Deutsche Tageszeitung - Frauenfußball: Schwangere Morgan beendet Karriere

Frauenfußball: Schwangere Morgan beendet Karriere


Frauenfußball: Schwangere Morgan beendet Karriere
Frauenfußball: Schwangere Morgan beendet Karriere / Foto: © GETTY IMAGES NORTH AMERICA/SID

Die zweimalige Fußball-Weltmeisterin Alex Morgan hat ihren Rücktritt angekündigt. Die Starspielerin von San Diego Wave FC aus der Profiliga NWSL teilte ihre Entscheidung am Donnerstag in einem emotionalen Video in den Sozialen Medien mit. Zugleich machte die 35-Jährige öffentlich, ihr zweites Kind zu erwarten. Ihr letztes Spiel steht bereits am kommenden Sonntag gegen North Carolina Courage in San Diego an.

Textgröße ändern:

"Ich gehe in den Ruhestand, und ich habe so viel Klarheit über diese Entscheidung. Ich bin so glücklich, dass ich sie euch endlich mitteilen kann. Es hat lange gedauert, und die Entscheidung ist mir nicht leicht gefallen, aber zu Beginn des Jahres 2024 spürte ich in meinem Herzen und in meiner Seele, dass dies die letzte Saison war, in der ich Fußball spielen würde", sagte Morgan mit feuchten Augen.

Die Stürmerin erzielte in 224 Einsätzen für die US-Nationalmannschaft 123 Tore, sie stand 158-mal in der Startelf und war in dieser Zeit 23-mal Kapitänin. Zuletzt hatte sie es nicht ins Olympia-Aufgebot geschafft und damit erstmals seit den Sommerspielen 2008 ein großes Event mit den USA verpasst. 2012 hatte sie in London Olympia-Gold gewonnen. Ihre beiden WM-Titel gewann sie 2015 und 2019.

Die Offensivspielerin stieg in ihrer 15-jährigen Karriere zu einem der bekanntesten Gesichter des weltweiten Frauenfußballs auf und setzte sich zudem erfolgreich für Gleichberechtigung ein. So gehörte sie 2022 zur Mannschaft der USA, die nach einer Klage aller Teammitglieder ein hart erkämpftes Equal-Pay-Abkommen mit dem US-Verband zur Lohngleichheit erreichte.

Morgan möchte sich nun vor allem auf ihre Familie konzentrieren. Kürzlich habe ihre Tochter Charlie ihr berichtet, Fußballerin werden zu wollen. "Das hat mich unheimlich stolz gemacht. Nicht, weil ich mir wünsche, dass sie Fußballspielerin wird, wenn sie groß ist, sondern weil es einen Weg gibt, den sogar eine Vierjährige schon sehen kann", sagte Morgan: "Ich bin stolz darauf, dass ich dazu beigetragen habe, das Spiel voranzutreiben und es an einem Ort zu hinterlassen, an dem ich so glücklich und stolz bin."

Es sei nicht das Abschiedsvideo, das sie erwartet habe, "denn Charlie wird eine große Schwester", ergänzte Morgan: "Ich bin schwanger, und so unerwartet das auch kam, so überglücklich sind wir. Für mich bedeutet die Familie alles. Ich wäre nicht hier, wenn mein Mann und meine Familie mich nicht motiviert, ermutigt und unterstützt und in den vergangenen 15 Jahren als Profisportlerin Opfer für mich gebracht hätten."

(M.Travkina--DTZ)

Empfohlen

Neugebauer vor EM: "Alles geben, alles raushauen!"

Zehnkämpfer Leo Neugebauer gibt sich vor der Leichtathletik-EM (ab 10. August) in Birmingham gewohnt zuversichtlich. "Das Ziel lautet: alles geben, alles raushauen!", sagte der 26-Jährige im Interview mit seinem Verein VfB Stuttgart: "In meiner aktuellen Verfassung traue ich mir einiges zu und habe Bock auf die EM. Ich möchte einfach einen richtig starken Wettkampf abliefern."

Amiri bleibt in Mainz: "Auf jeden Fall"

Fußball-Nationalspieler Nadiem Amiri hat nach anhaltenden Wechselgerüchten ein Bekenntnis zu Mainz 05 abgegeben. "Über mich wurde ja viel geschrieben. Ich habe mich heute mit der Familie entschieden, auf jeden Fall hierzubleiben", sagte der 29-Jährige am Samstag bei einem Fanabend im Rahmen des Mainzer Trainingslagers. Im Saal brach daraufhin lauter Jubel aus.

Messi kehrt zurück, Lewandowski trifft doppelt

13 Tage nach dem verlorenen WM-Finale gegen Spanien ist Lionel Messi aus dem Urlaub zurückgekehrt - und hat die nächste kleine Enttäuschung erlebt. Beim 2:2 (2:1) seines MLS-Teams Inter Miami gegen Columbus Crew kam der argentinische Fußball-Weltstar in der zweiten Halbzeit ins Spiel, vergab aber zwei Chancen zum Sieg. Columbus glich kurz vor Schluss durch den Spanier Brais Mendez (84.) aus.

Tebas fordert Infantinos Rücktritt: "Spitze des Eisbergs"

Spaniens Ligaboss Javier Tebas hat FIFA-Präsident Gianni Infantino nach dessen gescheiterten Investorenplänen zum Rücktritt aufgefordert. "Der Weltfußball braucht eine neue Führung, die seine Governance modernisiert, die Glaubwürdigkeit wiederherstellt und zukunftsweisende Entscheidungen im Konsens mit den beteiligten Akteuren trifft", schrieb der 64-Jährige in den sozialen Netzwerken.

Textgröße ändern: