Deutsche Tageszeitung - Magath kritisiert: HSV "hat gar keinen Anspruch mehr"

Magath kritisiert: HSV "hat gar keinen Anspruch mehr"


Magath kritisiert: HSV "hat gar keinen Anspruch mehr"
Magath kritisiert: HSV "hat gar keinen Anspruch mehr" / Foto: © IMAGO/Zoonar.com/Markus Wissmann/SID

Felix Magath hat kein gutes Haar an seiner alten Liebe Hamburger SV gelassen. "Da kommen einem die Tränen, wenn man den HSV sieht - wo der Verein war und wo er sein könnte", sagte der 70-Jährige im Interview mit der FAZ. Die Hanseaten seien "mal - salopp gesagt - der beste Verein der Welt" gewesen, so Magath, der 1983 als Spieler mit dem Klub im Europapokal der Landesmeister triumphierte: "Das war einmal."

Textgröße ändern:

Seit Jahren nämlich habe der Anspruch weder national noch international irgendetwas mit Spitzenfußball zu tun. "Der HSV hat sich arrangiert mit der zweiten Liga. Es scheint, er hat gar keinen Anspruch mehr", argumentierte der langjährige Bundesliga-Trainer.

Im Unterhaus seien die Hamburger "immer der Favorit mit dem wahrscheinlich höchsten Etat und der besten Mannschaft". Doch beim Vergleich mit den Vereinen, die weiter oben in der Tabelle stehen, gehe es "dann plötzlich nur um den Sport", kritisierte Magath. Dann würden "die finanziellen Möglichkeiten und die viel besseren Rahmenbedingungen auf einmal völlig unter den Teppich gekehrt".

Wohlwollende Worte hat Magath hingegen für den Stadtrivalen übrig. Der Höhenflug des FC St. Pauli sei das "Ergebnis einer sehr guten Philosophie und Umsetzung". Es komme "nicht auf einen Einzelnen an, sondern auf eine Linie, auf eine strategische Ausrichtung des Vereins. Eine solche haben sie bei St. Pauli seit Jahren."

Die Spielweise des Teams von Trainer Fabian Hürzeler bezeichnete Magath derweil als "keinen ansehnlichen, sondern einen sehr guten Fußball". Der Grund: Im Profibereich gehe es nicht um Spaß oder Schönheit, sondern ums Gewinnen. "Wenn man das beruflich macht, sollte man also am Gewinnen interessiert sein", betonte Magath: "So ist St. Paulis Spielweise."

(P.Hansen--DTZ)

Empfohlen

UEFA hält an FIFA-Boykott fest - CAF hält zu Infantino

Die Europäische Fußball-Union UEFA hält im Machtkampf mit FIFA-Präsident Gianni Infantino den Druck aufrecht. Trotz des Rückzugs der FIFA-Pläne für eine Öffnung gegenüber externen Investoren hält die UEFA an ihrem Boykott der Wettbewerbe des Weltverbandes fest. Das geht aus einer UEFA-Erklärung auf SID-Anfrage vom Donnerstag hervor. Zudem bekräftigte die UEFA, sie habe das Vertrauen in Infantino verloren. Auch der südamerikanische Verband CONMEBOL äußerte sich erstmals seit Bekanntwerden der Privatisierungspläne kritisch über das Gebaren des FIFA-Präsidenten.

Real Madrid verlängert mit Vinicius Jr. bis 2032

Champions-League-Rekordsieger Real Madrid hat den Wechselgerüchten um seinen Starspieler Vinicius Jr. ein Ende gesetzt und einen seiner wichtigsten Leistungsträger langfristig an sich gebunden. Wie die Königlichen am Donnerstagabend mitteilten, unterschrieb der 26-jährige Brasilianer einen neuen Vertrag bis zum 30. Juni 2032. Zuletzt war Vinicius Jr. mit dem englischen Meister FC Arsenal in Verbindung gebracht worden.

Schwimm-EM: Eikermann und Rösler gewinnen Silber und Bronze

Der Olympiasiebte Jaden Eikermann und Mixed-Vizeeuropameister Ole Rösler haben zum Abschluss der Wassersprungwettbewerbe bei der EM in Paris die neunte und zehnte Medaille für den Deutschen Schwimm-Verband (DSV) gewonnen. Im Einzelfinale vom Turm am Donnerstag sprang der 21-jährige Eikermann, im Synchronfinale mit Luis Avila Sanchez Fünfter und mit dem Team Siebter, mit 513,05 Punkten zu Silber.

Tour de France Femmes: Lippert sprintet am Etappensieg vorbei

Radprofi Liane Lippert hat einen Etappensieg bei der Tour de France der Frauen knapp verpasst. Die dreimalige deutsche Meisterin vom Team Movistar erreichte das Ziel der 153,4 km langen sechsten Etappe in Tournon-sur-Rhone als Teil einer Fluchtgruppe, war im kräftezehrenden Sprint um den Tagessieg aber chancenlos. Beim Erfolg von Kim Le Court-Pienaar (Mauritius/AG Insurance-Soudal) belegte Lippert den sechsten Platz. Antonia Niedermaier (Team Canyon//SRAM/+0:28 Minuten) kam im Weißen Trikot als 14. mit den Favoriten an.

Textgröße ändern: