Deutsche Tageszeitung - Für 80 Millionen Euro: Marmoush wechselt zu Manchester City

Für 80 Millionen Euro: Marmoush wechselt zu Manchester City


Für 80 Millionen Euro: Marmoush wechselt zu Manchester City
Für 80 Millionen Euro: Marmoush wechselt zu Manchester City / Foto: © IMAGO / Sven Simon/SID

Torjäger Omar Marmoush verlässt den Bundesligisten Eintracht Frankfurt wie erwartet schon im Winter und wechselt zum englischen Fußball-Meister Manchester City. Der Ägypter unterschrieb einen Vertrag bis 2030, Berichten zufolge zahlt City eine Ablösesumme von 75 Millionen Euro plus fünf Millionen Euro an Bonuszahlungen.

Textgröße ändern:

Der Transfer hatte sich seit Tagen angedeutet, im Heimspiel gegen Borussia Dortmund (2:0) gehörte der Ägypter schon nicht mehr zum Aufgebot der Hessen und verabschiedete sich von den Fans. Nun verständigten sich auch die beiden Vereine nach harten Verhandlungen auf einen Wechsel.

"Er hat sehr viel für Eintracht Frankfurt geleistet und einen großen Anteil an unserer sportlichen Entwicklung", sagte Frankfurts Sportvorstand Markus Krösche, "auch deswegen haben wir seinem Wunsch entsprochen. Wir wünschen Omar Marmoush auf seinem weiteren Weg nur das Beste. Er bleibt in Frankfurt immer herzlich willkommen." Krösche hatte stets betont, das Ziel der Frankfurter sei es, "dass wir diese Mannschaft zusammenhalten wollen. Es sei denn, es passiert etwas Außergewöhnliches."

Für Manchester soll der dribbelstarke Ägypter neben Superstar Erling Haaland ein Gesicht der Rehabilitation in der zweiten Saisonhälfte werden. Monatelang steckten die Citizens in einer Ergebniskrise und mussten ihre Titelambitionen in der Premier League vorerst begraben. Mit einer Aufholjagd muss der Tabellenvierte Schadensbegrenzung betreiben und erst einmal die Champions-League-Qualifikation sichern.

Am Sonntag hatte Guardiolas Team einen 6:0-Kantersieg gegen Abstiegskandidat Ipswich Town gefeiert, in der Königsklasse im wichtigen Duell mit Paris Saint-Germain (2:4) aber gleich den nächsten Rückschlag kassiert. Selbst um die Play-off-Plätze in der Ligaphase muss das Guardiola-Team bangen.

Marmoush erzielte in dieser Saison in 17 Bundesligaspielen 15 Tore (zehn Assists) und weckte damit Begehrlichkeiten. Der Stürmer wurde zur Lebensversicherung der Eintracht, erst vor der Saison hatte der Publikumsliebling seinen Vertrag bis 2027 verlängert, 2023 hatte der VfL Wolfsburg ihn ablösefrei an die SGE abgegeben. In der Liga marschierte Frankfurt dank dem Ägypter in dieser Saison bis auf Platz drei vor.

(V.Sørensen--DTZ)

Empfohlen

"Brauchst Spieler wie Flo": Iraola zufrieden mit Wirtz

Florian Wirtz hat sich mit seiner starken Vorstellung als Spielgestalter des FC Liverpool das nächste Sonderlob seines Trainers verdient. "Insbesondere in der zweiten Hälfte, in solch einer Situation brauchst du einen Spieler wie Flo", sagte Andoni Iraola nach dem 2:1 (0:1) beim bis dato ungeschlagenen FC Brentford in der Premier League: "Auf dem Spielfeld gibt es wenig Freiräume, nur kleine Lücken, du hast wenig Zeit mit dem Ball. Du musst die Feinheiten erkennen, denn Brentford verteidigt als Team im Strafraum sehr, sehr gut", sagte Iraola.

Nächster Dämpfer: "Kleine Erfahrung" für Dortmund

Waldemar Anton ließ sich von der drohenden Ergebniskrise nicht aus der Ruhe bringen. Es sei eine "kleine Erfahrung", die Borussia Dortmund gerade mache, sagte der Nationalspieler nach dem 0:0 bei Union Berlin am Samstag. Die Mannschaft müsse sich die Dinge "einfach weiter erkämpfen. Das kleine Quäntchen Glück, was dann auch im letzten Drittel fehlt, musst du dir erarbeiten und das werden wir in den nächsten Tagen machen."

Hannover auch im zweiten Spiel unter Wagner ohne Sieg

Sandro Wagner hat auch in seinem zweiten Spiel als Trainer von Hannover 96 einen Sieg verpasst. Am 8. Spieltag der 2. Fußball-Bundesliga kamen die Niedersachsen gegen Erstligaabsteiger FC St. Pauli über ein 1:1 (0:1) nicht hinaus.

Glanzvoller Bayern-Sieg gegen den Herbstblues

Ein glanzvoller Sieg gegen den Herbstblues: Der FC Bayern hat dank Luis Díaz rechtzeitig vor dem Champions-League-Kracher gegen den FC Arsenal eindrucksvoll wieder in die Spur gefunden. Der deutsche Rekordmeister gewann das Bundesliga-Topspiel gegen ein erschreckend schwaches RB Leipzig hochverdient mit 6:1 (3:0) und betrieb nach den Enttäuschungen in Augsburg (2:2) und Stavanger (3:3) überzeugende Wiedergutmachung.

Textgröße ändern: