Deutsche Tageszeitung - Vielseitigkeits-EM: Jung stürzt und scheidet aus

Vielseitigkeits-EM: Jung stürzt und scheidet aus


Vielseitigkeits-EM: Jung stürzt und scheidet aus
Vielseitigkeits-EM: Jung stürzt und scheidet aus / Foto: © FIRO/FIRO

Schock für die deutschen Vielseitigkeitsreiter bei der EM im französischen Le Pin-au-Haras: Michael Jung (Horb) ist am Samstag als Führender in der Geländeprüfung beim Einsprung in das letzte Wasserhindernis gestürzt. Mit dem Ausscheiden auf seinem 15-jährigen Wallach Chipmunk endete nicht nur der Traum des dreimaligen Olympiasiegers vom vierten EM-Einzeltitel, auch die Goldchance der deutschen Mannschaft war dahin.

Textgröße ändern:

"Der Boden war grundsätzlich nicht gut, aber das war Pech. Er ist einfach gestolpert", sagte Jung nach dem folgenschweren Malheur über sein Pferd, "er hat einen guten Sprung gemacht, er ist eingeknickt, dann kam er vorne nicht mehr hoch. Aber sonst hat er super mitgemacht, ist super galoppiert."

Trotz des K.o. von Jung winken im abschließenden Springen am Sonntag (11.30 und 14.00 Uhr) zwei deutsche Medaillen. Mit 126,0 Punkten liegt das verbliebene deutsche Trio in der Teamwertung mit Sandra Auffarth (Ganderkesee) mit Viamant du Matz, Christoph Wahler (Bad Bevensen) mit Carjatan und Malin Hansen-Hotopp (Gransebieth) mit Carlitos Quidditch hinter Rekordeuropameister Großbritannien (98,7) auf dem zweiten Platz, hauchdünn vor den drittplatzierten Franzosen (126,2).

Jung hatte zwischen 2011 und 2015 bei der EM dreimal nacheinander triumphiert, 2017 und 2019 war er jeweils hinter Ingrid Klimke (Münster) Zweiter geworden. Auch in Frankreich sah es bestens aus. Nach der Dressur führte Jung mit 19,4 Punkten vor Ex-Weltmeisterin Rosalind Canter (21,3) mit Lordships Graffalo und Mannschafts-Olympiasieger Tom McEwen (22,0/beide England) mit JL Dublin.

In der Einzelwertung schoben sich im Gelände Sandra Auffarth und ihr Wallach Viamant du Matz mit 34,6 Punkten vom elften auf den dritten Platz der Gesamtwertung vor. In Führung liegt nun Canter mit Graffalo (21,3) vor ihrer britischen Teamkollegin Kitty King mit Vendredi Biats (30,8).

Christoph Wahler (41,5) und Malin Hansen-Hotopp (49,9) folgen auf den Plätzen sechs und 20. Einzelstarter Jerome Robine (Warendorf) belegt mit seinem irischen Wallach Black Ice den zehnten Platz (44,4).

(L.Barsayjeva--DTZ)

Empfohlen

DFB-Vorstellung: Klopp räumt Fehler ein

Der neue Bundestrainer Jürgen Klopp hat einen Fehler bei seiner Vorstellungs-Pressekonferenz beim Deutschen Fußball-Bund (DFB) eingeräumt. Ihm habe "nicht so richtig gefallen", dass er es mit gewissen Aussagen ermöglicht habe, "diese Medienschelte als die Überschrift zu nehmen", sagte der 59-Jährige nach seinem offiziellen Amtsantritt am Samstag im Interview bei DFB.TV. "Das war mein Fehler", sagte Klopp.

Solo zum Titel: Petros gewinnt EM-Gold im Marathon

Nach einem grandiosen Solo hat Amanal Petros am letzten Tag der Leichtathletik-EM in Birmingham Gold im Marathon gewonnen und damit die Nachfolge von Richard Ringer als Europameister angetreten. Der WM-Zweite aus Hannover setzte sich auf dem schweren Kurs in der Innenstadt in der Meisterschafts-Rekordzeit von 2:09:11 Stunden souverän vor dem Italiener Pietro Riva (2:09:18) und Gashau Ayale (Israel/2:09:21) durch. Es war die fünfte Goldmedaille für den DLV in Birmingham.

Zverev müht sich zu Auftaktsieg in Cincinnati

Tennis-Star Alexander Zverev hat seine Auftakthürde beim ATP-Masters in Cincinnati mit etwas Mühe gemeistert. Gegen den Briten Cameron Norrie gewann der 29-Jährige in 2:35 Stunden mit 3:6, 6:3 und 6:3. In der 3. Runde trifft der in Abwesenheit der verletzten Jannik Sinner und Carlos Alcaraz topgesetzte Hamburger auf den Franzosen Térence Atmane.

"Glamourdale-Airlines": Überfliegerin Fry hebt wieder ab

Lottie Fry riss wie entfesselt beide Arme in die Luft, dann fiel die neue Königin der Dressur ihrem vierbeinigen Partner um den Hals. Das war "die Prüfung meines Lebens, es hätte nicht besser sein können", strahlte die alles überragende neue und alte Doppelweltmeisterin aus Großbritannien nach ihrem mitreißenden Auftritt auf dem Viereck des berüchtigten Aachener Hauptstadions: "Es war wirklich das beste Gefühl der Welt, so einen Test haben wir noch nie abgeliefert."

Textgröße ändern: