilot setzte im Qualifying am Samstag überraschend die Bestzeit und bescherte Ferrari damit die erste Pole Position in dieser Saison. Hamilton selbst steht nach mehr als drei Jahren und erstmals für den italienischen Traditionsrennstall wieder auf der ersten Startposition.

BVB bleibt auf Augenhöhe mit dem FC Bayern

Borussia Dortmund bleibt mit dem FC Bayern auf Augenhöhe. In einem kampfbetonten 141. deutschen Klassiker trotzte die Mannschaft von Trainer Niko Kovac dem deutschen Rekordmeister ein 2:2 (0:1) ab und ist damit nach wie vor punktgleich mit dem Tabellenführer aus München. Fábio Silva (89.) und Serhou Guirassy (60.) trafen vor den Augen von Bundestrainer Jürgen Klopp jeweils zum Ausgleich für die Gäste, nachdem Konrad Laimer (38.) und Dayot Upamecano (66.) die Bayern zweimal in Führung gebracht hatten.

Zverev unterliegt de Minaur: Traumfinale gegen Alcaraz geplatzt

Ein fahriger Alexander Zverev hat das Traumfinale beim ATP-Turnier in Wien platzen lassen. Der neue Weltranglistenerste unterlag am Samstag in einem ganz engen Match dem Australier Alex de Minaur 4:6, 6:1, 6:7 (4:7) und verpasste damit das erhoffte Endspiel gegen seinen Vor-Vorgänger Carlos Alcaraz. Der Spanier hatte zuvor sein Halbfinale 6:4, 7:6 (7:2) gegen Daniil Medwedew gewonnen.

Nach Russen-Urteil: WM-Rückgabe für DEB eine Option

Die Teilnahme Russlands an der Weltmeisterschaft in Deutschland wird zum Politikum, der Deutsche Eishockey-Bund (DEB) zieht gar den Worst-Case in Betracht. "Ich möchte keine Schwarzmalerei betreiben, ich möchte auch nicht die WM in Frage stellen", sagte der Vorstandsvorsitzende Frank H. Lutz bei MagentaTV: "Aber natürlich müssen wir uns als DEB mit der Option beschäftigen, dass wir diese WM zurückgeben."

Textgröße ändern: