Deutsche Tageszeitung - Dortmunds U19-Spieler rassistisch beleidigt

Dortmunds U19-Spieler rassistisch beleidigt


Dortmunds U19-Spieler rassistisch beleidigt
Dortmunds U19-Spieler rassistisch beleidigt / Foto: © FIRO/SID

Der Sieg der U19 von Borussia Dortmund in der Youth League gegen den FC Sevilla ist erneut von rassistischen Vorfällen überschattet worden. Wie die Ruhr Nachrichten am Dienstagabend berichten, ist Dortmunds Abdoulaye Kamara beim 2:0 (1:0) mit Affenlauten verunglimpft und verbal beleidigt worden. Bereits beim Hinspiel in Sevilla in der vergangenen Woche war der aus Guinea stammende Kamara das Ziel rassistischer Anfeindungen.

Textgröße ändern:

"Es hat dieselben Beleidigungen und Affenlaute wie vergangene Woche gegeben. Ein Sanitäter hat es gehört und bestätigt. Ich habe den Schiedsrichter-Assistenten darauf aufmerksam gemacht. Aber der Schiedsrichter sagt, er habe nichts gehört und es stehe Aussage gegen Aussage", sagte BVB-Trainer Mike Tullberg den Ruhr Nachrichten.

Dortmund hatte zuletzt angekündigt, bei einem neuerlichen rassistischen Vorfall das Feld zu verlassen. Das habe Tullberg seiner Mannschaft angeboten, "aber die Jungs haben gesagt: Nein, Trainer - wir geben sportlich die Antwort und wir gewinnen das Spiel", sagte der Coach.

Vonseiten der Schiedsrichter habe es keinerlei Unterstützung gegeben. "Ich konnte es nicht glauben, aber ein UEFA-Offizieller hat tatsächlich angefangen, mit mir zu diskutieren, wie ein Affe klingt und was ein Affe sagt. Das war unfassbar", sagte Tullberg: "Ich fand die Reaktion der Schiedsrichter nicht okay. Wie sollen wir beweisen, dass es die Beleidigungen gegeben hat?"

Der BVB hatte bei der Europäischen Fußball-Union (UEFA) bereits wegen der Vorfälle in Sevilla Beschwerde eingereicht. "Sowas ist nicht zu tolerieren", sagte Lars Ricken, Direktor des Nachwuchsleistungszentrums, dem SID dazu.

(U.Stolizkaya--DTZ)

Empfohlen

US Open: Alcaraz feiert Comeback mit Williams

Tennis-Profi Carlos Alcaraz hat wenige Tage vor dem Beginn der Einzelwettbewerbe bei den US Open ein erfolgreiches Comeback gefeiert. Zum Auftakt des Mixed-Wettbewerbs besiegte der 23 Jahre alte Spanier gemeinsam mit der 23-maligen Grand-Slam-Siegerin Serena Williams (44) das Duo Erin Routcliffe/Lloyd Glasspool (Neuseeland/Großbritannien) 5:3, 4:1. "Ich war viereinhalb Monate raus. Sie hat es mir leicht gemacht, ich habe es einfach so sehr genossen", sagte er.

FC Bayern: Eberl und Dreesen verlängern bis 2029

Der FC Bayern baut auch in Zukunft auf seine Führung mit Max Eberl und Jan-Christian Dreesen: Der mächtige Münchner Aufsichtsrat gab am Dienstag grünes Licht für eine Vertragsverlängerung bis 2029. Die bisherigen Verträge von Sportvorstand Eberl und Vorstandschef Dreesen wären 2027 ausgelaufen. "Das Vertrauen des Aufsichtsrats ist ein wertvolles Zeichen, über das ich mich sehr freue", ließ Eberl mitteilen, Dreesen sagte: "Wir haben noch viel vor."

US Open: Zverev im Mixed-Wettbewerb ausgeschieden

Tennis-Profi Alexander Zverev ist bei seinem "Aufwärmprogramm" bei den US Open in der ersten Runde gescheitert. Zum Auftakt des Mixed-Wettbewerbs unterlag der Weltranglistenzweite mit seiner Partnerin Taylor Townsend (USA) dem an Nummer vier gesetzten Duo Belinda Bencic/Flavio Cobolli (Schweiz/Italien) 2:4, 2:4.

Mit Kaufoption: Nkunku kehrt per Leihe nach Leipzig zurück

Christopher Nkunku kehrt zu RB Leipzig zurück. Wie der Fußball-Bundesligist am Dienstagabend mitteilte, kommt der Franzose nach drei Jahren Auslandsaufenthalt beim FC Chelsea und der AC Mailand per Leihe zunächst für ein Jahr von den Italienern, Leipzig sicherte sich zudem eine Kaufoption für den 28-Jährigen. Diese soll laut Medienberichten bei 28 Millionen Euro liegen.

Textgröße ändern: