Deutsche Tageszeitung - Swiatek locker im Halbfinale - Switolina scheitert an Keys

Swiatek locker im Halbfinale - Switolina scheitert an Keys


Swiatek locker im Halbfinale - Switolina scheitert an Keys
Swiatek locker im Halbfinale - Switolina scheitert an Keys / Foto: © SID

Die Weltranglistenzweite Iga Swiatek präsentiert sich bei den Australian Open weiter in bestechender Form. Im Viertelfinale von Melbourne ließ sie auch der Weltranglistenachten Emma Navarro (USA) keine Chance und siegte mit 6:1, 6:2. Für Elina Switolina ist das Turnier hingegen beendet.

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"Es war viel schwieriger als das Ergebnis aussagt. Ich bin froh, dass ich die engen Spiele gewonnen habe", sagte Swiatek, die nun am Donnerstag im Halbfinale auf Navarros Landsfrau Madison Keys trifft: "Im Halbfinale zu sein, ist toll und ich werde weiter pushen."

Die Polin Swiatek, die im Achtelfinale die "Lucky Loser"-Reise von Eva Lys auf humorlose Weise beendet hatte (0:6, 1:6), peilt in Australien ihren sechsten Grand-Slam-Titel an - sie würde damit wieder die Spitzenposition in der Weltrangliste von Titelverteidigerin Aryna Sabalenka übernehmen, die ebenfalls im Halbfinale steht.

Am Montag hatte Swiatek aufatmen dürfen. Die Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) teilte mit, im Fall der Polin "nach einer gründlichen Überprüfung" keine Berufung beim Internationalen Sportgerichtshof CAS einzulegen. Swiatek hatte im vergangenen Jahr eine einmonatige Sperre verbüßen müssen - die International Tennis Integrity Agency (ITIA) hatte festgestellt, dass der positive Test der 23-Jährigen durch ein verunreinigtes, frei zugängliches Medikament (Melatonin) verursacht wurde.

Die Ukrainerin Switolina (30) hatte sich zuvor nach einer umkämpften Partie in knapp zwei Stunden gegen die US-Amerikanerin Keys mit 6:3, 3:6, 4:6 geschlagen geben müssen. "Ich musste nach dem ersten Satz ein bisschen aggressiver spielen. Ich freue mich sehr auf ein weiteres Halbfinale", sagte Keys, die zum dritten Mal in Melbourne die Vorschlussrunde erreichte.

Für Switolina, die sich immer wieder auch stark für ihr gebeuteltes Heimatland einsetzt, endete hingegen ein sportlich erfolgreiches Turnier. Auch in Melbourne hatte Switolina in den vergangenen Tagen an die Leiden der Menschen in der Ukraine erinnert.

"Seit fast drei Jahren tobt der Krieg", sagte sie auf der Pressekonferenz nach ihrem Achtelfinalsieg gegen die Russin Weronika Kudermetowa: "Ich habe manchmal das Gefühl, dass die Leute vergessen, dass der Krieg immer noch da ist, dass wir immer noch Hilfe brauchen. Als Sportlerin bin ich der Meinung, dass ich meine Stimme so oft wie möglich erheben sollte, um das Bewusstsein zu schärfen."

(L.Møller--DTZ)

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