Deutsche Tageszeitung - Handball: Frankreich im Halbfinale an Kroatien gescheitert

Handball: Frankreich im Halbfinale an Kroatien gescheitert


Handball: Frankreich im Halbfinale an Kroatien gescheitert
Handball: Frankreich im Halbfinale an Kroatien gescheitert / Foto: © IMAGO/Goran Mehkek/SID

Rekordchampion Frankreich hat bei der Handball-WM der Männer das Endspiel verpasst und muss damit den zweiten Tiefschlag binnen sechs Monaten nach seiner Nullnummer beim Olympia-Heimspiel in Paris verkraften. Der WM-Zweite von 2023 verlor in Zagreb in seinem sechsten WM-Halbfinale nacheinander gegen Co-Ausrichter Kroatien 28:31 (11:18) und muss damit weiter auf seinen siebten WM-Titel warten. Die Kroaten dagegen dürfen weiter vom zweiten Titeltriumph nach 2003 träumen.

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Das Team vom Balkan trifft im Finale entweder auf Titelverteidiger und Olympiasieger Dänemark oder Deutschlands Viertelfinalbezwinger Portugal, die am Freitag (20.30 Uhr) in Oslo das zweite Vorschlussrundenduell bestreiten. Die Medaillen werden am Sonntag ebenfalls in der norwegischen Hauptstadt ausgespielt. Nach dem Match um Bronze (15.00 Uhr) ermitteln die beiden Halbfinalsieger im Endspiel (18.00 Uhr) den neuen Titelträger.

Im Hexenkessel ihrer Hauptstadt übernahmen die Kroaten vom Anwurf an das Kommando. Die im vorherigen Turnierverlauf unbesiegt gebliebenen Franzosen konnten in dem vom deutschen Schiedsrichtergespann Robert Schulze/Tobias Tönnies geleiteten Duell mit dem Team des Kieler Bundesliga-Stars Domagoj Duvnjak, in dem vier weitere Profis aus der höchsten deutschen Spielklasse standen, nicht ein einziges Mal in Führung gehen.

Nach einer zwischenzeitlichen Neun-Tore-Führung gingen die vom ehemaligen Bundestrainer Dagur Sigurdsson gecoachten Hausherren, die zuletzt vor 16 Jahren in einem WM-Finale gestanden hatten, mit einem beruhigenden Vorsprung in die Pause. Zwar bemühten sich "Les Bleus" im zweiten Abschnitt um die notwendige Aufholjagd, doch retteten die Kroaten ihr Polster über die Zeit.

Erfolgreichste Werfer der Kroaten waren die siebenfachen Torschützen Marin Jelinic und Zvonimir Srna. Ivan Martinovic von den Rhein-Neckar Löwen traf sechsmal. Für Frankreich erzielte Dika Mem acht Tore.

(M.Travkina--DTZ)

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