Deutsche Tageszeitung - Kieler Krise: Szilagyi schließt "Kurzschlusshandlungen" aus

Kieler Krise: Szilagyi schließt "Kurzschlusshandlungen" aus


Kieler Krise: Szilagyi schließt "Kurzschlusshandlungen" aus
Kieler Krise: Szilagyi schließt "Kurzschlusshandlungen" aus / Foto: © IMAGO/Eibner/SID

Trotz des anhaltenden sportlichen Schlingerkurses des THW Kiel schließt Geschäftsführer Viktor Szilagyi personelle Konsequenzen beim deutschen Rekordmeister aus. "Kurzschlusshandlungen wird es bei uns in Kiel nicht geben", sagte Szilagyi dem SID am Freitag: "Ich habe immer noch Vertrauen. Vertrauen in die Mannschaft und Vertrauen in den Trainer." Titelverteidiger Kiel hatte am Donnerstagabend (33:36 in Hannover) im elften Saisonspiel seine fünfte Niederlage kassiert.

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"Die Situation geht an niemandem bei uns spurlos vorbei. Weder die Spieler, noch der Trainer, noch unsere Fans sind glücklich. Wir dürfen aber den Zusammenhalt nicht verlieren", so Szilagyi: "Wir müssen jetzt die Köpfe aufrichten, denn Aufgeben ist keine Option. Wir befinden uns in einer schwierigen Phase, aus der wir aber gestärkt herausgehen werden. Nur wann, kann ich momentan nicht sagen."

Nach dem frühen Ausscheiden im DHB-Pokal schwinden für das Team von Trainer Filip Jicha allmählich auch die Titelchancen in der Meisterschaft. Der Rückstand auf Tabellenführer Füchse Berlin (21:1 Punkte) beträgt inzwischen neun Zähler. Nach nur elf Spielen hat Kiel bereits mehr Niederlagen kassiert als in jeder der fünf vergangenen Spielzeiten.

"Zehn Minuspunkte zum jetzigen Zeitpunkt sind definitiv zu viel, über die Meisterschaft spricht aktuell niemand mehr bei uns. Es wäre auch vermessen, wenn wir das jetzt tun würden. Viele Klubs haben da deutlich bessere Chancen", sagte Szilagyi. Die Saison sei deshalb aber nicht vorbei: "Es geht jetzt darum, um jeden Punkt zu kämpfen und noch das Maximale rauszuholen. Das Bittere ist zurzeit: Die Qualität ist da, doch die Konstanz fehlt."

Dieses Problem wurde auch in Hannover offenbar. "Es war wieder sehr frustrierend", sagte Szilagyi und monierte den "verschlafenen" Start: "Solche Niederlagen tun weh. Wir wünschen es uns anders, es gehört aber zur Entwicklung unserer Mannschaft und jedes einzelnen Spielers dazu."

(N.Loginovsky--DTZ)

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