Deutsche Tageszeitung - Staatsanwaltschaft fordert Geldstrafe in Millionenhöhe in Prozess gegen Boateng

Staatsanwaltschaft fordert Geldstrafe in Millionenhöhe in Prozess gegen Boateng


Staatsanwaltschaft fordert Geldstrafe in Millionenhöhe in Prozess gegen Boateng
Staatsanwaltschaft fordert Geldstrafe in Millionenhöhe in Prozess gegen Boateng / Foto: © AFP/Archiv

In der Neuauflage des Körperverletzungsverfahrens gegen Fußballweltmeister Jérôme Boateng hat die Staatsanwaltschaft München I am Freitag eine Geldstrafe in Millionenhöhe gefordert. Boateng solle wegen gefährlicher Körperverletzung in Tateinheit mit Beleidigung zu einer Geldstrafe von 160 Tagessätzen zu jeweils 7000 Euro verurteilt werden, forderte die Anklage vor dem Landgericht München I. Dies ergibt insgesamt 1,12 Millionen Euro. Das Urteil soll am Freitag kommender Woche fallen.

Textgröße ändern:

Die Verteidigung forderte einen Freispruch vom Vorwurf der gefährlichen Körperverletzung und für den Fußballer allenfalls eine moderate Geldstrafe. Boateng hatte in dem Verfahren umfassend ausgesagt. Er gestand ein Handgemenge mit seiner damaligen Partnerin während eines gemeinsamen Karibikurlaubs im Jahr 2018. Den von der Staatsanwaltschaft erhobenen Vorwurf einer bewussten Körperverletzung bestritt er aber.

Die Vorwürfe gegen den zuletzt in Italien und ab der kommenden Saison in Österreich beim Linzer ASK spielenden Boateng beziehen sich auf einen Karibikurlaub, bei dem es zum Streit gekommen sein soll. Boateng wurde sowohl vom Münchner Amtsgericht als auch vom Landgericht zu Geldstrafen wegen Körperverletzung und Beleidigung verurteilt. Das Bayerische Oberste Landesgericht hob das jüngste Urteil aber auf, so dass nun neu verhandelt werden muss.

(A.Nikiforov--DTZ)

Empfohlen

Medien: Infantino ruft FIFA-Mitarbeiter zu Krisentreffen

FIFA-Präsident Gianni Infantino hat offenbar hochrangige Mitarbeiter des Fußball-Weltverbandes zu einer Krisensitzung in die marokkanische Hauptstadt Rabat einberufen. Dies berichteten die Times und Sky UK am Dienstagabend übereinstimmend. Das Treffen im Co-Gastgeberland der WM 2030, in dem sich Infantino derzeit aufhält, soll demnach am Mittwoch stattfinden.

Schwimm-EM: Hentschel und Turmduo verpassen Medaille

Die deutschen Wasserspringer haben am fünften EM-Tag in Paris ihre sechste Medaille verpasst. Lena Hentschel kam zwei Tage nach Bronze im Mixed-Synchron im Einzelfinale vom 3-m-Brett im Centre Aquatique Olympique am Stade de France nicht über den fünften Platz mit 297,65 Punkten hinaus, knapp 15 Zähler fehlten der Berlinerin zum Podest. Die Dresdnerin Jette Müller sprang auf Rang sechs (287,00). Den Titel gewann die italienische 1-m-Europameisterin Chiara Pellacani (358,05) vor der Britin Yasmin Harper (318,70) und der Russin Nadeschda Trifonowa (312,40).

Schwimm-EM: Avila Sanchez und Eikermann verpassen Medaille

Luis Avila Sanchez und Jaden Eikermann haben die sechste Medaille für die deutschen Wasserspringer bei der Schwimm-EM in Paris verpasst. Im Synchronfinale vom Turm kam das Duo aus Berlin und Aachen am Dienstag im Centre Aquatique Olympique am Stade de France auf 392,43 Punkte und Platz fünf. Zu Bronze fehlten den WM-Sechsten knapp 14 Zähler. Der 20-jährige Avila Sanchez hatte am Sonntag mit seiner Vereinskollegin Lena Hentschel im Mixed-Synchronspringen vom 3-m-Brett Bronze gewonnen.

Tour de France Femmes: Sieg und Gelb für Reusser

Favoritin Marlen Reusser hat das Einzelzeitfahren bei der vierten Etappe der Tour de Frances Femmes gewonnen und erstmals das Gelbe Trikot übernommen. Die 34 Jahre alte Schweizerin vom Movistar Team, amtierende Weltmeisterin im Einzelzeitfahren, führt das Gesamtklassenment nach ihrem Sieg auf welligen 21 Kilometern von Gevrey-Chambertain nach Dijon nun vor der Niederländerin Demi Vollering (+0:14 Minuten/FDJ United-Suez) und Cédrine Kerbaol (+0:54/EF Education-Oatly) aus Frankreich an.

Textgröße ändern: