Deutsche Tageszeitung - Olympia im Blick: Toba vor Comeback auf deutschem Boden

Olympia im Blick: Toba vor Comeback auf deutschem Boden


Olympia im Blick: Toba vor Comeback auf deutschem Boden
Olympia im Blick: Toba vor Comeback auf deutschem Boden / Foto: © SID

Schwung holen fürs Olympiajahr, trotz aller Widrigkeiten. Für Andreas Toba ist die Marschroute vor dem DTB-Pokal der Kunstturner in Stuttgart klar. Der Mann, der bei den Spielen von Rio 2016 zum "Hero de Janeiro" avancierte, weil er die deutsche Mannschaft mit einem gerissen Kreuzband ins Mannschaftsfinale turnte, kämpft dieser Tage mal wieder um die Rückkehr zu alter Stärke.

Textgröße ändern:

"Das Gefühl ist unbeschreiblich, es hat so viel Spaß gemacht, sich wieder mit den Besten der Welt zu messen", sagte Toba dem SID. Nachdem er sich im September vergangenen Jahres erneut schwer am Kreuzband verletzt hatte, gab der Allrounder zuletzt sein Comeback beim Weltcup in Baku - nun folgt auch die Rückkehr auf die deutsche Kunstturn-Bühne. "Vor heimischem Publikum zu turnen, ist immer geil", schwärmt der Hannoveraner vor dem internationalen Traditionsevent, das ab Freitag im Schwabenland stattfindet.

Top-Platzierungen oder Finalteilnahmen, sie blieben in Aserbaidschan erwartungsgemäß aus, und auch in Stuttgart zählen für Toba derzeit (noch) andere Dinge. "Das Ergebnis ist erstmal zweitrangig", betont er: "Ich möchte mich von Wettkampf zu Wettkampf steigern. Ich habe mir gewisse Aufgaben selber gestellt, die ich verbessern möchte. Und dann bin ich zufrieden."

Früher oder später aber werden Toba auch die Ergebnisse wieder interessieren. Bei der EM Ende April in Rimini und vor allem bei den zwei Olympia-Qualifikationswettbewerben im Sommer. Doch reicht die Zeit für Toba, um sich für seine vierten Olympischen Spiele zu qualifizieren? "Wenn ich nicht dran glauben würde, hätte ich längst aufhören müssen", sagt er: "Ich werde einfach alles dafür tun, in der Mannschaft zu stehen. Olympia ist das Größte in einer Sportlerkarriere."

Mögliche Rückschläge auf diesem Weg sind nicht unwahrscheinlich, für Toba aber auch dank des Dramas von Rio 2016 gut zu verarbeiten. Er habe an diesem Tag, der bis heute "präsent" ist, wie Toba sagt, Folgendes gelernt: "Es gibt immer auch in negativen Situationen positive Sachen, die man für sich mitnehmen kann."

(A.Nikiforov--DTZ)

Empfohlen

FIFA stärkt Infantino - und holt zum Rundumschlag aus

Der Fußball-Weltverband FIFA hat Präsident Gianni Infantino einmal mehr den Rücken gestärkt und zu einem Rundumschlag gegen die Kritiker ausgeholt. "Es wird immer deutlicher, dass es gezielte und anhaltende Bemühungen einiger Akteure gibt, die FIFA und ihren Präsidenten zu untergraben", teilte der Weltverband am späten Samstagabend in einem Statement mit: "Diejenigen, die nicht die Unterstützung der FIFA-Mitgliedsverbände haben, sollten nicht versuchen, durch Anschuldigungen, Unterstellungen oder Fehlinformationen das zu erreichen, was sie durch die etablierten demokratischen Prozesse der FIFA nicht erreichen können."

Torlos gegen Kaiserslautern: Stotterstart von Wolfsburg

Bundesliga-Absteiger VfL Wolfsburg hat in der 2. Liga einen Stotterstart hingelegt. Die Niedersachsen kamen am Samstagabend nicht über ein 0:0 gegen den 1. FC Kaiserslautern hinaus und kassierten auf der Mission Wiederaufstieg direkt einen ersten Dämpfer.

Doppelpack Freigang: Frankfurt schlägt auch Malmö

Dank eines Doppelpacks von Kapitänin Laura Freigang haben die Fußballerinnen von Eintracht Frankfurt die dritte Qualifikationsrunde der Champions League erreicht. Beim Mini-Turnier im heimischen Stadion am Brentanobad schlug die Mannschaft von Trainer Niko Arnautis im Finale den schwedischen Klub Malmö FF mit 2:0 (1:0) und darf weiter von der zweiten Teilnahme der Vereinsgeschichte am wichtigsten europäischen Wettbewerb träumen.

Sieg auf der längsten Etappe: Vollering übernimmt Gesamtführung

Demi Vollering hat die längste Etappe der diesjährigen Tour de France der Frauen gewonnen und das Gelbe Trikot erobert. Die Niederländerin (FDJ United-Suez) setzte sich auf dem vorletzten Teilstück nach 175 Kilometern in Nizza vor Elisa Longo Borghini (Italien/UAE Team L'IMAD) und der bisherigen Führenden Kasia Niewiadoma aus Polen (Canyon/SRAM/jeweils +0:17 Minuten) durch.

Textgröße ändern: