Deutsche Tageszeitung - Große Enttäuschung: Hartmann verpasst WM-Halbfinale

Große Enttäuschung: Hartmann verpasst WM-Halbfinale


Große Enttäuschung: Hartmann verpasst WM-Halbfinale
Große Enttäuschung: Hartmann verpasst WM-Halbfinale / Foto: © IMAGO/SID

Große Enttäuschung für Joshua Hartmann: Der deutsche Rekordler hat das WM-Halbfinale über 200 m überraschend verpasst. Der Kölner erreichte in 20,51 Sekunden nur Platz vier in seinem Vorlauf musste den Traum vom Einzug ins Finale in Budapest frühzeitig begraben.

Textgröße ändern:

"Ich habe viele Fehler gemacht und mich hinten raus vielleicht zu sicher gefühlt", sagte der enttäuschte Hartmann im ZDF und fügte an: "Ich habe gewusst, dass es nicht leicht wird. Das ist eine Weltmeisterschaft. Da gehört anscheinend mehr dazu, als nur einmal eine schnelle Zeit zu laufen."

Einzig 800-m-Läuferin Christina Hering sorgte bei hohen Temperaturen am Mittwochmorgen für ein kleines Erfolgserlebnis aus Sicht des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV). Die Münchnerin zog in Saisonbestzeit von 2:00,06 Minuten in das Halbfinale am Freitag (20.25 Uhr/ZDF und Eurosport) ein. Majtie Kolberg (Ahrweiler/2:01,41) schied hingegen aus.

Hartmann hatte bei den deutschen Meisterschaften im vergangenen Monat für Aufsehen gesorgt, als er den 18 Jahre alten deutschen Rekord von Tobias Unger in 20,02 unterboten und seine Bestleistung um gleich 0,31 Sekunden heruntergeschraubt hatte. In Budapest wollte er als erster Deutscher über 200 m unter 20 Sekunden laufen und in den Endlauf am Samstag gegen Weltmeister Noah Lyles und Co. einziehen.

In der Stabhochsprung-Qualifikation der Männer waren die beiden deutschen Athleten ohne Chance: Oleg Zernikel (Landau) half auch eine Saisonbestleistung von 5,70 m nicht zum Einzug ins Finale. Für Gillian Ladwig (Schwerin) war bereits nach übersprungenen 5,35 m Endstadtion. Vize-Europameister Bo Kanda Lita Baehre (Leverkusen) hatte seinen WM-Start verletzungsbedingt absagen müssen.

(V.Sørensen--DTZ)

Empfohlen

Werth gewinnt Bronze in der Kür - Fry mit dem Double

Versöhnlicher WM-Abschluss für Isabell Werth: Die deutsche Rekord-Olympiasiegerin hat die Weltmeisterschaften in Aachen mit der Bronzemedaille in der Kür abgeschlossen. In der letzten Dressurprüfung der Wettkämpfe ritt die erfolgreichste Reiterin der Geschichte unter Flutlicht als allerletzte Starterin mit ihrem Olympiapferd Wendy zu 88,650 Prozent und gewann die 14. WM-Medaille ihrer Karriere. Gold holte sich Titelverteidigerin Lottie Fry aus Großbritannien vor der Dänin Cathrine Laudrup-Dufour.

Auch ohne Ansah: Sprintstaffel stürmt zu Silber

Angefeuert von "Edelfan" Owen Ansah haben die deutschen Sprinter bei der Leichtathletik-EM in Birmingham die Silbermedaille über 4x100 m geholt. Auch ohne den frischgebackenen 200-m-Europameister musste sich die DLV-Staffel mit Kevin Kranz, Marvin Schulte, Heiko Gussmann und Lucas Ansah-Peprah in 38,64 Sekunden im Finale nur Großbritannien (38,45) geschlagen geben. Bronze ging an Belgien (38,70).

Im letzten Versuch: Weber holt Speer-Gold - Thumm Silber

Zurück auf dem Thron: Julian Weber (Mainz) hat zum zweiten Mal nach 2022 EM-Gold im Speerwurf gewonnen. Der 31-Jährige setzte sich in Birmingham nach einem packenden Wettkampf erst mit seinen im letzten Versuch erzielten 90,40 Metern deutlich vor seinem Teamkollegen Nick Thumm (Stuttgart) durch. Der erst 21-Jährige warf bei seinem EM-Debüt mit 83,76 Metern persönliche Bestleistung. Weber und Thumm sorgten mit ihrem Doppelsieg für die Medaillen 13 und 14 bei den Titelkämpfen für die deutsche Mannschaft.

Hattrick: Bayern-Frauen gewinnen Supercup

Die Fußballerinnen des FC Bayern haben mit einem Hattrick im Supercup ihre nationale Vormachtstellung gleich im ersten Pflichtspiel der Saison behauptet. Die Münchnerinnen gewannen die erst seit drei Jahren wieder ausgespielte Trophäe durch ein 3:0 (2:0) im Prestigeduell gegen den VfL Wolfsburg zum dritten Mal in Serie, und zum dritten Mal gegen den deutschen Vizemeister.

Textgröße ändern: