Deutsche Tageszeitung - Tschentscher befürwortet Hamburger Olympiabewerbung

Tschentscher befürwortet Hamburger Olympiabewerbung


Tschentscher befürwortet Hamburger Olympiabewerbung
Tschentscher befürwortet Hamburger Olympiabewerbung / Foto: © SID

Hamburgs Erster Bürgermeister Peter Tschentscher macht sich für eine neue Olympia-Bewerbung der Hansestadt stark. "Ich fände es großartig, wenn sich Hamburg an den Plänen des Deutschen Olympischen Sportbundes beteiligt, sich erneut beim IOC um Olympische Spiele zu bewerben", sagte der SPD-Politiker im Interview mit der Welt am Sonntag. Aus seiner Sicht wäre Olympia "für Hamburg eine große Chance."

Textgröße ändern:

Vor zehn Jahren hatten sich Hamburgs Bürgerinnen und Bürger gegen Olympische Spiele im Jahr 2024 in ihrer Stadt ausgesprochen. Daher wolle Tschentscher "auf jeden Fall ein neues Referendum durchführen", da sich die Lage seither "grundlegend geändert" habe.

"Die Anforderungen an die Austragungsstätten wurden erleichtert, die Investitionen wären deutlich geringer - gerade, wenn man es in einer Doppelbewerbung mit Berlin machen würde", führte Tschentscher aus. Paris habe im vergangenen Sommer gezeigt, "dass Olympische Spiele heute ganz anders möglich sind - das können wir auch."

Im Raum steht eine deutsche Bewerbung um die Sommerspiele 2036, 2040 beziehungsweise 2044. Neben Hamburg sind Berlin, Leipzig, München sowie die Bundesländer Bayern und Nordrhein-Westfalen an der Ausrichtung interessiert.

(I.Beryonev--DTZ)

Empfohlen

Mancini-Einstand mit Entschuldigung: "Es tut mir leid"

Roberto Mancini hat seine zweite Amtszeit als italienischer Fußball-Nationaltrainer mit einer Entschuldigung begonnen. 2023 zurückzutreten und nach Saudi-Arabien zu gehen, "war ein Fehler und es tut mir leid", sagte Mancini während seiner offiziellen Vorstellung am Mittwoch.

"Fatales Zeichen": Neuendorf kritisiert FIFA-Pläne

DFB-Präsident Bernd Neuendorf hat die Investorenpläne des Fußball-Weltverbands FIFA scharf kritisiert. Es sei "ein fatales Zeichen, die Fußball-WM für Investoren zu öffnen. Der Fußball lebt von der Akzeptanz der Gesellschaft, wir dürfen ihn nicht zum Spielball von Investoren machen", sagte Neuendorf in einem Interview mit der Sportschau und dem ZDF.

Fifa-Pläne für Teilverkauf von Fußball-WM sorgen für heftige Kritik

Die Pläne des Weltfußballverbandes Fifa für einen Verkauf von Anteilen an der Weltmeisterschaft an private Investoren sorgen international für heftige Kritik. "Viele im europäischen Fußball sehen die Pläne der Fifa als absoluten Angriff auf den Fußball an", sagte der Vizepräsident des Deutschen Fußballbundes (DFB), Hans-Joachim Watzke, dem Magazin "Kicker" in einem am Mittwoch veröffentlichten Interview. "Hände weg von unserem Spiel", warnte auch EU-Sportkommissar Glenn Micallef.

Bundesregierung reagiert zurückhaltend auf FIFA-Pläne

Die Bundesregierung hat zurückhaltend auf das Vorhaben des Weltverbandes FIFA reagiert, Anteile der Fußball-WM an private Investoren zu verkaufen. "Die Entscheidung über die Organisation und Vermarktung sportlicher Wettbewerbe liegt natürlich in der Verantwortung der Sportverbände. Da respektiert die Bundesregierung selbstverständlich auch die Autonomie des Sports und die Unabhängigkeit der Sportverbände, die wirklich ein hohes Gut sind", sagte der stellvertretende Regierungssprecher Steffen Meyer.

Textgröße ändern: