Deutsche Tageszeitung - 60 Jahre Bundesliga: Scholz spricht von "Lagerfeuer"

60 Jahre Bundesliga: Scholz spricht von "Lagerfeuer"


60 Jahre Bundesliga: Scholz spricht von "Lagerfeuer"
60 Jahre Bundesliga: Scholz spricht von "Lagerfeuer" / Foto: © SID

Für Bundeskanzler Olaf Scholz ist der Fußball "eines der letzten Lagerfeuer in unserer Gesellschaft". Dies sagte der SPD-Politiker in seiner Rede bei der DFL-Gala zum 60. Geburtstag der Bundesliga in Berlin. Die neue Saison habe schon drei verschiedene Tabellenführer gehabt. "Das zeigt, dass die Chance besteht, dass nicht nur eine Mannschaft werden kann", so Scholz.

Textgröße ändern:

Die DFL-Spitze um Aufsichtsratsboss Hans-Joachim Watzke freute sich über den Besuch des Kanzlers und sprach in seiner Begrüßungsrede von einer "extremen Erfolgsgeschichte" der Liga. Die Bundesliga habe "immer davon gelebt, sich die Stars zu machen", so Watzke, der zugleich DFB-Vizepräsident und Vorsitzender der Geschäftsführung von Borussia Dortmund ist. Man habe sich stets selbst die Stars gemacht, "und das ist auch der Anspruch für die nächsten Jahre. Das tut der Bundesliga glaube ich sehr, sehr gut."

Die Liga habe sich über die Jahrzehnte deutlich verändert. Sie sei "viel bunter", "weiblicher" und "familienfreundlicher" geworden. "Wir versuchen gerade, die Liga nachhaltig zu gestalten, das ist sicher das Gebot der Stunde", sagte Watzke vor Gästen wie dem früheren Bundespräsidenten Christian Wulff, DFB-Präsident Bernd Neuendorf, Trainer-Ikone Otto Rehhagel oder Ski-Legende Maria Höfl-Riesch.

Weiter sprach Watzke von einer "gesellschaftspolitischen Verantwortung. Wir werben für Toleranz, wir kämpfen gegen Rassismus und Antisemitismus. Wir versuchen unsere gesellschaftspolitische Position klar deutlich zu machen."

Scholz bezeichnete den Amateur-Fußball als "die Basis". Die Liga habe auch von der Zusammenlegung mit den DDR-Fußballern profitiert. Zudem bekräftigte er, dass er sich "weiterhin für gleichen Lohn für gleiche Tore für die Fußballerinnen" einsetzen wolle.

(V.Sørensen--DTZ)

Empfohlen

Verletzung beim Wechsel: Frauen-Staffel verpasst EM-Finale

Desaster für die deutsche Frauen-Staffel um Gina Lückenkemper: Nach einem verunglückten letzten Wechsel zwischen der dabei verletzten Sophia Junk und Lückenkemper hat das DLV-Quartett das EM-Finale über 4x100 m verpasst. Junk erreichte mit dem Stab Schlussläuferin Lückenkemper nicht mehr, die deutsche Staffel kam nicht ins Ziel.

7,10 m: Mihambo wackelt - und explodiert.

Erst Riesen-Probleme, dann ein Riesen-Satz: Malaika Mihambo hat in der EM-Qualifikation der Weitspringerinnen in Birmingham nach einem Krimi das Finale am Sonntag (21.05 Uhr/ARD und Eurosport) gelöst. Die Titelverteidigerin sprang erst im letzten Versuch unter die besten zwölf - und landete mit 7,10 m dann aber ganz vorne.

Drama beim Flag Football: Deutsche Teams verpassen Halbfinale

Die deutschen Flag-Football-Teams haben bei den Heim-Weltmeisterschaften in Düsseldorf die Halbfinals verpasst - und damit auch die erste Chance auf Olympiatickets vergeben. Am Samstag verloren die Frauen zunächst ihr Duell mit Serienweltmeister USA nach einem zwischenzeitlichen Comeback denkbar knapp mit 34:35 (12:21). Die deutschen Männer scheiterten in ihrem Viertelfinale dann gegen Italien deutlich mit 22:38 (16:22).

WM-Held Torres wechselt nach Paris

Der Wechsel von Spaniens WM-Held Ferran Torres vom FC Barcelona zum Champions-League-Sieger Paris Saint-Germain ist perfekt. Wie PSG am Samstag mitteilte, erhält der Weltmeister in der französischen Hauptstadt einen Vertrag bis 2031. Die Ablösesumme für den 26-Jährigen liegt laut Medienberichten bei fast 50 Millionen Euro.

Textgröße ändern: