Deutsche Tageszeitung - Hockey-Frauen lösen Olympia-Ticket - auch Männer auf Kurs

Hockey-Frauen lösen Olympia-Ticket - auch Männer auf Kurs


Hockey-Frauen lösen Olympia-Ticket - auch Männer auf Kurs
Hockey-Frauen lösen Olympia-Ticket - auch Männer auf Kurs / Foto: © SID

Deutschlands Hockeyfrauen fahren zu den Olympischen Spielen nach Paris. Im Halbfinale des Qualifikationsturniers in Ranchi/Indien setzte sich die Auswahl des Deutschen Hockey-Bundes (DHB) nach einem Krimi mit 4:3 im Penaltyschießen gegen den Gastgeber durch und sicherte sich vorzeitig eines der drei Tickets. Nach der regulären Spielzeit hatte es 2:2 (1:1) gestanden. Die Männer stehen im Oman ebenfalls im Halbfinale und können am Samstag nachziehen.

Textgröße ändern:

Charlotte Stapenhorst (27./57.) traf vor spektakulärer Kulisse im Hockey-verrückten Indien doppelt für das deutsche Team - Ishika Chaudhary sorgte kurz vor dem Ende per Strafecke für den glücklichen Ausgleich (59.), nachdem Deepika die Gastgeberinnen früh in Führung gebracht hatte (15./Strafecke). Im Penaltyschießen verwandelte Lisa Nolte den entscheidenden Versuch.

Neben den Basketball-Weltmeistern und den Volleyball-Männern sind die Hockey-Frauen das dritte deutsche Team aus den klassischen Mannschaftssportarten, das sich für Paris qualifiziert hat. Zudem haben die Team-Europameisterinnen im Tischtennis ihr Ticket sicher.

Am Vormittag hatten die Männer im Oman ihr Halbfinalticket gelöst und ihrerseits einen großen Schritt in Richtung Paris gemacht. Nach dem souveränen 3:0 (2:0) gegen Außenseiter Chile im abschließenden Gruppenspiel fehlt dem Weltmeister nur noch ein Sieg in den kommenden zwei Spielen.

Tom Grambusch (15.) und Gonzalo Peillat (22.) trafen nach Strafecken für das Team von Bundestrainer Andre Henning, das durch das leicht überraschende 2:2 gegen Neuseeland am Dienstag unter Druck geraten war. Justus Weigand (49.) besorgte das dritte Tor aus dem Spiel heraus. Die erste Möglichkeit, das Olympiaticket zu lösen, bietet sich dem Tokio-Vierten nun am Samstag.

"Wir haben alles in allem gut gespielt. Jetzt freuen wir uns auf das Halbfinale", lobte Torschütze Grambusch die von Beginn an dominante Leistung. Die erfolgreiche Qualifikation gilt als Pflicht für sein Team, das Anfang 2023 überraschend den WM-Titel errungen hatte.

Die erste Chance zur direkten Olympiaqualifikation hatten sowohl die Frauen als auch die Männer im August noch verpasst. Bei der Heim-EM in Mönchengladbach reichte es nur zu einem enttäuschenden dritten bzw. vierten Platz.

(U.Kabuchyn--DTZ)

Empfohlen

Schwimm-EM: Märtens holt mit Staffel erste Becken-Medaille

Olympiasieger Lukas Märtens hat mit der Freistil-Staffel bei der Schwimm-EM in Paris für die erste deutsche Medaille im Becken gesorgt. Der Weltmeister und Weltrekordler über 400 m Freistil sicherte als Startschwimmer mit Timo Sorgius, Jarno Bäschnitt und Cornelius Jahn dem DSV-Team über die 4x200 m am Montag in deutscher Rekordzeit von 7:02,28 Minuten Bronze.

Stuttgart holt Stürmer Pejcinovic aus Wolfsburg

Der VfB Stuttgart hat Stürmer Dzenan Pejcinovic (21) verpflichtet. Das teilte der Fußball-Bundesligist am Montag mit. Pejcinovic kommt vom Absteiger VfL Wolfsburg ins Schwabenland und unterschrieb beim VfB einen Vertrag bis zum 30. Juni 2031. Medienberichten zufolge soll die Ablöse bei 25 Millionen Euro liegen.

"Lust am Fußball verloren": Karius erinnert sich an dunkle Zeit

Fußballerisch hätte es für Torhüter Loris Karius mit dem Aufstieg von Schalke 04 in der vergangenen Saison kaum besser laufen können - dabei hatte er einige Jahre zuvor fast die Leidenschaft am Sport verloren. Kurz vor seiner Bundesliga-Rückkehr erinnert sich der 33-Jährige an eine schwierige Zeit: "Ich hatte Probleme und auch ein bisschen die Lust am Fußball verloren. Ich habe mich gequält und konnte oft meine Leistung nicht abrufen", sagte Karius im Podcast "TOMorrow".

Medien: Kane vor Vertragsverlängerung

Harry Kane steht angeblich vor einer Vertragsverlängerung beim FC Bayern. Wie die englische Times berichtet, sollen in dieser Woche Gespräche zwischen dem 33 Jahre alten Torjäger und den Münchner über eine Zusammenarbeit bis 2029 beginnen, die Verhandlungen sollen nur noch Formsache sein. Der bisherige Vertrag von Kane, der vor drei Jahren für eine Ablösesumme von 100 Millionen Euro von Tottenham Hotspur kam, läuft bis Ende der kommenden Saison.

Textgröße ändern: