Deutsche Tageszeitung - "Riesenherausforderung": Ricken schwört BVB auf 2025 ein

"Riesenherausforderung": Ricken schwört BVB auf 2025 ein


"Riesenherausforderung": Ricken schwört BVB auf 2025 ein
"Riesenherausforderung": Ricken schwört BVB auf 2025 ein / Foto: © IMAGO/RHR-FOTO/SID

Sport-Geschäftsführer Lars Ricken hat Borussia Dortmund nach dem wichtigen Sieg vor Weihnachten auf das schwierige Rennen um die Champions-League-Qualifikation im neuen Jahr eingestimmt. "Obwohl es nur zwei Punkte sind, wird es eine Riesenherausforderung. Das wird ein Riesenkraftakt", sagte Ricken nach dem 3:1 (3:0)-Erfolg in der Bundesliga beim VfL Wolfsburg am Sonntag. Es war der erste Auswärtssieg seit April.

Textgröße ändern:

Nach einer wechselhaften ersten Saisonhälfte, in der Dortmunds neuer Trainer Nuri Sahin zwischenzeitlich unter Druck geraten war, steht der BVB auf Tabellenplatz sechs - zwei Zähler hinter den Königsklassenrängen. "Wir sind jetzt Sechster. Und das ist auch der Platz, den wir am Ende verdient haben", sagte Ricken. Vor dem Wolfsburg-Spiel hatte die Borussia dreimal in Folge 1:1 gespielt.

Der Blick geht vor einer kurzen Weihnachtspause in die nahe Zukunft. Am 10. Januar geht es sofort mit dem schweren Heimspiel gegen Meister Bayer Leverkusen weiter. In der Champions League liegt der BVB im Rennen um die K.o.-Runde aussichtsreich auf Tabellenrang neun, am 21. Januar beim FC Bologna und acht Tage später gegen Schachtar Donezk stehen die finalen Spiele der Ligaphase an.

"Wir sind felsenfest davon überzeugt, dass wir mit den zwei verbleibenden Spielen direkt ins Achtelfinale kommen", sagte Ricken. Sportdirektor Sebastian Kehl blickte am DAZN-Mikrofon auf das große Ganze: "Es wird ein intensiver Januar. Wir werden die Zeit nutzen. Jeder Spieler wird sich reflektieren und wir müssen Dinge analysieren. Wir können es, das haben wir in vielen Spielen gezeigt. Die Konstanz hat aber gefehlt und darauf müssen wir ab Januar direkt wieder Wert legen."

In Sachen Wintertransfers gab sich Ricken derweil zurückhaltend. "Wenn wir was machen, muss das sportlich und wirtschaftlich sinnvoll sein", sagte er. Der frühere BVB-Profi wies darauf hin, dass der Klub "im Sommer und in den Jahren davor viel in die Mannschaft investiert" habe. Die Vereinsführung habe "Vertrauen in die Mannschaft, aber auch die Erwartungshaltung, dass wir mit der Mannschaft Minimum den vierten Platz erreichen."

(V.Korablyov--DTZ)

Empfohlen

Infantino verteidigt sich: "Eine Chance, keine Verpflichtung"

FIFA-Präsident Gianni Infantino verteidigt sein Vorhaben, Anteile an der Fußball-WM an private Investoren zu veräußern. "Es ist ein Vorschlag, ein Angebot, Teil eines demokratischen Beratungsprozesses", sagte Infantino in einem Video, das der Weltverband am Mittwochabend veröffentlichte. "Es ist eine Gelegenheit, aber keine Verpflichtung."

Mancini-Einstand mit Entschuldigung: "Es tut mir leid"

Roberto Mancini hat seine zweite Amtszeit als italienischer Fußball-Nationaltrainer mit einer Entschuldigung begonnen. 2023 zurückzutreten und nach Saudi-Arabien zu gehen, "war ein Fehler und es tut mir leid", sagte Mancini während seiner offiziellen Vorstellung am Mittwoch.

"Fatales Zeichen": Neuendorf kritisiert FIFA-Pläne

DFB-Präsident Bernd Neuendorf hat die Investorenpläne des Fußball-Weltverbands FIFA scharf kritisiert. Es sei "ein fatales Zeichen, die Fußball-WM für Investoren zu öffnen. Der Fußball lebt von der Akzeptanz der Gesellschaft, wir dürfen ihn nicht zum Spielball von Investoren machen", sagte Neuendorf in einem Interview mit der Sportschau und dem ZDF.

Fifa-Pläne für Teilverkauf von Fußball-WM sorgen für heftige Kritik

Die Pläne des Weltfußballverbandes Fifa für einen Verkauf von Anteilen an der Weltmeisterschaft an private Investoren sorgen international für heftige Kritik. "Viele im europäischen Fußball sehen die Pläne der Fifa als absoluten Angriff auf den Fußball an", sagte der Vizepräsident des Deutschen Fußballbundes (DFB), Hans-Joachim Watzke, dem Magazin "Kicker" in einem am Mittwoch veröffentlichten Interview. "Hände weg von unserem Spiel", warnte auch EU-Sportkommissar Glenn Micallef.

Textgröße ändern: