Deutsche Tageszeitung - Schult: "Kann Moralpredigten von Infantino nicht verstehen"

Schult: "Kann Moralpredigten von Infantino nicht verstehen"


Schult: "Kann Moralpredigten von Infantino nicht verstehen"
Schult: "Kann Moralpredigten von Infantino nicht verstehen" / Foto: © SID

Fußball-Nationaltorhüterin Almuth Schult hat im schwelenden Streit um die TV-Rechtevergabe für die Frauen-WM FIFA-Präsident Gianni Infantino erneut kritisiert. "Das Schlimmste und Unmoralischste ist für mich, den Prozess so kurzfristig zu starten. Ich kann die Moralpredigten von Infantino über Respekt nicht verstehen, weil das respektlos ist und nicht dem Wert angemessen, den diese Sportart hat", sagte Schult in Blickpunkt Sport des Bayerischen Fernsehens.

Textgröße ändern:

Der Weltverband FIFA habe "einen Prozess begonnen, TV-Rechte zu verkaufen, und das sechseinhalb Monate vor dem Turnier. Das ist deutlich zu spät", monierte die 32-Jährige.

Gut zwei Monate vor Turnierbeginn in Australien und Neuseeland sind die Übertragungsrechte in Deutschland noch offen. "Wenn man den Gerüchten Glauben schenkt, dass es fünf Millionen Euro sind und das mit den 200 Millionen vergleicht, die zuletzt für Männer- und Frauen-WM gemeinsam gezahlt wurden, dann ist auch der Wert der Zahlen etwas ungleich", sagte Schult weiter.

Auch in Bezug auf Equal Pay hat die TV-Expertin eine klare Meinung. "Warum sollen wir Millionen verdienen?", fragte sie: "Wir sind froh, wenn jede Spielerin professionell verdient, in dem Sinne, dass sie nicht noch nebenbei arbeiten gehen muss. Das ist bisher erst bei zwei, maximal drei Vereinen in der ersten Liga der Fall."

Die Entwicklung der Bundesliga sieht Schult positiv. "Die EM hat deutlich was bewegt, wenn man die Zuschauerzahlen sieht." Sie hoffe, "dass es nachhaltig so bleibt".

Das Titelrennen ist für Schult nach dem 0:4 ihres Ex-Klubs VfL Wolfsburg bei Eintracht Frankfurt zugunsten des FC Bayern entschieden. "Das muss jetzt zwangsläufig die Meisterschaft für Bayern sein", betonte sie. Der VfL habe es nach drei Rückrunden-Niederlagen "auch nicht verdient".

(Y.Leyard--DTZ)

Empfohlen

Blitz-Comeback: Kane und Olise auch beim Supercup dabei

Für den FC Bayern gab es trotz des erneuten Zusammenbruchs von Jamal Musiala bei der Generalprobe für den Supercup auch erfreuliche Nachrichten. So feierten Harry Kane, Michael Olise und Dayot Upamecano nach nur einem Tag Training beim 4:2 (1:2) im Testspiel des Rekordmeisters in Heidenheim ihr Blitz-Comeback. Trainer Vincent Kompany plant mit seinen Superstars sogar schon wieder am Samstag (20.30 Uhr/Sky und Sat.1) im Prestigeduell bei Vizemeister Borussia Dortmund.

Vor Heim-WM: New York weiter ohne Sabally und Fiebich

Zweieinhalb vor der Heim-WM in Berlin lässt die Rückkehr der Basketball-Nationalspielerinnen Satou Sabally und Leonie Fiebich in der WNBA weiter auf sich warten. Ohne die beiden DBB-Hoffnungsträgerinnen unterlag New York Liberty mit 86:93 bei Chicago Sky.

Rodri schwärmt von Flick - emotionale Verabschiedung von City

Der spanische Weltmeister-Kapitän Rodri kann es kaum erwarten, beim FC Barcelona mit seinem neuen Trainer Hansi Flick zusammenzuarbeiten. "Ich habe mit Hansi gesprochen - und natürlich hat er seine Begeisterung darüber zum Ausdruck gebracht, dass ich hierher komme. Ich freue mich sehr darauf, unter ihm zu trainieren und bin froh, einen Trainer zu haben, von dem ich glaube, dass er meiner Karriere viel geben wird", sagte der Barca-Neuzugang bei seiner Vorstellung.

"Neurologische Dysfunktion": Erneuter Schreckmoment um Musiala

Erneuter Schreckmoment um Jamal Musiala: Nur drei Tage nach einem Kollaps kehrte der 23-Jährige beim Testspiel des FC Bayern bei Zweitligist 1. FC Heidenheim am Dienstag auf den Platz zurück - doch nur wenige Minuten nach seiner Einwechslung (61.) brach der Jungstar erneut zusammen.

Textgröße ändern: