Deutsche Tageszeitung - "Oh my goodness": Shiffrin hat Glück im Unglück

"Oh my goodness": Shiffrin hat Glück im Unglück


"Oh my goodness": Shiffrin hat Glück im Unglück
"Oh my goodness": Shiffrin hat Glück im Unglück / Foto: © SID

Als sich Mikaela Shiffrin die Aufnahmen von ihrem Sturz in Killington anschaute, bekam sie große Augen. "Oh my goodness", also "Oh mein Gott", sagte die Skikönigin, "das ist atemberaubend. Wenn man alles miteinbezieht, hatte ich Glück." Und doch muss der US-Superstar erst einmal eine Pause einlegen. Wie lange diese dauern wird, ist unklar.

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Eine Stichwunde, ungewöhnlich im alpinen Rennsport, stoppt die 29-Jährige auf ihrer Jagd nach dem 100. Weltcup-Sieg. Es passierte beim Heimrennen im US-Bundesstaat Vermont, also praktisch vor der Haustüre: Wenige Sekunden vor der Zieldurchfahrt im zweiten Durchgang des Riesenlaloms erwischte es Shiffrin, die bereits in der vergangenen Saison wegen einer Knieverletzung gut sechs Wochen ausgefallen war, böse.

"Es geht ein Loch durch den Bauchmuskel. Wir wissen nicht, wie es zur Stichwunde kam", sagte Shiffrin. Vermutlich wurde sie bei einem Überschlag vom eigenen Stock erwischt, danach rutschte Shiffrin auch noch in den Fangzaun. "Es ging alles so schnell, ich bin in das Tor gekracht und dann auch noch in das nächste", sagte sie.

Im Rutland Regional Medical Center wurde die Ausnahmekönnerin behandelt, sie teilte aus dem Krankenbett ein Video und präsentierte ihre blutende Hüftverletzung. Die Wunde konnte nach Angaben des US-Verbandes nicht genäht werden, "weil sie zu tief ist und eine Infektionsgefahr besteht. Sie hat ziemliche Schmerzen."

Shiffrin hatte nach dem Unfall darum gebeten, auf einem Schlitten von der Strecke gebracht zu werden, weil sie "unter Schock stand, sich überhaupt nicht bewegen konnte und Angst vor inneren Organverletzungen hatte", erklärte Courtney Harkins, Kommunikationsdirektorin des US-Teams. "Leider werde ich voraussichtlich nicht in Beaver Creek starten können", sagte Shiffrin, sie könne "im Moment nicht sehr gut laufen".

Am "Biberbach" stehen am 14./15. Dezember die ersten Speedrennen des Winters an, eine Woche später geht es nach St. Moritz/Schweiz. Dann will Shiffrins Teamkollegin Lindsey Vonn zurückkehren - "oh my goodness"!

(S.A.Dudajev--DTZ)

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