Deutsche Tageszeitung - Klinsmann: "Nagelsmann kommt genau zur richtigen Zeit"

Klinsmann: "Nagelsmann kommt genau zur richtigen Zeit"


Klinsmann: "Nagelsmann kommt genau zur richtigen Zeit"
Klinsmann: "Nagelsmann kommt genau zur richtigen Zeit" / Foto: © SID

Der ehemalige Bundestrainer Jürgen Klinsmann sieht in Julian Nagelsmann den Schlüssel zum Erfolg bei der Heim-EM. "Ich glaube, dass Julian ein Trainer ist, der genau zur richtigen Zeit kommt. Er hat als junger Kerl einen sehr guten Zugang zu dieser Generation. Er weiß, wie die ticken. Er hat aber auch eine klare Linie gefunden und klare Vorstellungen, wie er das Turnier angehen möchte", sagte Klinsmann (59) vor dem Turnierstart am Freitag gegen Schottland im SID-Interview.

Textgröße ändern:

Die deutsche Nationalmannschaft sieht Klinsmann "absolut schlagkräftig" an. "Sie kann um den Titel mitreden. Wir haben das Spielermaterial, um für Furore zu sorgen", betonte der frühere Weltklassestürmer. "Die spielen alle bei Top-Klubs in Europa. Für mich zählt das DFB-Team genauso zum Favoritenkreis wie England, Spanien, Italien, Portugal und Frankreich", ergänzte er: "Da ist was machbar. Es ist nach schwierigen Zeiten der Moment da."

Das Team von Nagelsmann stecke "voller Talent", führte Klinsmann weiter aus: "Julian hat in den letzten Monaten ein schönes Puzzle zusammengebastelt. Wenn ich mir alleine Jamal Musiala und Florian Wirtz anschaue, das sind absolute Ausnahmetalente. Warum sollten wir also nicht positiv ins Turnier starten?"

Klinsmann hat als Spieler und Trainer viele Turniere erlebt, für Nagelsmann ist es die Premiere. Doch Tipps will er keine geben. "Julian braucht keine Ratschläge, von niemandem", so Klinsmann: "Ich habe ihn vor ein paar Wochen bei adidas getroffen: Da habe ich ihm nur gesagt: 'Mach einfach dein Ding, so wie du es für richtig hältst.' Und das wird er auch machen."

(N.Loginovsky--DTZ)

Empfohlen

Investoren-Affäre: Fifa-Spitze stellt sich hinter Infantino

Nach einer Krisensitzung in Marokko hat die Spitze des Fußball-Weltverbandes Fifa ihrem umstrittenen Präsidenten Gianni Infantino volle Rückendeckung gegeben. "Im Anschluss an ein Treffen in Rabat bekräftigten der Fifa-Generalsekretär und die anwesenden Mitglieder der Fifa-Geschäftsleitung ihre uneingeschränkte Unterstützung für Fifa-Präsident Gianni Infantino", hieß es am späten Mittwochabend in einer Erklärung. Zugleich wurden in der den Weltfußball in Atem haltenden Investoren-Affäre "Fehler" eingestanden.

FIFA-Statement: Rückendeckung für Infantino

Ein angedeutetes Fehlereingeständnis, aber keine Spur von Rücktrittsgedanken - und ein satter Gegenangriff auf seine Kritiker: FIFA-Präsident Gianni Infantino bleibt nach einem Krisentreffen im Amt. Wie der Fußball-Weltverband am späten Mittwochabend mitteilte, habe der 56-jährige Schweizer bei der Zusammenkunft mit ranghohen Funktionären im FIFA-Büro für Afrika klare Rückendeckung erfahren.

Fehlstart der Hartplatzsaison: Zverev scheitert in Montréal

Alexander Zverev hat seine Hartplatzsaison mit einem herben Dämpfer eröffnet. In Spiel eins nach der Finalniederlage von Wimbledon verlor der Weltranglistendritte nach dürftiger Leistung mit 7:6 (7:3), 2:6, 4:6 gegen den Niederländer Tallon Griekspoor. Damit ist das ATP-Masters in Montréal für den 29-Jährigen schon wieder beendet.

Schwimm-EM: Wesemann gewinnt Gold vom 3-m-Brett

Wasserspringer Moritz Wesemann hat sich bei der Schwimm-EM in Paris zum zweiten Mal zum Europameister gekrönt. Vier Tage nach seinem Sieg vom 1-m-Brett triumphierte der 24-Jährige auch im Finale vom 3-m-Brett. Mit 506,80 Punkten ließ der Sportsoldat aus Halle/Saale den Franzosen Jules Boyer (484,60) und den Briten Jordan Houlden (474,90) hinter sich und wiederholte seinen EM-Erfolg von 2023.

Textgröße ändern: