Deutsche Tageszeitung - Bob: Margis wechselt zu Friedrich-Kontrahent Lochner

Bob: Margis wechselt zu Friedrich-Kontrahent Lochner


Bob: Margis wechselt zu Friedrich-Kontrahent Lochner
Bob: Margis wechselt zu Friedrich-Kontrahent Lochner / Foto: © SID

Der Anschieberstreit zwischen Bob-Dominator Francesco Friedrich und seinem Rivalen Johannes Lochner ist gerade erst beigelegt, da sorgt die nächste brisante Personalie für Gesprächsstoff: Top-Anschieber Thorsten Margis, der mit Friedrich unter anderem zu vier olympischen Goldmedaillen gerast ist, schließt sich dem Team von Friedrichs härtestem Konkurrenten Lochner an. Das wurde vor dem Weltcup-Auftakt am Wochenende in Altenberg bekannt.

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"Thorsten hat sich nach der Saison entschieden, aufzuhören. Und dann hat er sich mit Hansi verbrüdert und fährt im kommenden Jahr mit Hansi", sagte Friedrich laut MDR. Margis soll demnach vor allem in der Olympia-Saison 2025/26 bei Lochner zum Einsatz kommen, "wahrscheinlich aber schon dieses Jahr, wenn er fit wird", so Friedrich.

Zuletzt war es zwischen Friedrich und Lochner zu Differenzen gekommen. Rekordweltmeister Friedrich hatte mit Lochners Anschieber Georg Fleischhauer nach eigener Aussage "ein Perspektivgespräch" geführt und wollte diesen im Sommer für sein Team gewinnen. Das sei "unverschämt" und ein "großer Schock" gewesen, so Lochner. Die Wogen zwischen den beiden Dauer-Konkurrenten gelten mittlerweile aber als geglättet.

Friedrich hat von Margis eine hohe Meinung. "Er hat viel Know How. Er wusste schon am meisten, wo der Hase langläuft. Es ist schon sehr speziell, das muss man zugeben", sagte Friedrich. Den Margis-Platz im Friedrich-Bob besetzt Simon Wulff, der im Sommer von der Leichtathletik in den Eiskanal gewechselt war.

Am Samstag (12.00 Uhr) starten Friedrich, Lochner und Co. im sächsischen Altenberg mit den Zweierbobs in die neue Weltcupsaison. Am Sonntag (15.30 Uhr) folgt das erste Rennen im Vierer. Im vergangenen Jahr gewann Friedrich einmal mehr den Gesamtweltcup und in Winterberg beide WM-Titel, doch Lochner hatte zuvor lange die Weltcupwertung angeführt - bis zu einem folgenschweren Sturz in Altenberg.

(V.Sørensen--DTZ)

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