Deutsche Tageszeitung - Klopp unterstützt Entscheidung des FC Liverpool zum Spielen von verhasster Hymne

Klopp unterstützt Entscheidung des FC Liverpool zum Spielen von verhasster Hymne


Klopp unterstützt Entscheidung des FC Liverpool zum Spielen von verhasster Hymne
Klopp unterstützt Entscheidung des FC Liverpool zum Spielen von verhasster Hymne / Foto: © AFP

FC Liverpool-Trainer Jürgen Klopp hat die bei Fans umstrittene Entscheidung seines Clubs unterstützt, beim morgigen Match gegen Brentford anlässlich der Krönung von Charles III. die britische Nationalhymne zu spielen. Der Standpunkt des Vereins sei auch sein Standpunkt, sagte Klopp am Freitag. "Abgesehen davon ist das (...) ein Thema, zu dem ich keine richtige Meinung haben kann."

Textgröße ändern:

"Ich bin aus Deutschland. Wir haben keinen König", erläuterte Klopp. Er sei "55 Jahre alt und ich habe keine Erfahrung damit." Von außen betrachtet "ist das wie ein Film. Wir fühlen das nicht", sagte Klopp. Er sei sich aber ziemlich sicher, dass viele Briten Spaß an der Krönung haben werden. "Und manche interessieren sich nicht dafür und manchen wird es gar nicht gefallen. So ist das." Klopp sei eher mit der Leistung seines Teams beschäftigt.

Die Fans des FC Liverpool buhen die Nationalhymne bei Pokalfinalspielen im Wembley-Stadion traditionell aus, um ihre Abneigung gegen das britische Establishment zum Ausdruck zu bringen. Am vergangenen Mittwoch sangen die Liverpool-Fans beim Spiel gegen Fulheim sogar ein Spottlied gegen die Krönung. Am Wochenende der Krönungszeremonie soll jedoch bei allen Premier League-Spielen in Großbritannien die Hymne "God Save The King" gespielt werden.

Liverpool liegt trotz einer Gewinnserie in der englischen Premier League aktuell auf dem fünften Platz, vier Punkte abgeschlagen hinter Erzrivale Manchester United und damit noch knapp außerhalb der Qualifikation für die Champions League. Mittelfeldspieler Thiago Alcántara wird laut Klopp für den Rest der Saison nach einer Operation an der Hüfte ausfallen - womit auch Liverpools Chancen schwinden, die britische Hymne bei einem Pokalfinale in dieser Saison noch einmal hören zu müssen.

(N.Loginovsky--DTZ)

Empfohlen

Heim-WM ohne Satou Sabally: "Muss auf meinen Körper hören"

Für Basketballstar Satou Sabally ist der Traum von der Teilnahme an der WM in ihrer Heimatstadt Berlin endgültig geplatzt. "Darauf habe ich jahrelang hingearbeitet und immer alles gegeben", schrieb die WNBA-Spielerin von New York Liberty am Mittwoch bei Instagram. "Ich muss jetzt auf meinen Körper hören, meine Gesundheit an erste Stelle setzen und mich auf mein vollständige Genesung konzentrieren."

Springen: Deutscher Blitzstart in der Soers - aber Vogel patzt

Richard Vogel klopfte seinem Pferd lobend den Hals, die Enttäuschung konnte der Europameister beim Ritt aus dem Hauptstadion allerdings nicht verbergen. Beim Auftaktspringen der Heim-Weltmeisterschaften in Aachen hat sich die deutsche Equipe dank einer geschlossen starken Mannschaftsleistung die zwischenzeitliche Führung gesichert - doch ausgerechnet Topfavorit Vogel patzte.

Goldener Schuh: Kane die "Numero uno" in Europa

Mit einem strahlenden Lächeln nahm Harry Kane den Goldenen Schuh entgegen. Der Superstar des FC Bayern ist am Mittwoch mit der begehrten Trophäe als bester Torjäger Europas geehrt worden. "Ich bin sehr stolz auf diesen Titel. Letzte Saison war die beste Saison meiner bisherigen Karriere. Ich bin vielleicht auf dem Gipfel. Ich fühle mich wohl hier bei Bayern München", sagte Kane bei der Zeremonie im Museum der Allianz Arena bewegt. Er gilt nun sogar als Favorit auf den Ballon d'Or 2026.

Deutschland Tour: Del Toro gewinnt Prolog

Topfavorit Isaac del Toro hat direkt zum Auftakt der 40. Deutschland Tour ein Ausrufezeichen gesetzt und sich das Blaue Trikot des Gesamtführenden gesichert. Der Mexikaner vom Team UAE Emirates-XRG, Dritter der diesjährigen Tour de France, setzte sich am Mittwoch auf dem 2,6 km langen und technisch anspruchsvollen Prolog im hessischen Bad Orb durch. Zweiter wurde der französische Radprofi Paul Magnier (Soudal Quick-Step), der Sieger der Cyclassics in Hamburg lag im Ziel nur zwei Sekunden zurück.

Textgröße ändern: