Deutsche Tageszeitung - Sinner scheitert: Medwedew fordert erneut Alcaraz

Sinner scheitert: Medwedew fordert erneut Alcaraz


Sinner scheitert: Medwedew fordert erneut Alcaraz
Sinner scheitert: Medwedew fordert erneut Alcaraz / Foto: © SID

Gewankt, gekämpft - und doch gefallen: Jannik Sinner hat das Halbfinale beim Rasen-Klassiker in Wimbledon überraschend verpasst. Der 22 Jahre alte Weltranglistenerste aus Südtirol stieß bei der 7:6 (9:7), 4:6, 6:7 (4:7), 6:2, 3:6-Niederlage im Viertelfinalduell mit dem Russen Daniil Medwedew an seine Grenzen.

Textgröße ändern:

Statt Sinner fordert nun Medwedew Titelverteidiger Carlos Alcaraz heraus, der mit einem 5:7, 6:4, 6:2, 6:2-Erfolg gegen den US-Amerikaner Tommy Paul seiner Favoritenrolle gerecht wurde. Schon im Vorjahr trafen beide im Halbfinale aufeinander, Alcaraz gewann in drei Sätzen.

Für Sinner ist nach einer vier Stunden andauernden Partie das Rennen um seinen zweiten Grand-Slam-Titel vorerst beendet. "Ich konnte phasenweise spüren, dass es ihm nicht so gut ging. Ich bin glücklich, dass es mir gelungen ist, mein Niveau hochzuhalten", sagte Medwedew: "Ich werde mir jetzt etwas anschauen, wer mein Gegner wird."

Es wurde Alcaraz, der von Paul zunächst spürbar gekitzelt wurde, aber im Stile eines Champions zurückkam. "Ich glaube immer daran, dass ich einen Weg zurück finde", sagte Alcaraz: "Gegen Daniil hoffe ich auf das gleiche Resultat wie im Vorjahr, er ist aber auch in einer richtig guten Form."

Sinner, der phasenweise nicht im Vollbesitz seiner Kräfte schien, hatte im Januar im Finale der Australian Open Medwedew bezwungen. Insgesamt hatte er gegen den Weltranglistenfünften zuletzt gar eine 5:0-Serie hingelegt. Diesmal triumphierte aber Medwedew, der 2021 im Finale der US Open seine bisherige Sternstunde erlebte. Für den Moskauer ist es nun bereits das neunte Grand-Slam-Halbfinale, er peilt sein siebtes Finale an.

Alcaraz kämpft mit 21 Jahren bereits um seinen vierten Grand-Slam-Titel. Er ist in der langen Geschichte von Wimbledon erst der dritte Spanier, der mehrmals das Halbfinale erreichte. Vor ihm gelang dies Rafael Nadal acht Mal und Manuel Santana zwei Mal. Der Athlet aus Murcia will nun mehr - seinen zweiten Coup im All England Club.

(V.Varonivska--DTZ)

Empfohlen

Medien: Infantino ruft FIFA-Mitarbeiter zu Krisentreffen

FIFA-Präsident Gianni Infantino hat offenbar hochrangige Mitarbeiter des Fußball-Weltverbandes zu einer Krisensitzung in die marokkanische Hauptstadt Rabat einberufen. Dies berichteten die Times und Sky UK am Dienstagabend übereinstimmend. Das Treffen im Co-Gastgeberland der WM 2030, in dem sich Infantino derzeit aufhält, soll demnach am Mittwoch stattfinden.

Schwimm-EM: Hentschel und Turmduo verpassen Medaille

Die deutschen Wasserspringer haben am fünften EM-Tag in Paris ihre sechste Medaille verpasst. Lena Hentschel kam zwei Tage nach Bronze im Mixed-Synchron im Einzelfinale vom 3-m-Brett im Centre Aquatique Olympique am Stade de France nicht über den fünften Platz mit 297,65 Punkten hinaus, knapp 15 Zähler fehlten der Berlinerin zum Podest. Die Dresdnerin Jette Müller sprang auf Rang sechs (287,00). Den Titel gewann die italienische 1-m-Europameisterin Chiara Pellacani (358,05) vor der Britin Yasmin Harper (318,70) und der Russin Nadeschda Trifonowa (312,40).

Schwimm-EM: Avila Sanchez und Eikermann verpassen Medaille

Luis Avila Sanchez und Jaden Eikermann haben die sechste Medaille für die deutschen Wasserspringer bei der Schwimm-EM in Paris verpasst. Im Synchronfinale vom Turm kam das Duo aus Berlin und Aachen am Dienstag im Centre Aquatique Olympique am Stade de France auf 392,43 Punkte und Platz fünf. Zu Bronze fehlten den WM-Sechsten knapp 14 Zähler. Der 20-jährige Avila Sanchez hatte am Sonntag mit seiner Vereinskollegin Lena Hentschel im Mixed-Synchronspringen vom 3-m-Brett Bronze gewonnen.

Tour de France Femmes: Sieg und Gelb für Reusser

Favoritin Marlen Reusser hat das Einzelzeitfahren bei der vierten Etappe der Tour de Frances Femmes gewonnen und erstmals das Gelbe Trikot übernommen. Die 34 Jahre alte Schweizerin vom Movistar Team, amtierende Weltmeisterin im Einzelzeitfahren, führt das Gesamtklassenment nach ihrem Sieg auf welligen 21 Kilometern von Gevrey-Chambertain nach Dijon nun vor der Niederländerin Demi Vollering (+0:14 Minuten/FDJ United-Suez) und Cédrine Kerbaol (+0:54/EF Education-Oatly) aus Frankreich an.

Textgröße ändern: