Deutsche Tageszeitung - Boll-Comeback verzögert sich: "Es wird noch dauern"

Boll-Comeback verzögert sich: "Es wird noch dauern"


Boll-Comeback verzögert sich: "Es wird noch dauern"
Boll-Comeback verzögert sich: "Es wird noch dauern" / Foto: © SID

Für den deutschen Tischtennis-Star Timo Boll wird seine Teilnahme an der Einzel-WM ab dem 22. Mai im südafrikanischen Durban wegen seiner Schulterverletzung womöglich zu einem Wettlauf mit der Zeit. Nach seiner unfreiwilligen Zuschauerrolle auch im zweiten Champions-League-Finale seines Vereins Borussia Düsseldorf gegen den 1. FC Saarbrücken (2:4 nach Golden Match) konnte der 42 Jahre alte WM-Dritte noch keinen Termin für seine Rückkehr an den Tisch nennen.

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"Es wird noch dauern", sagte Boll dem SID 49 Tage vor dem ersten WM-Aufschlag: "Wie lange es noch dauern wird, kann mir aktuell kein Arzt sagen. Es ist eine Entzündungsgeschichte, von der viele Partien betroffen sind - Schulter ist kompliziert. Der Stand ist nicht gut, sonst hätte ich auch nochmal versucht, mich für die Champions-League-Finals fit zu machen, aber da gab es auch mit Schmerzmitteln oder irgendetwas anderem keine Chance."

Boll hatte zuletzt am 25. Februar im Bundesliga-Spiel von Meister Düsseldorf beim Post SV Mühlhausen (0:3) in der Box gestanden und dabei sein Einzelmatch gegen den ehemaligen Nationalspieler Steffen Mengel verloren. Schon zu diesem Zeitpunkt bereitete die Schulter seines linken Schlagarms dem Rekordeuropameister offenbar Probleme. Wenige Tage später jedenfalls sagte Boll seine ursprünglich für Anfang März geplante Teilnahme an internationalen Turnieren mit Hinweis auf die Verschlimmerung einer Schulterentzündung ab.

"Ich habe mich lange gequält und dafür die Quittung bekommen", meinte Boll nun nach den Endspielen der europäischen Königsklasse: "Ich hätte gerne die Pause erst nach der Saison eingelegt, aber es ging einfach nicht mehr."

Durban gehört im Fahrplan des früheren Weltranglistenersten zu seiner siebten Olympia-Teilnahme bei den Spielen 2024 in Paris bisher zu einer wichtigen Durchgangsstation. Aufgrund seiner Reduzierung von Turnierstarts hätten die Titelkämpfe wegen ihrer vielen Weltranglistenpunkte eine relativ hohe Bedeutung für den Routinier. Düsseldorf setzt für die frühestens im Mai beginnenden Bundesliga-Play-offs ebenfalls auf eine Genesung seines Stars.

(T.W.Lukyanenko--DTZ)

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