Deutsche Tageszeitung - "Bilderbuch-Zehnkämpfer" Neugebauer jetzt Olympia-Favorit

"Bilderbuch-Zehnkämpfer" Neugebauer jetzt Olympia-Favorit


"Bilderbuch-Zehnkämpfer" Neugebauer jetzt Olympia-Favorit
"Bilderbuch-Zehnkämpfer" Neugebauer jetzt Olympia-Favorit / Foto: © IMAGO / USA TODAY Network/SID

Für Zehnkampf-Legende Jürgen Hingsen (66) ist Leo Neugebauer nach seinem neuen deutschen Rekord nun auch erster Anwärter auf den Triumph bei den Olympischen Spielen in Paris (26. Juli bis 11. August). "Für mich ist er jetzt bei Olympia der Gold-Favorit. Wenn alles normal läuft, kann ihn keiner schlagen", sagte Hingsen dem SID.

Textgröße ändern:

In der Nacht zu Freitag hatte Neugebauer bei den College-Meisterschaften in den USA seinen eigenen deutschen Rekord um 125 Zähler auf sagenhafte 8961 Punkte verbessert. Damit sprang der WM-Fünfte bei seiner Titelverteidigung in Eugene auf Platz sechs der ewigen Weltbestenliste, mit weit über 200 Punkten Vorsprung ist Neugebauer mit dieser Leistung derzeit die Nummer eins in der Welt.

"So einen Zehnkämpfer hat es noch nie gegeben. Er kann einfach alles, da geht mir das Herz auf", sagte Hingsen: "Unfassbar. Leo ist ein Glücksfall für die deutsche Leichtathletik - lebensfroh, sympathisch, ein Bilderbuch-Zehnkämpfer."

Auch Christian Schenk, der 1988 Olympia-Gold im Zehnkampf für die DDR gewann, zeigte sich begeistert und sagt Neugebauer eine große Karriere voraus. "Nur wenige wissen, was diese Punktzahl im Zehnkampf bedeutet. Ein paar kennen schon seinen Namen. Aber ich vermute sehr stark, dass Leo Neugebauer eine Ikone des deutschen Sportes wird, ein Dirk Nowitzki der 20er!! Phänomenal", schrieb Schenk bei Facebook: "Und das mit 23! Ich denke, der Name Leo erfährt eine Bedeutung wie die Vornamen Steffi, Boris, Rosi, Franz und Uwe! Welch eine Leistung."

Neugebauers Stern war im Vorjahr aufgegangen, als er den deutschen Uraltrekord von Hingsen auf 8836 Punkte verbessert hatte. Bei der WM durfte er anschließend lange von Gold träumen, ehe ihn einige schwächere Disziplinen eine Medaille kosteten.

(G.Khurtin--DTZ)

Empfohlen

Investoren-Affäre: Fifa-Spitze stellt sich hinter Infantino

Nach einer Krisensitzung in Marokko hat die Spitze des Fußball-Weltverbandes Fifa ihrem umstrittenen Präsidenten Gianni Infantino volle Rückendeckung gegeben. "Im Anschluss an ein Treffen in Rabat bekräftigten der Fifa-Generalsekretär und die anwesenden Mitglieder der Fifa-Geschäftsleitung ihre uneingeschränkte Unterstützung für Fifa-Präsident Gianni Infantino", hieß es am späten Mittwochabend in einer Erklärung. Zugleich wurden in der den Weltfußball in Atem haltenden Investoren-Affäre "Fehler" eingestanden.

FIFA-Statement: Rückendeckung für Infantino

Ein angedeutetes Fehlereingeständnis, aber keine Spur von Rücktrittsgedanken - und ein satter Gegenangriff auf seine Kritiker: FIFA-Präsident Gianni Infantino bleibt nach einem Krisentreffen im Amt. Wie der Fußball-Weltverband am späten Mittwochabend mitteilte, habe der 56-jährige Schweizer bei der Zusammenkunft mit ranghohen Funktionären im FIFA-Büro für Afrika klare Rückendeckung erfahren.

Fehlstart der Hartplatzsaison: Zverev scheitert in Montréal

Alexander Zverev hat seine Hartplatzsaison mit einem herben Dämpfer eröffnet. In Spiel eins nach der Finalniederlage von Wimbledon verlor der Weltranglistendritte nach dürftiger Leistung mit 7:6 (7:3), 2:6, 4:6 gegen den Niederländer Tallon Griekspoor. Damit ist das ATP-Masters in Montréal für den 29-Jährigen schon wieder beendet.

Schwimm-EM: Wesemann gewinnt Gold vom 3-m-Brett

Wasserspringer Moritz Wesemann hat sich bei der Schwimm-EM in Paris zum zweiten Mal zum Europameister gekrönt. Vier Tage nach seinem Sieg vom 1-m-Brett triumphierte der 24-Jährige auch im Finale vom 3-m-Brett. Mit 506,80 Punkten ließ der Sportsoldat aus Halle/Saale den Franzosen Jules Boyer (484,60) und den Briten Jordan Houlden (474,90) hinter sich und wiederholte seinen EM-Erfolg von 2023.

Textgröße ändern: