Deutsche Tageszeitung - Der Joker sticht - VfB ringt Union nieder

Der Joker sticht - VfB ringt Union nieder


Der Joker sticht - VfB ringt Union nieder
Der Joker sticht - VfB ringt Union nieder / Foto: © IMAGO/Harry Langer/SID

"Joker" Nick Woltemade hat dem VfB Stuttgart ein schon verloren geglaubtes Spiel aus dem Feuer gerissen. Der 22 Jahre alte Angreifer machte beim rasanten 3:2 (0:1) gegen Union Berlin mit einem Doppelpack einen 0:2-Rückstand wett und brachte seine Mannschaft damit auf die Siegerstraße. Den entscheidenden Treffer für den VfB erzielte Kapitän Atakan Karazor (69.).

Textgröße ändern:

Danilho Doekhi (37.) nach einem Patzer von Nationaltorhüter Alexander Nübel und der ehemalige Stuttgarter Rani Khedira (48.) hatten Union nach fünf Spielen ohne Sieg auf einen Dreier hoffen lassen, die Einwechslung von Woltemade aber erwies sich als Glücksgriff für Trainer Sebastian Hoeneß. Innerhalb kürzester Zeit (51. und 59.) machte der Joker den Rückstand wett.

Der VfB war von Beginn an um Spielkontrolle bemüht, hatte auch deutlich mehr Ballbesitz. Union aber stand gut, ging mit Entschlossenheit in die Zweikämpfe und spielte auch mutig nach vorne. Die Berliner blieben auch nach den drei Gegentreffern gefährlich: Bei einem Schuss von Jordan (71.) kam den defensiv instabilen Stuttgartern allerdings die Latte zu Hilfe.

Der VfB hatte die erste gute Chance des Spiels besessen, nach einem Steckpass von Enzo Millot schoss Demirovic aber knapp am linken Pfosten vorbei (22.). Die Gastgeber wurden in der Folge dominanter, weitere Gelegenheiten aber ergaben sich nicht, weil sich die mannorientierte und laufintensive Defensivarbeit der Eisernen als wirkungsvoll erwies.

Stattdessen lagen plötzlich die Berliner in Führung. Einen Kopfball von Doekhi lenkte Nübel ungeschickt an die Latte, von dort flog der Ball hinter die Torlinie - der Torhüter der Stuttgarter sah in dieser Szene zumindest unglücklich aus. Nicht viel besser präsentierte sich die gesamte Abwehr des VfB beim Treffer von Khedira.

Der schnelle Anschlusstreffer durch Woltemade gegen unaufmerksame Berliner sprengte bei den Stuttgartern dann alle Fesseln. Union geriet nun unter Druck und bekam den eingewechselten Joker nicht in den Griff. Auch Torhüter Frederik Rönnow patzte: Beim Treffer von Karazor spielte er dem Torschützen den Ball in den Fuß.

(L.Barsayjeva--DTZ)

Empfohlen

Formel 1: Antonelli holt Austin-Pole

WM-Spitzenreiter Kimi Antonelli hat überraschend die Pole Position für den Großen Preis der USA erobert und den Grundstein für den erträumten Titelgewinn in der Formel 1 gelegt. Der 20-jährige Italiener sorgte im Qualifying in Austin/Texas in 1:34,035 Minuten für die schnellste Runde und geht bereits zum siebten Mal in diesem Jahr vom ersten Startplatz ins Rennen. Beim 18. WM-Lauf der Saison (21.00 Uhr/MEZ) hat Antonelli seine erste Titelchance. "Das fühlt sich gut an!", funkte Antonelli an die Box.

Erste Pleite: Kaiserslautern bremst Kloses FCN aus

Kein Mohamed Ali Zoma, keine Tore: Miroslav Klose ist mit dem 1. FC Nürnberg im Aufstiegsrennen der 2. Fußball-Bundesliga ausgerechnet vom 1. FC Kaiserslautern ausgebremst worden. Der Club kassierte ohne seinen verletzten Torjäger durch das 0:1 (0:0) in einem temporeichen Topspiel die erste Saisonpleite und verpasste es, den Anschluss an den Spitzenreiter Hertha BSC zu halten.

Zweiter Titel vor Augen: Struff nach Krimi im Brüssel-Finale

Jan-Lennard Struff hat seinen furiosen Siegeszug beim Tennisturnier in Brüssel fortgesetzt und greift nach einem wahren Halbfinal-Thriller nach seinem zweiten Titel auf der ATP-Tour. Der 36-Jährige aus Warstein setzte sich mit einer großartigen kämpferischen Leistung gegen den topgesetzten Weltranglistenzehnten Arthur Fils aus Frankreich 6:4, 6:7 (7:9), 7:6 (7:5) durch.

BVB springt an die Spitze: Sieg gegen den Lieblingsgegner

Nach der Odyssee quer durch Europa hat Borussia Dortmund mit einem weiteren Sieg gegen seinen Lieblingsgegner die Tabellenspitze der Fußball-Bundesliga erobert - und sich eine perfekte Ausgangslage für den anstehenden Klassiker erspielt. Die Mannschaft von Trainer Niko Kovac bezwang Eintracht Frankfurt mit 1:0 (0:0) und verdrängte Bayern München zumindest über Nacht vom ersten Platz. Der Titelverteidiger kann aber am Sonntag (17.30 Uhr/DAZN) beim SC Freiburg wieder vorbeiziehen.

Textgröße ändern: