Deutsche Tageszeitung - Olympia-Studie: Online-Hass meist rassistisch oder sexualisiert

Olympia-Studie: Online-Hass meist rassistisch oder sexualisiert


Olympia-Studie: Online-Hass meist rassistisch oder sexualisiert
Olympia-Studie: Online-Hass meist rassistisch oder sexualisiert / Foto: © SID

Die diesjährigen Olympia-Starterinnen und -Starter in der Leichtathletik sind in den sozialen Netzwerken vor allem Opfer von Rassismus und sexualisierten Beleidigungen geworden. Dies geht aus einer Studie hervor, die der Weltverband World Athletics veröffentlicht hat.

Textgröße ändern:

In die Untersuchung flossen Social-Media-Konten von mehr als 1900 Teilnehmern der Paris-Spiele ein. Insgesamt 48 Prozent der insgesamt 809 übergriffigen Kommentare fiel in diese beiden Kategorien. Bei 128 wurden weitere Schritte eingeleitet.

Solche Hassreden könnten "verheerende Auswirkungen auf die psychische Gesundheit und die Leistung haben", warnte Weltverbands-Präsident Sebastian Coe. Die Netzwerke seien wichtig für die Athletinnen und Athleten, um mit Fans in Verbindung zu treten und für Partner zu werben, aber "sie müssen in der Lage sein, das in einer sicheren Umgebung zu tun". World Athletics wolle die Ergebnisse nutzen, um "positive Veränderungen voranzutreiben".

(V.Korablyov--DTZ)

Empfohlen

DHB: Mit 14 Vize-Weltmeisterinnen zur EM - Smits als Edeljoker

Keine Experimente: Bundestrainer Markus Gaugisch startet mit 16 Spielerinnen in die Medaillenmission bei der Handball-EM und verzichtet dabei vorerst auf Xenia Smits. Die Rückraumspielerin, die erst im August ein Kind zur Welt brachte, steht nicht im Aufgebot von Deutschlands Handballerinnen für den Saison-Höhepunkt im Dezember, unter den Auserwählten sind aber auch ohne Smits noch 14 Vize-Weltmeisterinnen aus dem vergangenen Jahr.

CAS: Russland darf an Eishockey-WM in Deutschland teilnehmen

Die russische Eishockeynationalmannschaft darf bei der Weltmeisterschaft 2027 in Deutschland starten - das geht aus einem Urteil des Internationalen Sportgerichtshofs CAS hervor, das am Freitag bekannt gegeben wurde. Zuvor hatte der Weltverband IHHF Russland wie auch Belarus von den Titelkämpfen wegen des 2022 begonnenen russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine ausgeschlossen.

Bayern im Klassiker ohne Neuer - Kimmich trainiert

Bayern München muss auch im deutschen Fußball-Klassiker gegen Borussia Dortmund auf seinen Kapitän Manuel Neuer verzichten, darf aber auf die Rückkehr von dessen Stellvertreter Joshua Kimmich hoffen. "Leider kommt das Spiel ein bisschen zu früh für Manuel Neuer, er hat immer noch Schmerzen im Fuß", sagte Interimstrainer Aaron Danks vor dem Duell am Samstag (18.30 Uhr/Sky). Kimmich dagegen sollte nach dem Trauerfall in seiner Familie am Freitag erstmals wieder mit der Mannschaft trainieren. "Danach werden wir miteinander sprechen und sehen, wie er durchkommt", sagte Danks.

Zverev und die gute Fitness: "War der zweitbeste Spieler"

Nach dem Sprung an die Spitze der Tennis-Weltrangliste hat Alexander Zverev seine exzellente Fitness als ausschlaggebenden Punkt für das beste Jahr seiner Karriere unterstrichen. "Ich wäre ein Idiot, hier zu sitzen und zu sagen, ich wäre so gut wie Jannik Sinner gewesen. Das war ich nicht. Ich war der zweitbeste Spieler, weil Carlos Alcaraz verletzt war und nicht spielen konnte", sagte Zverev nach seinem Achtelfinalsieg beim ATP-Turnier in Wien. Aber: "Fitness ist ein großer Teil des Sports."

Textgröße ändern: