Deutsche Tageszeitung - Regenschirme in Paris - Altmaier scheitert an Tsitsipas

Regenschirme in Paris - Altmaier scheitert an Tsitsipas


Regenschirme in Paris - Altmaier scheitert an Tsitsipas
Regenschirme in Paris - Altmaier scheitert an Tsitsipas / Foto: © SID

Viele Regenschirme, aber wenig Tennis in Paris: Das stark durchwachsene Wetter hält die Organisatoren der French Open weiter in Atem - und bremste am Mittwoch auch zwei deutsche Profis aus. Einzig Daniel Altmaier konnte zu seinem Zweitrundenmatch antreten, verpasste aber die erhoffte Überraschung gegen Stefanos Tsitsipas.

Textgröße ändern:

Erst wurde Altmaier überrollt, dann lieferte er dem Favoriten einen hochklassigen Schlagabtausch - am Ende aber reichte es nicht zu einem erneuten Coup auf der roten Asche. Der 25 Jahre alte Kempener unterlag dem Griechen 3:6, 2:6, 7:6 (7:2), 4:6. Das Publikum feierte ihn dennoch für seine starke Leistung in den Sätzen drei und vier.

"Das war ein ziemliches Gewitter", sagte Altmaier über die ersten beiden Sätze, "dann wurde es besser, spielerisch und taktisch." Nach einer Pause zum Kleiderwechsel sei das bis dahin so einseitige Match gegen den Weltranglistenneunten ein "offener Schlagabtausch" gewesen, "das haben die Leute auch gespürt." Unzufrieden war er trotz der Niederlage nun nicht. "Das war eine gute Lektion für mich", sagte der 83. der Weltrangliste, "eine gute Partie."

Noch im Vorjahr hatte Altmaier in der zweiten Runde mit seinem Sieg gegen Jannik Sinner für eine große Überraschung gesorgt. Diesmal schien auf dem Hauptplatz Suzanne-Lenglen ein weiterer Coup zunächst außer Reichweite, "er hat mich überrollt", sagte er über den glänzend aufgelegten und sehr dominanten Tsitsipas. Nach seiner taktischen Pause nach dem zweiten Satz aber spielte er gegen den etwas nachlassenden Griechen plötzlich auf Augenhöhe. Auch im vierten Satz lag Altmaier mit einem Break vorn, Tsitsipas aber konterte umgehend und beendete das Match nach 2:43 Stunden.

Auch Qualifikant Henri Squire aus Duisburg und Maximilian Marterer aus Nürnberg hielten sich bereit für ihre Matches gegen Felix Auger-Aliassime (Kanada/Nr. 21) und Zizou Bergs (Belgien). Weil es in Paris aber regnete, verzögerte sich der Beginn immer wieder, bis die Partien schließlich für den Tag abgesagt wurden.

Umso mehr richteten sich die Blicke auf die überdachten Hauptplätze. Auf dem Court Philippe Chatrier mühte sich Carlos Alcaraz stärker als gedacht. Der Titelkandidat aus Spanien setzte sich mit 6:3, 6:4, 2:6, 6:2 gegen den frech aufspielenden Qualifikanten Jesper de Jong aus den Niederlanden durch.

Am Donnerstag sollen neben Squire und Marterer auch Alexander Zverev und Jan-Lennard Struff ihre Zweitrundenmatches bestreiten - wenn es denn das Wetter zulässt. Zverev trifft auf den Belgier David Goffin, Struff auf den an Nummer 19 gesetzten Kasachen Alexander Bublik.

(O.Zhukova--DTZ)

Empfohlen

Manipulierte Trainerwahl? Razzia bei Südkoreas Fußball-Verband

Südkoreanische Ermittlungsbehörden haben am Donnerstag eine Razzia in den Geschäftsräumen des nationalen Fußballverbandes (KFA) durchgeführt. Dabei geht es um mögliche Manipulationen rund um die Ernennung des ehemaligen Nationaltrainers Hong Myung-bo, der mit dem Team bei der Weltmeisterschaft 2026 in der Vorrunde gescheitert war.

Zverev hadert nach Aus: "Schlechtestes Spiel der Saison"

Nach dem unerwarteten Scheitern zum Auftakt seiner Hartplatzsaison ist Alexander Zverev hart mit sich selbst ins Gericht gegangen. Er hätte zwar zu diesem Zeitpunkt der Vorbereitung auf die US-Open (ab 30. August) noch keine wirklich gute Leistung erwartet, sagte der 29-Jährige nach der Dreisatz-Niederlage in Montréal gegen den Niederländer Tallon Griekspoor, "ich hatte aber auch nicht erwartet, so schlecht zu spielen, um ehrlich zu sein."

Vier deutsche, neun neue: Teammanager-Rekorde in England

Mit Matthias Jaissle bei Newcastle United sind es nun vier: Jeder fünfte Klub in der Premier League wird zum Beginn der kommenden Saison von einem deutschen Teammanager geführt. Das ist ebenso Rekord wie der Fakt, dass neun der 20 Vereine in der Sommerpause auf ihrer Schlüsselposition gewechselt haben. Die bisherige Bestmarke in Englands höchster Fußball-Spielklasse stammte aus der Saison 2016/17, als acht Klubs wechselten - unter anderem begann damals die Ära von Pep Guardiola bei Manchester City, die nun endete.

Investoren-Affäre: Fifa-Spitze stellt sich "uneingeschränkt" hinter Infantino

Nach einer Krisensitzung in Marokko hat die Spitze des Fußball-Weltverbandes Fifa ihrem umstrittenen Präsidenten Gianni Infantino volle Rückendeckung gegeben. "Im Anschluss an ein Treffen in Rabat bekräftigten der Fifa-Generalsekretär und die anwesenden Mitglieder der Fifa-Geschäftsleitung ihre uneingeschränkte Unterstützung für Fifa-Präsident Gianni Infantino", hieß es am späten Mittwochabend in einer Erklärung. Zugleich wurden in der den Weltfußball in Atem haltenden Investoren-Affäre "Fehler" eingestanden.

Textgröße ändern: