Deutsche Tageszeitung - Dank Füllkrug: Deutschland mit positivem Neustart

Dank Füllkrug: Deutschland mit positivem Neustart


Dank Füllkrug: Deutschland mit positivem Neustart
Dank Füllkrug: Deutschland mit positivem Neustart / Foto: © SID

Schwungvoller Neustart dank Publikumsliebling Niclas Füllkrug: Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft hat auf dem Weg zur Heim-EM die ersten vielversprechenden Schritte zurück in die Fanherzen genommen. 114 Tage nach dem WM-Debakel von Katar setzte sich die Auswahl von Bundestrainer Hansi Flick in Mainz gegen Peru verdient mit 2:0 (2:0) durch und sorgte für den dringend benötigten frischen Wind.

Textgröße ändern:

Hauptverantwortlich dafür war Füllkrug, der mit seinen Toren vier und fünf im fünften Länderspiel (12., 33.) zunehmend zum Fixstern in der DFB-Offensive avanciert. Nationalmannschaftsdirektor Rudi Völler, ein weiteres Gesicht des Aufbruchs, freute sich auf der Tribüne mit. Am Dienstag (20.45 Uhr/RTL) in Köln wartet mit den von Domenico Tedesco trainierten Belgiern aber ein anderes Kaliber auf das DFB-Team.

Auch gegen Peru, bei der WM in Katar nicht dabei, zeigte Deutschland nicht nur ermutigende Ansätze. Der vergebene Foulelfmeter von Kai Havertz (68.) war so ein Beispiel, überhaupt bleibt die Chancenverwertung ein Schwachpunkt.

Flick hatte auf Korsettstangen wie Antonio Rüdiger, Thomas Müller oder Ilkay Gündogan verzichtet und sechs Neulinge berufen, die nicht jeder auf dem Zettel hatte. Der Dortmunder Spätstarter Marius Wolf (27), als einziger von Beginn an aufgeboten, überzeugte besonders offensiv auf der Problemposition des rechten Verteidigers. Eingewechselt wurden die Debütanten Kevin Schade und Mergim Berisha.

"Es kann nicht alles funktionieren, aber was wir sehen wollen, ist Leidenschaft", sagte Flick im ZDF vor dem Spiel, mit dem endgültig auch der Fokus auf das Eröffnungsspiel der Heim-EM am 14. Juni 2024 in München wandert.

Eine Schlüsselfigur für dieses Prestige-Projekt ist Fanliebling Völler. Erste sichtbare Maßnahme auf Anregung des früheren Weltmeisters und DFB-Teamchefs: Die Kapitänsbinde ist wieder schwarz-rot-gold - was in der Öffentlichkeit kontrovers bewertet wurde.

Das symbolträchtige Stück Stoff trug Joshua Kimmich in Vertretung des langzeitverletzten Manuel Neuer, Marc-Andre ter Stegen erhält durch Neuers ungewisse Zukunft seine große Chance im Tor.

Die erstmals unter dem Bundestrainer Flick aufgebotene Doppelspitze bildeten Füllkrug und der bei der WM verletzte Timo Werner. Im defensiven Mittelfeld kam der wiedererstarkte Emre Can neben Kimmich zum Zug, weiter vorn gab Florian Wirtz nach Kreuzbandriss sein DFB-Comeback.

Überhaupt standen in Kimmich und Linksverteidiger David Raum (RB Leipzig) nur zwei Spieler in der Startformation, die im letzten WM-Gruppenspiel gegen Costa Rica (4:2) von Beginn an dabei waren.

"Leidenschaft, Mut und Wille sind unsere Tugenden", lautete das Motto der Choreographie, die Völler auf der Tribüne an der Seite von DFB-Präsident Bernd Neuendorf verfolgte. Und die 25.358 Zuschauenden im ausverkauften Mainzer Stadion wurden wie bestellt mit dem Anpfiff laut.

Nach schleppenden zehn Minuten gegen hoch pressende Blanquirroja sorgte Füllkrug bei seinem ersten DFB-Startelfeinsatz für Freude auf den Rängen. Einen Kopfball des Bremers nach einer Ecke kratzte Pedro Gallese zwar gerade noch von der Linie (11.), eine Minute später vollendete Füllkrug aber nach Havertz-Vorlage mit dem Fuß zur Führung.

Peru, bei dem die Generation Pizarro-Guerrero-Farfan mittlerweile in Rente ist, war bei schneller Überbrückung des Mittelfelds anfällig. Nach sieben deutschen Fehlschüssen in der ersten halben Stunde hielt Füllkrug nach toller Hereingabe des auffälligen Wolf den Fuß hin zum überfälligen 2:0. Schiedsrichterin Maria Sole Caputi aus Italien ließ die Situation allerdings lange auf Abseits prüfen.

Flick nahm zur Pause den glücklosen Werner raus, der positionsgetreu eingewechselte Serge Gnabry setzte einen Seitfallzieher an die Latte (60.). Wenig später holte der aufgerückte Verteidiger Nico Schlotterbeck gegen zunehmend nickelige Peruaner einen Foulelfmeter heraus, den Havertz vergab. Weitere Wechsel behinderten den Spielfluss.

(N.Loginovsky--DTZ)

Empfohlen

Bericht: Keßler sagt Merz für Staatsministerinnen-Posten ab

Die frühere Fußball-Nationalspielerin Nadine Keßler wird einem Bericht der Bild-Zeitung zufolge nicht als Staatsministerin für Sport und Ehrenamt in das Regierungsteam von Bundeskanzler Friedrich Merz wechseln. Die 38-Jährige, derzeit UEFA-Direktorin für den Frauenfußball, soll demnach dem Bundeskanzleramt abgesagt haben. Die Bild beruft sich auf Informationen aus Regierungskreisen. Die Europäische Fußball-Union (UEFA) wollte den Bericht auf SID-Anfrage nicht kommentieren.

Freies Training: Antonelli auch in Zandvoort stark

WM-Spitzenreiter Kimi Antonelli bleibt auch nach der Sommerpause der Gejagte in der Formel 1. Im einzigen freien Training zum Großen Preis der Niederlande in Zandvoort setzte sich der italienische Mercedes-Pilot mit einer Rundenzeit von 1:12,949 Minuten durch. Damit geht Antonelli, der nach elf Rennen 50 Punkte vor seinem ersten Verfolger Lewis Hamilton in der Gesamtwertung liegt, als Topfavorit in das Sprint-Qualifying (16.30 Uhr/Sky).

Bayer: Andrich muss Kapitänsbinde an Tapsoba abgeben

Bayer Leverkusens neuer Trainer Carles Martínez hat die Entmachtung von Kapitän Robert Andrich (31) bestätigt. Ab sofort fungiere Edmond Tapsoba als Spielführer der Werkself, Torjäger Patrik Schick sei dessen Vertreter, stellte der Spanier vor dem Pflichtspielauftakt im DFB-Pokal am Samstag (13.30 Uhr/Sky) beim Drittligsten SV Wehen Wiesbaden klar.

Fiebich hebt Daumen für die WM: "Werde auf jeden Fall spielen"

Nach der Absage von Starspielerin Satou Sabally hat Leonie Fiebich gute Nachrichten für das deutsche Basketball-Nationalteam vor der Heim-WM in Berlin. "Ich werde auf jeden Fall spielen, das nehme ich mir fest vor", sagte WNBA-Profi Fiebich (New York Liberty) bei sportschau.de

Textgröße ändern: