Deutsche Tageszeitung - Polizeikosten-Streit: Watzke schließt Fonds aus

Polizeikosten-Streit: Watzke schließt Fonds aus


Polizeikosten-Streit: Watzke schließt Fonds aus
Polizeikosten-Streit: Watzke schließt Fonds aus / Foto: © SID

Die Spitze der Deutschen Fußball Liga (DFL) will im Streit um die Polizeikosten bei Hochrisikospielen auch bei einer Niederlage vor dem Bundesverfassungsgericht (BVG) keinen gemeinsamen Fonds der Profivereine einrichten. "Es wird nicht so kommen, dass die Klubs aus den Bundesländern, in denen diese Kosten nicht erhoben werden, in einen Solidartopf einzahlen", sagte der DFL-Aufsichtsratsvorsitzende Hans-Joachim Watzke der Sport Bild: "Das ist schon die Verantwortung auch der einzelnen Landesregierungen."

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Das Verfassungsgericht verkündet am Dienstag (14. Januar) sein Urteil zu dem Thema. Die Diskussion darüber köchelt seit Jahren, nachdem das Land Bremen der DFL 2015 erstmals eine Rechnung für einen Einsatz stellte. Es folgten juristische Niederlagen des Ligaverbands vor dem Oberverwaltungsgericht Bremen und dem Bundesverwaltungsgericht in Leipzig. Das Verfahren vor dem BVG wurde im April 2024 eröffnet.

Sollte Bremens Innensenator Ulrich Mäurer in seiner Praxis des Rechnungsschreibens bestätigt werden, dürfte er weitere Mitstreiter in anderen Bundesländern finden. Deshalb hat Mäurer eine jährliche Beteiligung der DFL in Höhe von rund 20 bis 30 Millionen Euro in Form eines Fonds vorgeschlagen. Die Liga argumentiert dagegen, dass die Gewährleistung der öffentlichen Sicherheit außerhalb der Stadien eine staatliche Kernaufgabe sei, die grundsätzlich aus Steuermitteln zu finanzieren ist.

Die mögliche Praxis, wonach Klubs zukünftig abhängig von ihrem Bundesland für die Polizeikosten zahlen müssen oder eben nicht, sieht Watzke nicht als Wettbewerbsverzerrung. "Als DFL können wir solche Themen nicht lösen. Wettbewerbsverzerrung kann im Prinzip alles sein", äußerte der Geschäftsführer von Borussia Dortmund: "Wenn der eine einen größeren Sponsor hat als der andere, sehen manche Menschen das auch als eine Wettbewerbsverzerrung an. Oder nehmen Sie die unterschiedlichen Steuer-Hebesätze. Da müssen wir die Kirche im Dorf lassen."

(M.Travkina--DTZ)

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