Deutsche Tageszeitung - WTA Finals in Riad: Zwischen großem Duell und harter Kritik

WTA Finals in Riad: Zwischen großem Duell und harter Kritik


WTA Finals in Riad: Zwischen großem Duell und harter Kritik
WTA Finals in Riad: Zwischen großem Duell und harter Kritik / Foto: © SID

Die besten Tennisspielerinnen, ein Duell um Platz eins der Weltrangliste und deutliche Kritik großer Namen. Die WTA Finals werfen mächtige Schatten voraus - ab Samstag suchen die Tennisprofis ihre inoffizielle Weltmeisterin. Und dass zum ersten Mal im saudi-arabischen Riad, das auch in den kommenden beiden Jahren umstrittener Austragungsort des Jahresabschluss-Events sein wird.

Textgröße ändern:

Von Kritik an der Veranstaltung will Turnierdirektorin Garbine Muguruza (31) nichts wissen. Die teilnehmenden Spielerinnen hätten allesamt keine Vorbehalte geäußert, sagte die ehemalige Nummer eins der Welt der Nachrichtenagentur AFP: "Sie sind alle sehr aufgeregt. Ich habe nur positive Dinge gehört. Es ist ein neues Land für uns. Es ist ein neuer Markt, der uns sehr willkommen ist."

Kritiker werfen dem Austragungsland hingegen seit Jahren vor, mithilfe von "Sportswashing" Verfehlungen wie Menschenrechtsverletzungen übertünchen zu wollen. Auch die Tennislegenden Chris Evert und Martina Navratilova hatten sich Anfang des Jahres kritisch zu Events in Saudi-Arabien geäußert: "Wir haben das Frauentennis nicht mit aufgebaut, damit es von Saudi-Arabien ausgenutzt wird", schrieben die beiden im Januar in einem Meinungsstück in der Washington Post.

Sportlich steht das Turnier voll im Zeichen des Duells der beiden Dominatorinnen der vergangenen Jahre. Die Polin Iga Swiatek und Aryna Sabalenka aus Belarus können sich noch die Spitzenposition in der WTA-Weltrangliste zum Ende des Jahres sichern.

Sabalenka hat dabei die bessere Ausgangsposition, sie geht mit einem Vorsprung und als Nummer eins ins Turnier. Swiatek müsste hingegen den Titel holen in Riad und auf mindestens eine Niederlage von Sabalenka vor dem möglichen Finale hoffen, um die Saison an der Spitze zu beenden. "Es wird ein harter Kampf werden. Ich kann es kaum erwarten, zu sehen, wie sie mit all dem Druck umgehen", sagte die zweimalige Grand-Slam-Siegerin Muguruza.

Bis zum 9. November spielen die jeweils acht besten Einzelspielerinnen und Doppelteams des Tennisjahres ihre Gewinnerinnen aus. Anders als bei anderen WTA-Turnieren wird zu Beginn des Events eine Vierer-Gruppenphase gespielt.

(O.Zhukova--DTZ)

Empfohlen

Bayern im Klassiker ohne Neuer - Kimmich trainiert

Bayern München muss auch im deutschen Fußball-Klassiker gegen Borussia Dortmund auf seinen Kapitän Manuel Neuer verzichten, darf aber auf die Rückkehr von dessen Stellvertreter Joshua Kimmich hoffen. "Leider kommt das Spiel ein bisschen zu früh für Manuel Neuer, er hat immer noch Schmerzen im Fuß", sagte Interimstrainer Aaron Danks vor dem Duell am Samstag (18.30 Uhr/Sky). Kimmich dagegen sollte nach dem Trauerfall in seiner Familie am Freitag erstmals wieder mit der Mannschaft trainieren. "Danach werden wir miteinander sprechen und sehen, wie er durchkommt", sagte Danks.

Zverev und die gute Fitness: "War der zweitbeste Spieler"

Nach dem Sprung an die Spitze der Tennis-Weltrangliste hat Alexander Zverev seine exzellente Fitness als ausschlaggebenden Punkt für das beste Jahr seiner Karriere unterstrichen. "Ich wäre ein Idiot, hier zu sitzen und zu sagen, ich wäre so gut wie Jannik Sinner gewesen. Das war ich nicht. Ich war der zweitbeste Spieler, weil Carlos Alcaraz verletzt war und nicht spielen konnte", sagte Zverev nach seinem Achtelfinalsieg beim ATP-Turnier in Wien. Aber: "Fitness ist ein großer Teil des Sports."

NFL: Packers siegen nach Watson-Schreckmoment gegen Carolina

Die Green Bay Packers haben in der NFL trotz Schrecksekunde einen Heimsieg gefeiert. Das Team um Quarterback Jordan Love setzte sich im Lambeau Field mit 27:19 gegen die Carolina Panthers durch. Für Aufsehen sorgte Wide Receiver Christian Watson, der wegen einer vermuteten Brustverletzung zwischenzeitlich mit einem Krankenwagen ins Krankenhaus gebracht wurde, später aber auf das Spielfeld zurückkehrte.

NHL: Ottawas Comeback mit drei Stützle-Assists ohne Krönung

Eishockey-Nationalspieler Tim Stützle hat mit den Ottawa Senators ein beeindruckendes Comeback in der NHL hingelegt, die Krönung jedoch verpasst. Die Kanadier lagen gegen die Los Angeles Kings bereits mit 1:5 zurück, erzwangen durch vier Tore im Schlussdrittel die Verlängerung und unterlagen letztlich mit 5:6.

Textgröße ändern: