Deutsche Tageszeitung - US-Kapitänin Sauerbrunn fordert Sperren für alle Beteiligten

US-Kapitänin Sauerbrunn fordert Sperren für alle Beteiligten


US-Kapitänin Sauerbrunn fordert Sperren für alle Beteiligten
US-Kapitänin Sauerbrunn fordert Sperren für alle Beteiligten / Foto: © SID

Spielführerin Becky Sauerbrunn von Weltmeister USA hat als Folge des systematischen Missbrauchs in ihrer Heimat eine Sperre aller Beteiligten gefordert. "Jeder Team-Besitzer, Geschäftsführer und Funktionär, der die Spielerinnen im Stich gelassen hat, der versagt hat, sie zu beschützen und sich nicht vollständig an den Untersuchungen beteiligt hat, sollte verschwinden", sagte Sauerbrunn in einem Videocall vor dem Länderspiel der US-Fußballerinnen am Freitag bei Europameister England. Sie und ihre Mitspielerinnen seien "erschüttert und untröstlich", so die 37-Jährige.

Textgröße ändern:

Am Montag hatte die ehemalige Staatsanwältin Sally Q. Yates ihren Bericht veröffentlicht, laut dem sie mit über 200 Fußballerinnen aus der US-Profiliga NWSL gesprochen hat, darunter auch mehrere Nationalspielerinnen der USA. Der Bericht decke tief verwurzelten Missbrauch von enormer Tragweite auf, sagte Yates.

Sauerbrunn kehrt mit ihrer Forderung auch vor der eigenen Tür. Merritt Paulson, Besitzer von Sauerbrunns NWSL-Klub Portland Thorns, habe laut dem Bericht gemeinsam mit anderen Offiziellen Fehlverhalten des ehemaligen Thorns-Trainers Paul Riley gebilligt. Die Frage, ob Paulson zu denjenigen zähle, die aus dem Verkehr gezogen werden sollten, bejahte Sauerbrunn. Dazu zähle jeder, "der Sorgen der Spielerinnen nicht ernst genommen und Informationen nicht korrekt weitergegeben" habe, so die Innenverteidigerin.

Paulson erklärte am Dienstag, er ziehe sich aus allen Entscheidungsprozessen der Franchise aus Oregon zurück, bis die Ermittlungen abgeschlossen seien. In einem Statement hieß es, er entschuldige sich für "unsere Rolle in einem widerlichen, systematischen Versagen, Spielerinnen zu schützen".

(G.Khurtin--DTZ)

Empfohlen

12.839 Tage nach Becker: Zverev offiziell die Nummer eins

Am frühen Montagmorgen war es dann auch endgültig offiziell: Alexander Zverev ist Weltranglistenerster. Die ATP wies den Hamburger in ihrem Ranking für die Woche ab dem 2. November erstmals als Nummer eins aus. Genau 12.839 Tage nach Boris Beckers letztem Tag an der Weltspitze am 8. September 1991 sitzt damit wieder ein Deutscher auf dem Tennis-Thron.

NFL: Mahomes und Chiefs verspielen Führung kurz vor Schluss

Lange sahen Patrick Mahomes und die Kansas City Chiefs wie die sicheren Sieger aus, dann kassierte der Star-Quarterback mit seinem Team doch noch die zweite Pleite in Folge in der NFL. Der dreimalige Super-Bowl-Sieger führte im letzten Viertel bei den Denver Broncos mit 24:13, aber mit zwei Touchdowns drehten die Gastgeber das Spiel. Mahomes schaffte es mit der Chiefs-Offense noch bis ein Yard vor die Endzone, dann wurde er vier Sekunden vor Schluss gesackt, es blieb beim 24:28.

Messi schießt Miami zum Sieg

Einmal mehr hat Fußball-Superstar Lionel Messi den Unterschied gemacht. Der Argentinier erzielte für Inter Miami beim 2:1 (0:0) beim Tabellennachbarn New England Revolution in der Major League Soccer das Siegtor (83.) und brachte sein Team damit wieder auf Platz zwei der Eastern Conference. Zudem bereitete Messi den zwischenzeitlichen Ausgleich durch eine seltene Kopfballverlängerung vor.

NHL: Draisaitl eilt mit den Oilers von Sieg zu Sieg

Leon Draisaitl und die Edmonton Oilers bleiben in der Eishockey-Profiliga NHL eine Macht. Das 4:1 bei den New York Rangers war für die Kanadier der siebte Sieg im siebten Auswärtsspiel. Draisaitl trug zwei Vorlagen bei und baute seine persönliche Bilanz auf 28 Scorerpunkte in dieser Saison aus. Ligaweit übertroffen ist der Kölner nur von seinem Mitspieler Connor McDavid (39), der die Oilers im Madison Square Garden nach 50 Sekunden in Führung schoss und das dritte Tor durch Evan Bouchard auflegte. Jener Bouchard steht nun bei 26 Scorern und ist ligaweit die Nummer drei.

Textgröße ändern: