Deutsche Tageszeitung - Immer wieder Marmoush: Eiskalte Eintracht schlägt Stuttgart

Immer wieder Marmoush: Eiskalte Eintracht schlägt Stuttgart


Immer wieder Marmoush: Eiskalte Eintracht schlägt Stuttgart
Immer wieder Marmoush: Eiskalte Eintracht schlägt Stuttgart / Foto: © SID

Die Überflieger von Eintracht Frankfurt haben dank ihrer gnadenlos effizienten Offensiv-Zauberer ihren Platz in der Spitzengruppe der Fußball-Bundesliga gefestigt. Die Mannschaft von Trainer Dino Toppmöller gewann das dramatische Duell mit dem VfB Stuttgart am Sonntag 3:2 (1:0) und nutzte die Patzer der Konkurrenten eiskalt aus.

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In überragender Form präsentierte sich einmal mehr Omar Marmoush. Der Ägypter bereitete die Führung von Hugo Ekitike (45.) vor und traf erneut per Traumfreistoß selbst (62.). Der dritte Torschütze Nathaniel Brown (55.) und Keeper Kevin Trapp, der einen Elfmeter von Ermedin Demirovic (22.) hielt, hatten ebenfalls großen Anteil am sechsten Saisonsieg der Eintracht.

Am Ende mussten die Hessen aber noch einmal mächtig zittern: Josha Vagnoman (86.) und Nick Woltemade (90.) brachten Stuttgart in einer verrückten Schlussphase noch einmal heran. Chris Führich jubelte sogar über das vermeintliche 3:3 (90.+7), stand aber bei seinem Treffer im Abseits.

Während die Frankfurter auf Rang drei zum ersten Bayern-Verfolger RB Leipzig aufschlossen, muss der VfB weiterhin mit dem Tabellen-Mittelfeld Vorlieb nehmen. Erstmals seit über einem Jahr verloren die Schwaben ein Heimspiel in der Bundesliga. Auch, weil sie in Sachen Effizienz meilenweit hinter den Gästen zurückblieben.

Der Respekt vorm Vizemeister war bei der Eintracht groß gewesen. "Es wird eine harte Nuss", sagte Toppmöller. Jedoch musste der VfB auf seinen wohl besten Spieler verzichten: Nationalstürmer Deniz Undav fehlte Stuttgart nach seiner Oberschenkelzerrung beim 0:2 in der Champions League gegen Atalanta Bergamo.

Demirovic rückte dafür in die Startelf, genau wie Jeff Chabot und Fabian Rieder. Auch Frankfurt rotierte nach dem 1:0 gegen Slavia Prag in der Europa League durch. Unter anderem begann Ekitike an der Seite seines überragenden Sturmpartners Marmoush.

Dass VfB-Trainer Sebastian Hoeneß Marmoush zuvor als die "heißeste Aktie in der Bundesliga, möglicherweise sogar europaweit", adelte, kam nicht von ungefähr. Nach gerade einmal drei Minuten tauchte der Toptorjäger der Bundesliga frei vor Alexander Nübel auf, sein harter Abschluss rauschte wenige Zentimeter am langen Pfosten vorbei.

Viel mehr kam von Frankfurt im Anschluss jedoch nicht mehr. Auf der Gegenseite hatte Nationalspieler Führich (10.), der in der Bundesliga erstmals seit Ende August in der Stuttgarter Startelf stand, die erste gute Gelegenheit. Überhaupt war der VfB deutlich aktiver - und erarbeitete sich so weitere Chancen.

Alleine Demirovic hatte bei einem Kopfball auf die Latte (18.) und seinem Elfmeter zweimal die Führung vor Augen, vergab aber gerade letzteren kläglich. Das sollte sich rächen: Nach einem Eckball von Marmoush stieg Ekitike im VfB-Strafraum kurz vor der Pause am höchsten und köpfte wuchtig ein.

Der VfB ging angeschlagen in die Kabine, Frankfurt wusste das zu nutzen. Brown verwertete die erste Chance der zweiten Halbzeit direkt zum 2:0, Marmoush legte wenig später nach. Stuttgart bemühte sich fast schon verzweifelt um den Anschlusstreffer - und kam mit viel Moral noch einmal zurück.

(T.W.Lukyanenko--DTZ)

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