Deutsche Tageszeitung - Verstappen in der Krise: "Müssen arbeiten"

Verstappen in der Krise: "Müssen arbeiten"


Verstappen in der Krise: "Müssen arbeiten"
Verstappen in der Krise: "Müssen arbeiten" / Foto: © IMAGO / ANP/SID

Max Verstappen war sauer, richtig sauer. Schon wieder nicht gewonnen, das aufmüpfige McLaren-Duo viel zu schnell, dazu der Crash mit seinem alten Rivalen Lewis Hamilton: Verstappen erlebte in Ungarn ein Rennen zum Vergessen - und fordert nun mehr Einsatz bei Red Bull.

Textgröße ändern:

"Wir müssen arbeiten", sagte Verstappen, der in Budapest nur Fünfter geworden war und schon während des Rennens ständig über sein Auto und die Strategie geschimpft hatte: "Ich meine, es ist nicht so, dass wir am nächsten Wochenende plötzlich neue Upgrades am Auto haben können, also ja, das ist ein Problem."

Verstappen fährt nun "nur" noch mit 76 Punkten Vorsprung in der WM-Wertung auf Lando Norris zu seinem zweiten Heimrennen am kommenden Sonntag in Spa, es ist der letzte Grand Prix vor der Sommerpause in der Formel 1. Und bei Red Bull können sie die wohl gut gebrauchen. Denn: Drei Rennen in Serie ohne Sieg gab es für Verstappen zuletzt vor drei Jahren.

"Wir wissen, dass wir im Vergleich zu McLaren im Rückstand sind, und das ist natürlich nicht schön", sagte Verstappen nach dem Doppelsieg des Traditionsrennstalls, auch für Spa erwartet er, dass er im Duell mit Ungarn-Sieger Oscar Piastri und Norris "im Hintertreffen" sein wird: "Natürlich bin ich nicht glücklich." Immerhin: Für seinen Unfall mit Hamilton, der ihm wohl Platz drei kostete, bekam Verstappen von den Rennkommissaren keine Strafe aufgebrummt.

Die Nerven liegen trotzdem blank. Auf die Frage, ob er sich bei seinem Team für seine wütenden Funksprüche entschuldigen wolle, winkte Verstappen ab. "Ich denke nicht, dass wir uns entschuldigen müssen. Wir müssen einfach einen besseren Job machen. Ich weiß nicht, warum die Leute denken, dass man am Funk nicht lautstark sein darf. Das ist ein Sport, wissen Sie?", sagte der 26-Jährige: "Wenn manche Leute das nicht mögen, dann sollen sie zu Hause bleiben."

(W.Novokshonov--DTZ)

Empfohlen

Schwimm-EM: Avila Sanchez und Eikermann verpassen Medaille

Luis Avila Sanchez und Jaden Eikermann haben die sechste Medaille für die deutschen Wasserspringer bei der Schwimm-EM in Paris verpasst. Im Synchronfinale vom Turm kam das Duo aus Berlin und Aachen am Dienstag im Centre Aquatique Olympique am Stade de France auf 392,43 Punkte und Platz fünf. Zu Bronze fehlten den WM-Sechsten knapp 14 Zähler. Der 20-jährige Avila Sanchez hatte am Sonntag mit seiner Vereinskollegin Lena Hentschel im Mixed-Synchronspringen vom 3-m-Brett Bronze gewonnen.

Tour de France Femmes: Sieg und Gelb für Reusser

Favoritin Marlen Reusser hat das Einzelzeitfahren bei der vierten Etappe der Tour de Frances Femmes gewonnen und erstmals das Gelbe Trikot übernommen. Die 34 Jahre alte Schweizerin vom Movistar Team, amtierende Weltmeisterin im Einzelzeitfahren, führt das Gesamtklassenment nach ihrem Sieg auf welligen 21 Kilometern von Gevrey-Chambertain nach Dijon nun vor der Niederländerin Demi Vollering (+0:14 Minuten/FDJ United-Suez) und Cédrine Kerbaol (+0:54/EF Education-Oatly) aus Frankreich an.

Interne Mitteilung: Grafström distanziert sich von Infantino

Generalsekretär Mattias Grafström hat sich in einem internen Schreiben offenbar ebenfalls von FIFA-Präsident Gianni Infantino distanziert. "Einzelpersonen, instabile Momente und unglückliche Vorfälle kommen und gehen", schrieb Grafström in einer unter anderem vom Athletic und Sky Sports zitierten Mail an Mitarbeiter des Weltverbandes: "Die Institution, ihre Mission und ihre Verantwortung gegenüber dem Weltfußball bestehen fort, und deshalb sollten wir stets unsere Professionalität, unseren Sinn für die richtigen Perspektiven und unsere Gelassenheit bewahren."

Díaz-Comeback: Bayern gewinnen Test in Südkorea

Luis Díaz spielt wieder, Konrad Laimer auch: Der FC Bayern München integriert auf seiner Asienreise nach und nach seine WM-Fahrer ins Team. Erst mit einer verstärkten U19-Auswahl, dann aber doch noch mit den deutschen Nationalspielern und weiteren Rückkehrern gewann der Double-Gewinner am Dienstag in Südkorea beim Jeju SK FC mit 2:1 (2:1).

Textgröße ändern: