Deutsche Tageszeitung - Drama im Castello: "Riesige" Enttäuschung bei DVV-Frauen

Drama im Castello: "Riesige" Enttäuschung bei DVV-Frauen


Drama im Castello: "Riesige" Enttäuschung bei DVV-Frauen
Drama im Castello: "Riesige" Enttäuschung bei DVV-Frauen / Foto: © IMAGO/Beautiful Sports/SID

Wieder die Führung aus der Hand gegeben, wieder den Sieg verpasst: Nach dem Drama im Düsseldorfer Castello saßen die deutschen Volleyballerinnen noch einige Minuten sichtlich geknickt neben dem Spielfeld. Die Enttäuschung sei "riesig", sagte Kapitänin Lena Stigrot nach dem 2:3-Krimi (25:22, 25:23, 24:26, 20:25, 16:18) gegen Tschechien: "Uns hat der Mut verlassen, wir haben in den wichtigen Momenten Fehler gemacht."

Textgröße ändern:

Dabei hatte die Auswahl des Deutschen Volleyball-Verbandes (DVV) zunächst die ersten beiden engen Sätze nervenstark für sich entschieden, der so wichtige dritte Sieg war zum Greifen nah. Doch dann wendete sich das Blatt. "Das Momentum ist gekippt", sagte Stigrot: "Wir konnten diesem Druck, dass wir heute gewinnen müssen, nicht standhalten."

Mit sieben Punkten können die deutschen Frauen trotzdem mit dem Achtelfinale planen. Um sich in eine gute Position für die K.o.-Runde zu bringen, muss das Team von Bundestrainer Vital Heynen aber nun am letzten Spieltag überzeugen. Kein leichtes Unterfangen, denn am Donnerstag wartet mit der Türkei (20.00 Uhr/Sportdeutschland.TV) die Nummer eins der Welt auf die deutsche Mannschaft.

"Sie spielen unglaublichen Volleyball", sagte Stigrot: "Wir wollen die Halle genießen, sie wird rappelvoll sein. Und dann machen wir hoffentlich ein gutes Spiel."

(L.Møller--DTZ)

Empfohlen

Werth gewinnt Bronze in der Kür - Fry mit dem Double

Versöhnlicher WM-Abschluss für Isabell Werth: Die deutsche Rekord-Olympiasiegerin hat die Weltmeisterschaften in Aachen mit der Bronzemedaille in der Kür abgeschlossen. In der letzten Dressurprüfung der Wettkämpfe ritt die erfolgreichste Reiterin der Geschichte unter Flutlicht als allerletzte Starterin mit ihrem Olympiapferd Wendy zu 88,650 Prozent und gewann die 14. WM-Medaille ihrer Karriere. Gold holte sich Titelverteidigerin Lottie Fry aus Großbritannien vor der Dänin Cathrine Laudrup-Dufour.

Auch ohne Ansah: Sprintstaffel stürmt zu Silber

Angefeuert von "Edelfan" Owen Ansah haben die deutschen Sprinter bei der Leichtathletik-EM in Birmingham die Silbermedaille über 4x100 m geholt. Auch ohne den frischgebackenen 200-m-Europameister musste sich die DLV-Staffel mit Kevin Kranz, Marvin Schulte, Heiko Gussmann und Lucas Ansah-Peprah in 38,64 Sekunden im Finale nur Großbritannien (38,45) geschlagen geben. Bronze ging an Belgien (38,70).

Im letzten Versuch: Weber holt Speer-Gold - Thumm Silber

Zurück auf dem Thron: Julian Weber (Mainz) hat zum zweiten Mal nach 2022 EM-Gold im Speerwurf gewonnen. Der 31-Jährige setzte sich in Birmingham nach einem packenden Wettkampf erst mit seinen im letzten Versuch erzielten 90,40 Metern deutlich vor seinem Teamkollegen Nick Thumm (Stuttgart) durch. Der erst 21-Jährige warf bei seinem EM-Debüt mit 83,76 Metern persönliche Bestleistung. Weber und Thumm sorgten mit ihrem Doppelsieg für die Medaillen 13 und 14 bei den Titelkämpfen für die deutsche Mannschaft.

Hattrick: Bayern-Frauen gewinnen Supercup

Die Fußballerinnen des FC Bayern haben mit einem Hattrick im Supercup ihre nationale Vormachtstellung gleich im ersten Pflichtspiel der Saison behauptet. Die Münchnerinnen gewannen die erst seit drei Jahren wieder ausgespielte Trophäe durch ein 3:0 (2:0) im Prestigeduell gegen den VfL Wolfsburg zum dritten Mal in Serie, und zum dritten Mal gegen den deutschen Vizemeister.

Textgröße ändern: