Deutsche Tageszeitung - Sieg mit dem Regenbogen: Pogacar mit nächster Zauber-Flucht

Sieg mit dem Regenbogen: Pogacar mit nächster Zauber-Flucht


Sieg mit dem Regenbogen: Pogacar mit nächster Zauber-Flucht
Sieg mit dem Regenbogen: Pogacar mit nächster Zauber-Flucht / Foto: © IMGAO/STEFANO SIROTTI/SID

Das Regenbogentrikot hat Tadej Pogacar noch einmal beflügelt: In seinem erstem Rennen als Weltmeister hat Sloweniens Radsport-Superstar erneut seine Ausnahmeklasse unterstrichen und mit einer weiteren Solo-Flucht den Giro dell'Emilia gewonnen. Bei der 107. Auflage des Klassikers in Norditalien triumphierte Pogacar nach 215,3 km bei strömendem Regen mit sagenhaften 1:55 Minuten Vorsprung auf den britischen Mountainbike-Olympiasieger Thomas Pidcock.

Textgröße ändern:

Pogacar (UAE Team Emirates) trat rund 40 km vor dem Ziel in San Luca an und ließ der Konkurrenz nicht den Hauch einer Chance. Vuelta-Sieger Primoz Roglic (Slowenien/Red-Bull-Bora-hansgrohe) war ebenso chancenlos gegen Pogacars Attacke wie der frühere Giro- und Vuelta-Champion Nairo Quintana (Kolumbien/Movistar). Olympiasieger Remco Evenepoel (Belgien/Soudal Quick-Step) war frühzeitig ausgestiegen.

Der deutsche Senkrechtstarter Florian Lipowitz (Ulm/Red-Bull-Bora-hansgrohe) hatte lange als Verfolger Pogacars auf Platz zwei gelegen, auf den letzten Kilometern verließen den früheren Biathleten aber ein wenig die Kräfte. Der deutsche Vizemeister wurde durchgereicht, der einzige Deutsche unter den Top 3 beim Giro dell'Emilia bleibt damit Jan Ullrich bei seinem Sieg 2001.

Pogacar fährt derweil eine der besten Saison der Radsport-Geschichte: Bei seinen Gesamtsiegen bei der Italien- und Frankreich-Rundfahrt holte er jeweils sechs Etappensiege. Bei allen drei Rundfahrt-Starts 2024 wurde er Gesamtsieger, von sieben Eintagesrennen gewann Pogacar nur zwei nicht - bei Mailand-Sanremo wurde er Dritter, beim Grand Prix von Quebec Siebter.

In der Vorwoche sicherte er sich in der Schweiz nach einer 100-km-Flucht zudem seinen ersten WM-Titel - das Triple aus Giro, Tour und WM war zuvor nur Eddy Merckx (1974) und dem Iren Stephen Roche (1987) gelungen. Kommende Woche peilt er seinen bereits vierten Erfolg beim Rad-Monument Lombardei-Rundfahrt an.

(T.W.Lukyanenko--DTZ)

Empfohlen

12.839 Tage nach Becker: Zverev offiziell die Nummer eins

Am frühen Montagmorgen war es dann auch endgültig offiziell: Alexander Zverev ist Weltranglistenerster. Die ATP wies den Hamburger in ihrem Ranking für die Woche ab dem 2. November erstmals als Nummer eins aus. Genau 12.839 Tage nach Boris Beckers letztem Tag an der Weltspitze am 8. September 1991 sitzt damit wieder ein Deutscher auf dem Tennis-Thron.

NFL: Mahomes und Chiefs verspielen Führung kurz vor Schluss

Lange sahen Patrick Mahomes und die Kansas City Chiefs wie die sicheren Sieger aus, dann kassierte der Star-Quarterback mit seinem Team doch noch die zweite Pleite in Folge in der NFL. Der dreimalige Super-Bowl-Sieger führte im letzten Viertel bei den Denver Broncos mit 24:13, aber mit zwei Touchdowns drehten die Gastgeber das Spiel. Mahomes schaffte es mit der Chiefs-Offense noch bis ein Yard vor die Endzone, dann wurde er vier Sekunden vor Schluss gesackt, es blieb beim 24:28.

Messi schießt Miami zum Sieg

Einmal mehr hat Fußball-Superstar Lionel Messi den Unterschied gemacht. Der Argentinier erzielte für Inter Miami beim 2:1 (0:0) beim Tabellennachbarn New England Revolution in der Major League Soccer das Siegtor (83.) und brachte sein Team damit wieder auf Platz zwei der Eastern Conference. Zudem bereitete Messi den zwischenzeitlichen Ausgleich durch eine seltene Kopfballverlängerung vor.

NHL: Draisaitl eilt mit den Oilers von Sieg zu Sieg

Leon Draisaitl und die Edmonton Oilers bleiben in der Eishockey-Profiliga NHL eine Macht. Das 4:1 bei den New York Rangers war für die Kanadier der siebte Sieg im siebten Auswärtsspiel. Draisaitl trug zwei Vorlagen bei und baute seine persönliche Bilanz auf 28 Scorerpunkte in dieser Saison aus. Ligaweit übertroffen ist der Kölner nur von seinem Mitspieler Connor McDavid (39), der die Oilers im Madison Square Garden nach 50 Sekunden in Führung schoss und das dritte Tor durch Evan Bouchard auflegte. Jener Bouchard steht nun bei 26 Scorern und ist ligaweit die Nummer drei.

Textgröße ändern: